Microsoft schwächt Anti-Apple-Werbung ab

27. Juli 2009, 10:48
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Die Redmonder ändern einen Spot, um auf die gesenkten Preise der Macbooks einzugehen

Nachdem Apple dem Erzrivalen Microsoft mit seinen Anwälten gedroht hat, fahren die Redmonder nun offenbar in ihren "Laptop Hunter"-Werbespots etwas zurück. In den Clips liegt der Fokus darauf, potentiellen Kunden vorzuführen, dass Notebooks von Apple bei gleicher Ausstattung wesentlich teurer seien als Geräte anderer Hersteller mit Windows. Den neuesten Spot hat Microsoft diesbezüglich nun offenbar auf Betreiber Apples geändert.

"Macs sind cool, aber zu teuer"

In den "Laptop Hunter"-Spots von Crispin Porter & Bogusky schickt Microsoft vorwiegend junge Leute los, um sich für maximal 1000 Dollar ein Notebook auszusuchen, das ihren speziellen Anforderungen entsprechen soll. Im ersten Spot marschierte Testimonial "Lauren" zunächst in einen Apple-Store, um kurz darauf festzustellen, dass Macs zwar cool aber für sie zu teuer seien. Auch in den darauffolgenden Clips gab es immer wieder Seitenhiebe für den höheren Preis der Macbooks.

"Viel Geld für die Marke"

Seit Start der Kampagne im März hat Apple allerdings die Preise für seine Macbooks gesenkt und will das nun auch von Microsoft berücksichtigt sehen. Für Microsoft ist Apples Drohung ein Beweis dafür, dass die Spots funktionieren. Laut dem Branchenmagazin AdAge sollen die Redmonder nun im letzten Spot nachgebessert haben. Eine Anmerkung, dass ein bestimmter Mac 2.000 Dollar koste, sei gestrichen worden. Stattdessen heißt es nun nur mehr, dass man wohl viel für die Marke alleine bezahle. Der originale Spot sei entfernt worden, auf YouTube ist er freilich noch zu finden.

Fokus unverändert

In einer Stellungnahme gegenüber AdAge bestätigte eine Microsoft-Sprecherin, dass man diese kleine Änderung vorgenommen habe, um den Spot an die aktuellen Preisänderungen von Apple anzupassen. Der Fokus der Kampagne werde dadurch aber nicht verändert. Im Spot sei es zwar nur eine kleine Änderung, doch Microsoft habe damit vermutlich eine drohende Klage abwehren können, meint das Branchenblatt. Vergleichende Werbung sei nur erlaubt, wenn keine falschen oder veralteten Angaben gemacht werden. (red)

  • Microsoft nennt im aktuellen Latop Hunter-Spot keinen Preis mehr für die Macbooks
    foto: microsoft

    Microsoft nennt im aktuellen Latop Hunter-Spot keinen Preis mehr für die Macbooks

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