Autoeinbrüche stark rückläufig

28. Juli 2009, 19:30
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Ein Drittel der Einbrecher sind Spontantäter

Salzburg - Gelegenheit macht Diebe, sagt der Volksmund. Recht hat er, sagen Polizei und Kuratorium für Verkehrssicherheit: Rund ein Drittel aller Autoeinbrüche würden spontan erfolgen.

Allerdings im Gegensatz zur allgemein gefühlten Zunahme der Kriminalität und dem Ansteigen der Einbrüche in Häuser und Wohnungen ist die Zahl der Autoeinbrüche stark rückläufig: In Österreich wurde laut Kuratorium vergangenes Jahr rund 23.000-mal ein Auto geknackt. Das entspricht einem Minus von zwölf Prozent gegenüber 2007. In Salzburg ging die Zahl der Pkw-Einbrüche gar um 45 Prozent zurück.

Trotzdem warnen Exekutive und Kuratorium für Verkehrssicherheit vor allzu großer Sorglosigkeit. Es gelte das Prinzip: Ein Auto ist kein Tresor. Das Einschlagen einer Scheibe oder das Öffnen einer versperrten Autotür mit speziell angefertigtem Diebstahlwerkzeug brauche nur wenige Sekunden, und schon sind Handy, Laptop oder Kamera futsch. Vorzugsweise wird nachts und in Nebenstraßen eingebrochen, berichtet der Leiter des Salzburger Landeskriminalamtes Albert Struber.

Der folgerichtig wichtigste Sicherheitstipp der Experten, um Spontantäter nicht auch noch einzuladen: Wertgegenstände - welcher Art auch immer - nie im Auto lassen. Zudem sei es empfehlenswert, das Handschuhfach geöffnet zu lassen. So könne man potenziellen Dieben signalisieren: Hier gibt es nichts zu holen. (neu, DER STANDARD Printausgabe, 29.07.2009)

 

  • Es geht in Sekunden: Ein Schlag, ein Griff, und Kamera oder Notebook sind verschwunden.
    foto: kfv

    Es geht in Sekunden: Ein Schlag, ein Griff, und Kamera oder Notebook sind verschwunden.

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