Band verdankt YouTube-"Piraten" steigende Verkäufe

28. Juli 2009, 11:38
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Widerrechtlich in einem YouTube-Video verwendeter Song facht Album-Verkäufe an

Eine der zentralen Streitfragen zwischen Musikindustrie und Filesharing- oder Streaming-Portalen ist wohl, ob illegal kopierte Musik tatsächlich für den Rückgang der Alben-Verkäufe verantwortlich ist. Das Portal TorrentFreak hegt Zweifel an den von Anti-Piraterie-Organisationen präsentierten Zusammenhängen und präsentiert ein aus Sicht von RIAA, IFPI und Co wohl kurioses Beispiel. Der Band Barcelona habe die Verwendung eines ihrer Lieder in einem YouTube-Video zu unverhofft guten Alben-Verkäufen verholfen, woraufhin sich die Band beim Uploader sogar bedankt habe.

Lizenzstreits

Die Musik- und Filmindustrie bewacht Googles Videoclipportal mit Argusaugen und meldet immer wieder Verstöße gegen das Urheberrecht. YouTube nimmt Videos bei Beschwerden sofort von dem Portal herunter. Teilweise wird aber auch nur die Audiospur deaktiviert, wenn ein Musikstück entweder widerrechtlich verwendet wurde oder im jeweiligen Land keine Lizenzverträge existieren.

Band bedankt sich

Die Indie-Rock-Band Barcelona hat allerdings anders reagiert als erwartet. Ein User hatte den Song "Please Don't Go" für das Video "Kuroshio Sea" verwendet, das über eine Million Mal angesehen wurde. Laut der Band habe das die Alben-Verkäufe in iTunes und die Nachfrage nach Konzernttickets ordentlich angefacht, wie aus dem Antwort-Video auf den Original-Clip hervorgeht. Es sei ein großartiger Weg Musik zu promoten, vor allem wenn es ein gutes Video dazu gebe. (red)

  • Band Barcelona freut sich über steigende Alben-Verkäufe.
    screenshot: youtube

    Band Barcelona freut sich über steigende Alben-Verkäufe.

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