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Seit Wochen schon stichelt die ÖVP gegen die SPÖ. Und jetzt hat die SPÖ endlich eine Gelegenheit für eine Retourkutsche: Steuergeld verzockt! Unter ÖVP-Finanzministern! Das wird weidlich ausgenützt. Die Verlockung kann ich ja verstehen. Nur: Gemeinsam regieren, und dann täglich nach Gelegenheiten suchen, den Partner eins auszuwischen... Na, ich weiß nicht, ob das so ein gutes Konzept ist. Ich bin ja kein Fan der Großen Koalition, aber wenn es die schon einmal gibt, sollen die auch zusammen arbeiten. Zumal für die SPÖ ja eigentlich gelten sollte: Die ÖVP ist nicht der Gegner. Der Gegner ist der Rechtspopulismus. Denen wieder die Wähler abjagen, sollte Priorität haben. Aber ich fürchte, man gewinnt keinen einzigen Strache-Wähler, wenn man mit der ÖVP streitet. Das traditionelle Hickhack ist freilich auch ein bißchen systemisch in Koalitionen gleich großer Partner angelegt. Da ist man versucht, den Partner schlecht zu machen, damit man bei der nächsten Wahl eine Nasenlänge vorne liegt. Bei Koalitionen deutlich ungleicher Partner ist das kein Problem. Da ist klar: Der ist der Große, der der Kleine. Deshalb sind solche Koalitionen meist harmonischer. Österreichs Problem ist nur, dass sich eine solche Koalition heute nur unter Beteiligung sehr unappetitlicher Parteien ausgeht. Leider wird sich daran auch nichts ändern, wenn sich SPÖ und ÖVP wechselseitig tagein, tagaus versuchen, ein Bein zu stellen.
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... als Politiker hat man es ja wirklich schwer heutzutage.
Erstens sorgt man dafür, daß der eigene Einflußbereich und die eigene Verantwortung immer kleiner wird (Privatisierung).
Zweitens vertritt man Interessen von Lobbies, die sich nur in den allerseltensten Fällen mit jenen der Bevölkerung decken.
Drittens versucht man dann mit Spin-Doktoren, NLP Seminaren und Volksverblödungskampagnen sich so darzustellen, als würde man doch die Interessen der Bevölkerung vertreten.
(Die höhere Kunst ist, die Bevölkerung so zu verblöden, daß sie sich mit jenen solidarisiert, die ihnen das Geld aus der Tasche ziehen - Reichensteuer)
Natürlich blättert der Lack ab und die Fassade bekommt risse, aus denen der Populismus kriechen kann....
Wählerschaft derselben.
Wenn man schon einen Gegner konstruieren will, dann ist das jenes verdrehtes System, das jeden Wikel des öffentlichen Lebens der privaten Profitgier aussetzen will (vulgo mehr privat - weniger Staat).
Der Gegner ist jenes Steuersystem, wo die größten Gewinner der letzten Jahrzehnte kaum mehr Steuern zahlen müssen und die Erwerbstätigen die Hauptsteuerlast Tragen müssen.
Der Gegner ist jene Denkweise, wo man sich als ÖGB Präsident und Sozialminister nicht mal mehr traut für soziale Steuern einzutreten.
Der Gegner ist die Dummheit, Gier und Kurzsichtigkeit - und die könnens durch Kuscheln mit der ÖVP auch nicht lösen.
"Der Gegner ist der Rechtspopulismus."
Wieso denn das?
"Denen wieder die Wähler abjagen,...."
Das geht leider nicht Herr Misik. Jeder Österreicher, der Opfer von Ausländerkriminalität wurde wählt konsequent nur noch FPÖ.
Geld und Schmuck weg wegen Dämmerungseinbrecher, viele Österreicher fühlen sich in ihren eigenen vier Wänden nicht mehr sicher, Handtaschendiebstahl, Diebstahl durch Asylanten, türkische Frauen, die einheimische Frauen bespucken und auf den Boden werfen - all das beschert der FPÖ regen Zulauf.
Es liegt nicht an Strache und nicht am Rechtspopulismus, dass FPÖ gewählt wird.
alle entscheidenden posten mit unfähigen parteigängern besetzt, mit der zwingenden folge, dass die aufklärungsquote sinkt,
und jetzt wundert ihr bubis euch, dass jeder strauchdieb österreich als selbstbedienungsladen ansieht.
fpö und övp tragen die politische verantwortung für die situation.
absolut nichts anzubieten hat.
Wie wenig ihnen diese im Vergleich zu den eigenen Posten wert sind, haben sie ja eindrucksvoll unter Schüssel bewiesen.
Die FPÖ kann wirklich niemanden helfen, was sie sehr gut kann, ist eine Klasse zu schaffen, die noch weniger wert ist, als die Globalisierungsverlierer und jene, die kaum über die Runden kommen, oder diesem Milieu gerade mal entkommen sind.
Diese fühlen sich dann subjektiv besser, weils welche gibt, die noch weniger wert sind, auf die man hindreschen kann, während der eigentliche "Gegner" ganz woanders sitzt.
ja wenns denn nur die opfer von ausländerkriminalität wären, dann wäre die fpö kein thema in österreich.
vielmehr gehts bei den fpö wählern um rassismus und angst. durch bewusst falsch dargestellte sachverhalte suggeriert die fpö den menschen , dass jeder ausländer ein schlechter mensch ist usw.
ABER wenn sie sich integrieren dürfen sie eh da bleiben. die fpö is a trottel partie, so schauts aus und türkische frauen die österreichische frauen bespucken kennt in wirklichkeit niemand. sondern man ennt jemanden der jemanden kennt der das gesehen hat usw...
Ich wohne seit 6 Jahren in Wels, neben mir wohnt eine "Ausländische" Familie. Bei mir wurde noch nie eingebrochen, ich wurde noch nie zusammengeschlagen, ausgeraubt, bespuckt, angestänkert oder sonstiges. Weder von Alt- noch von Neuösterreichern.
Ihnen passiert das täglich? Oder hören Sie nur täglich von jemandem, der von jemanden gehört hat, der gehört hat...
"suggeriert die fpö den menschen , dass jeder ausländer ein schlechter mensch ist usw."
Österreich wird jedes Jahr von Millionen von Touristen - also Ausländern besucht, und niemand hält die für schlechte Menschen, auch nicht die FPÖ. Die Vereinfachungen, die Sie machen sind nicht zulässig.
"...türkische frauen die österreichische frauen bespucken kennt in wirklichkeit niemand..."
Der Fall ist in Innsbruck passiert, da wurde eine Politikergattin von türkischen Frauen bespuckt und auf den Boden geworfen. Außerdem wurde sie noch bedroht, ja keine Anzeige zu erstatten. Das alles wollen Sie aber nicht sehen, weil es nicht in Ihr Weltbild passt.
dass dort eine gewisse Politikerin von einer Muslimin angespuckt worden wäre,
hätte man ihr das gar nicht einmal übel nehmen können.
Ich halte es für moralisch zulässig, Verhetzerinnen anzuspucken.
(Auch wenn's grindig ist.)
Sie malen hier ja ein Bild marodierender weiblicher Türken-Gangs, die alles bespucken, was ihnen über den weg läuft.
Es gibt natürlich genügend kulturelle Integrationsprobleme, die man ansprechen muss und wo man natürlich auch von den Minderheiten Anpassung / Toleranz erwarten können muss.
Aber mit solchen Gschichteln daherkommen, die überhaupt keine Relevanz haben ist absolut kontraproduktiv und entlarvt sie als Rassisten.
Denn der Aufregen in Ihrer Story ist ja nicht das Bespucken an sich, sondern daß es türkische Untermenschen gewagt haben unsere Herrenrasse anzugreifen. Denken sie mal drüber nach....
...Die Türkinnen, die angepöbelt, angespuckt werden, denen von "liebe" Österreicher und - innen das ach so böse Kopftuch vom selbigen gerissen werden, die sind Ihnen keinen Halbsatz wert,Herr Jacob "Löwenstein".
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