Chinesisches Staatsfernsehen sendet auf Arabisch

26. Juli 2009, 18:36

Das 24-stündige Programm wird in 22 Ländern des Nahen und Mittleren Ostens sowie in Afrika ausgestrahlt

Das staatliche chinesische Fernsehen hat am Samstag einen arabischsprachigen Sender in Betrieb genommen. Sein 24-stündiges Programm wird in 22 Ländern des Nahen und Mittleren Ostens sowie in Afrika ausgestrahlt und erreicht fast 300 Millionen Menschen, wie der Sender CCTV bekanntgab. CCTV-Vizepräsident Zhang Changming erklärte, der Kanal diene als wichtige Brücke, um das Verständnis zwischen China und der arabischen Welt zu stärken.

CCTV sendet außerdem in Mandarin (Hochchinesisch), Englisch, Französisch und Spanisch, geplant ist auch ein russischer Kanal. Die Regierung in Peking will das Profil von CCTV, des KP-Zentralorgans "Renmin Ribao" (Volkszeitung) und der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua mit Expansionsmaßnahmen stärken. Laut einem Bericht der Hongkonger Zeitung "South China Morning Post" sind dafür 45 Milliarden Yuan Renminbi (4,6 Milliarden Euro) vorgesehen.

"Bild einer starken und neuen Nation zeigen"

Der Sendestart ist Teil der Anstrengungen der staatlichen Medien um ein gutes Bild von der Volksrepublik im Ausland. "Wir müssen unsere Sendekapazitäten ausbauen, um weltweit die öffentliche Meinung positiv zu beeinflussen und einen guten Eindruck von unserem Land zu vermitteln", hatte KP-Propagandachef Politbüromitglied Li Changchun erklärt. "Wir müssen der Welt das Bild einer starken und neuen Nation zeigen". Die Nachrichtenagentur Xinhua (Neues China) will weitere Auslandsbüros eröffnen. Die Korrespondenten unterstehen nach westlichen Abwehrerkenntnissen dem zentralen Spionagedienst ("Diaochabu") und erhalten ihre Instruktionen vom Staatssicherheitsministerium und von den ZK-Abteilungen für Agitation und Propaganda.

Nach den jüngsten blutigen Unruhen in Xinjiang soll die "Al-Kaida im Islamischen Maghreb" zu Vergeltungsschlägen gegen Chinesen aufgerufen haben, die im Ausland lebten, 50.000 von ihnen allein in Algerien. Die chinesische Führung behauptet, dass es zwischen uigurischen Separatisten und Al-Kaida Verbindungen gibt. (APA)

mrichter1
04
27.7.2009, 09:56
China vs. Al-Kaida?

Aber gerne..

Bitte wenden Sie sich an das Salzamt.
01
26.7.2009, 21:25

das ganze läuft dann unter dem motto "dictatorship goes sharia"

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