Ubisoft: Umsatzeinbruch erzwingt Maßnahmen gegen Piraterie

28. Juli 2009, 10:53
122 Postings

Hersteller verschiebt vier Blockbuster aufs kommende Jahr, DS macht zu schaffen

Der drittgrößter Videospiel-Produzent Ubisoft hat im ersten Quartal einen massiven Umsatzeinbruch gegenüber dem Vergleichszeitraum aus dem Vorjahr zu verzeichnen. Wie der französische Konzern in seinem Geschäftsbericht meldet, sind die Verkäufe um 50 Prozent auf 83 Millionen Euro gefallen und lägen damit deutlich (12 Prozent) unter den Erwartungen.

Ursachen

Yves Guillemot, Geschäftsführer des Herstellers, macht in erster Linie schlechte Verkaufzahlen bei Nintendo DS-Spielen dafür verantwortlich. 67 Prozent weniger Titel konnten für die portable Konsole abgesetzt werden.

Auch bei den Zugpferden PlayStation 3 und Xbox 360 ist das Ergebnis enttäuschend ausgefallen und läge ebenfalls unter den Erwartungen.

Konsequenzen

Der Ausblick auf das Ganzjahresgeschäft wird weiters durch einige Verschiebungen getrübt. Die Blockbuster "Splinter Cell Conviction" (PC, Xbox 360) und "Red Steel 2" (Wii) werden auf das Ende des Fiskaljahres (bis März 2010) verschoben. Die Titel "Ghost Recon" und "I am Alive" werden in das Geschäftsjahr 2010/2011 verschoben.

Bezüglich des Absatzeinbruchs bei DS-Spielen kündigte Guillemot an, verstärkt gegen Software-Piraterie vorzugehen. Man habe vor allem in Südeuropa vermehrt mit illegalen Kopien für Nintendos Konsole zu kämpfen. Auch bei PC-Spielen sei die Lage nicht besser. Entsprechende Pläne dazu sollten Anfang 2010 ausgerollt werden.

Ausblick

Die Erwartungen für das Jahresergebnis (2009/2010) schraubt Ubisoft herunter. Der Umsatz soll mit 1,04 Milliarden Euro mindestens 7 Prozent geringer ausfallen, als ursprünglich erhofft. (Zsolt Wilhelm, derStandard.at, 28.7.2009)

  • Splinter Cell

    Splinter Cell

Share if you care.