Island und Kroatien

Spindelegger für EU-Beitritt

27. Juli 2009 10:53

Schweden sieht gute Chancen für baldige Aufnahme Islands - Gloser: Menschenrechtslage im Iran "inakzeptabel"

Brüssel - Außenminister Michael Spindelegger (ÖVP) hat sich für einen gemeinsamen Beitritt Islands und Kroatiens zur Europäischen Union ausgesprochen. Island habe durch die EFTA-Mitgliedschaft gute Voraussetzungen für den Beitritt. Man dürfe jedoch Island nicht alle Tore öffnen und die Staaten des Westbalkans benachteiligen, sagte Spindelegger am Montag vor dem Treffen der EU-Außenminister in Brüssel. So sei Österreich auch dafür, dass Albanien weiter in Richtung EU geht.

Die schwedische EU-Ratspräsidentschaft sieht gute Chancen für eine baldige Aufnahme Islands. Es gebe keine "Schnellspur" für das Land, "aber die Strecke, die Island zurücklegen muss, ist kürzer" als bei anderen Beitrittskandidaten, sagte der schwedische Außenminister und amtierende EU-Ratsvorsitzende Carl Bildt. Island sei Mitglied des Gemeinsamen Marktes und des Schengen-Raums und habe dadurch bereits einen Teil der Strecke zurückgelegt. Als große Herausforderung auf dem Weg Islands in die EU nannte Bildt die Fischereipolitik.

"Entscheidung in der Substanz"

Die EU-Außenminister beraten am Montag erstmals über das EU-Beitrittsgesuch Islands. Nach Angaben von EU-Diplomaten soll die Kommission aufgefordert werden, ein Gutachten über den isländischen Beitrittswunsch vorzulegen.

Hinsichtlich der Verhandlungen über die Weitergabe von Bankverbindungsdaten an die USA betonte Spindelegger, dass datenschutzrechtliche Bestimmungen eingehalten werden müssten. "Der Datenschutz spielt eine besondere Rolle." Der deutsche Europa-Staatssekretär Günter Gloser erklärte, dass es bei den Beratungen am Montag nicht um eine "Entscheidung in der Substanz" gehe, sondern um ein Mandat der EU für Verhandlungen. Die EU-Außenminister wollen am Montag laut Diplomaten ein Verhandlungsmandat für die EU-Kommission beschließen. Ziel der Verhandlungen ist es, den USA auch in Zukunft Zugriff auf die vom Finanzdienstleister SWIFT gespeicherten Daten zu gewähren.

Iran und Graf

Gloser übte heftige Kritik an den iranischen Behörden. Die Menschenrechtslage im Iran sei "inakzeptabel". Die Berichterstattung werde eingeschränkt und Journalisten würden festgenommen. Man müsse über "Handlungsoptionen" nachdenken, wenn sich die Lage im Iran nicht bessere, so Gloser. "Wir wünschen aber keine neuen Sanktionen", fügte er hinzu.

Spindelegger wies erneut den Vorstoß des Dritten Nationalratspräsidenten Martin Graf (FPÖ) nach einer Volksabstimmung über eine Rückkehr Südtirols nach Österreich zurück. "Das ist nicht im österreichischen Sinn." Die Aussagen von Graf seien ein Vorstoß, der parteipolitisch motiviert sei. Es sei nicht angebracht, die gutnachbarlichen Beziehungen mit Italien zu trüben, betonte Spindelegger. Beim EU-Außenministerrat werde dies im Gespräch mit seinem italienischen Amtskollegen Franco Frattini sicherlich ein Thema sein.(APA)

Klejdi
31.07.2009 13:02
Albanien ist eine Reise wert! Jeder der Zweifel an die Reife Albaniens hat, hat Albanien nie besucht. Man sollte Albanien sehen und erst dann Urteilen:

Warum also nicht einmal nach Albanien fahren und sich vor Ort überzeugen, wieweit das Land und seine Menschen an das Europa der 25 EU-Staaten herangerückt sind?


http://diepresse.com/home/kult... d=18094281

http://www.ora-online.ch/index.php... aubs-check

http://pressemitteilung.ws/node/164955

Wähler Wille
10.08.2009 11:49
2 Fehler in Ihrem Posting:

Die EU hat 27 Mitlgiedsstaaten

Und Albanien ist das rückschrittlichste Land Europas.

http://manu.theoffside.com/files/2009/01/2mci0y.jpg
28.07.2009 19:59
ja, so stellt sich adolfo die große welt vor ...

ich dachte island kann nicht auf sankt nimmerlein warten ...?

mfg

Baer8
28.07.2009 12:19
Entscheiden sollte die isländische Bevölkerung...

über die will man offensichtlich nach der üblichen Eu-Manier drüberfahren. In der gegenwärtigen Wirtschaftskrise ist für jeden ganz klar zu sehen, daß die EU nichts zur Bewältigung derselben zustande bringt. Die Arbeitslosigkeit steigt und eine Ende der Probleme ist nicht abzusehen. Ohne EU wären die globalisierten Spekulationen nicht in diesem Ausmaß möglich gewesen und die Krise hätte nicht so durchschlagend um sich gegriffen. Den Isländern ist nur zu empfehlen sich von diesem seltsamen Konstrukt fernzuhalten.

waeldar
28.07.2009 17:19

so wie ich das mitbekommen habe, wird das auch der fall sein. und da kann es durchaus sein, dass die abstimmung dann nicht mehr so glatt läuft. in zwei, drei jahren hat sich die wirtschaft wieder erholt und die isländer werden dann über die eu wieder anders denken.

waeldar
27.07.2009 11:35

so ist richtig! jetzt kann österreich auch endlich einmal veto einlegen schliesslich wurden milliardeninvestitionen in kroatien getätigt. wie damals zu beginn der verhandlungen, wo mann diese mit kroatien nicht aufnehmen wollte, weil dies und jenes nicht gepasst hat.
dann schauen wir mal wie weit man mit dem gegenseitigen vetos in der union weiterkommt.
danke österreich!

a grünes stricherl
 
27.07.2009 14:12
welchen bericht haben sie gelesen?

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