"Windows 7 schnell, aber auf Netbooks nicht optimal"

27. Juli 2009, 15:06
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ZDNet hat Windows 7, Vista und XP einem Vergleichstest unterzogen

Microsoft hat Windows 7 fertig gestellt. Das neue Betriebssystem, das die schlechten Tage von Vista vergessen machen soll, kommt laut den Redmondern am 22. Oktober in den Handel. Über Tauschbörsen ist die RTM-Version (Build 7600.1685) bereits zu haben. In ersten Tests haben die diversen Vorabversionen von Windows 7 bereits eine gute Figur gemacht. Eine der zentralen Fragen ist dabei, wie Version 7 in punkto Performance gegenüber dem populären XP und Vista abschneidet, auf dem 7 weitgehend aufbaut. ZDNet hat Windows 7 RTM einem Langzeittest auf verschiedenen Plattformen unterzogen und die Leistung mit den beiden Vorgängern verglichen.

Deutlich schneller

Die Tester kommen zum Schluss, dass Windows 7 gegenüber Vista und XP einen deutlichen Performanceschub erhalten hat. "Subjektiv erscheint der Wechsel von Vista auf Windows 7 wie das Lösen einer Handbremse", schreibt ZDNet-Autor Kai Schmerer. Auf PCs mit weniger Arbeitsspeicher und älterer Grafik sei XP noch leistungsfähiger. Im Test habe Win 7 auf einem Low-End-System mit Intel Atom deutlich schlechter abgeschnitten als auf dem Highend-Testgerät mit Core i7.

Schnelleres Starten

Flotter sei Windows 7 generell vor allem beim Starten und Herunterfahren. Das sei der verbesserten parallelen Abarbeitung von Lade- und Entladeprozeduren bei Treibern und anderen Komponenten des Betriebssystems geschuldet. Dadurch sei etwa auch der Anmeldevorgang an eine Domäne mit Win 7 schneller, was vor allem für Unternehmensanwender interessant sei. Daneben sei die Festplattenaktivität unter dem neuen OS aufgrund des in Vista eingeführten und nun überarbeiteten Superfetch-Dienstes nicht mehr so intensiv wie unter Vista. Dabei werden oft genutzte Anwendungen in den Speicher geladen, damit sie bei Bedarf schneller zur Verfügung stehen.

Flottere Grafik

Bessere Display-Treiber würden den Arbeitsspeicher schonen. Der Speicherverbrauch des Desktop Window Managers bleibe auch bei mehreren geöffneten Fenstern gleich, dadurch belastet würde nur der Grafikspeicher. Direct2D beschleunige die Grafikausgabe zusätzlich. Voraussetzung dafür seien Treiber nach dem WDDM 1.1-Standard, die für ältere Intel-Chipsätze noch nicht verfügbar seien. Bei Chips von ATI oder Nvidia bestehe das Problem nicht.

Auf Netbooks nicht optimal

Laut den Testern laufe Windows 7 nicht optimal auf dem eingesetzten Lowend-Gerät (ein MSI Wind Netbook). Microsoft dürfte dieses Fazit nicht gefallen, da man Windows 7 gerade auch an die boomenden Netbooks adressieren will. Laut den Redmondern seien auch die umfangreicheren Versionen des OS für die schwächeren Geräte geeignet und nicht nur die Starter Edition. (red)

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