"Allergisch" auf WLAN-Strahlen?

28. Juli 2009, 14:50
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Brite klagt über Kopfschmerzen und Schwindelanfälle ...

Die steigende Zahl von privaten und öffentlichen WLANs erfreut zwar Nutzer mit Notebooks und Smartphones. Doch für Menschen mit sogenannter elektromagnetischer Hypersensitivität sollen die drahtlosen Netzwerke höchst unangenehm sein. Gegenüber der Sun erzählte der Brite Steve Miller von seinem Leiden.

Elektromagnetischer Hypersensitivität

Es sei schwierig heutzutage noch Orte zu finden, an denen es kein WLAN gebe, so Miller. Nach eigenen Angaben leide er seit zwei Jahren an elektromagnetischer Hypersensitivität, die Kopfweh und Drehschwindel hervorrufe. Auch einige seiner Freunde würden über ähnliche Symptome klagen.

Keine Behandlung

Reisen sei aufgrund der WLANs in Hotels und Zügen sehr beschwerlich für ihn. Er wohne in einem abgelegenen Haus mit dicken Granitwänden, wo er keinen WLAN-Strahlen ausgesetzt sei. Für sein Leiden gebe es auch keine Behandlung. Daher nehme er nun immer einen WLAN-Detektor mit, um problematische Orte gleich zu erkennen.

Die rührselige Geschichte von Steve Miller entpuppte sich allerdings rasch als PR-Aktion, so arstechnica.

Widersprüchliche Studien

Elektromagnetischer Hypersensitivität oder "WLAN-Allergie", wie es die Sun etwas polemischer formuliert, konnte medizinisch bislang nicht eindeutig nachgewiesen werden. Die Debatte um das Schadpotenzial vor allem durch Mobilfunk beschäftigt bereits seit Jahren Mediziner und Gerätehersteller. Studien lieferten bislang jedoch widersprüchliche Ergebnisse. In Österreich fordert etwa die Ärztekammer ein Verbot von Handys für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren, basierend auf den Ergebnissen von Untersuchungen aus Schweden (der WebStandard berichtete). Laut dem Forum Mobilkommunikation gebe es dafür jedoch keine wissenschaftliche Grundlage. (red)

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    screenshot: red

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