"Gsiberger" wollen in Landtag

26. Juli 2009 17:55

Vorarlberger Bündnis optimistisch: Drei Mandate als Ziel

Hohenems - Die „Gsiberger" wollen in den Landtag. Das Wahlbündnis von fünf Kleinparteien und Initiativen unterschiedlicher Ausrichtung möchte gemeinsam die Fünf-Prozent-Hürde schaffen.

Was den Wahlkampfauftakt anbelangt, hat die neue Gruppierung die etablierten Parteien abgehängt. Während alle anderen erst im August so richtig mit der Wahlwerbung für die Landtagswahl am 20. September beginnen, starteten die Gsiberger bereits vergangenen Freitagabend. Den sintflutartigen Regengüssen trotzte beim „Sommerfest" aber nur eine kleine Gruppe Unverdrossener. Darunter auch Gastredner Hans-Peter Martin. Der EU-Abgeordnete nannte als wichtigste Gegner der „Gsiberger" die Grünen und die Roten. Denn beide würden durch ihre Politik Menschen direkt in die Arme der Strache-FPÖ treiben, kritisierte Martin.

Das Bündnis besteht aus Vau-heute (linksalternative Grün-Unzufriedene), der Migrantenliste Neue Bewegung für die Zukunft NBZ, die in der Arbeiterkammer, wo sie seit 1999 vertreten ist, immer wieder Nähe zur ÖVP zeigt, den Buntkarierten aus der Homosexuellenbewegung, der KPÖ und Selbstermächtigungs-Initiativen.

Gesammelt wurde die bunte Truppe von Bernhard Amann, Enfant terrible der Vorarlberger Politik. Der Drogenberater und Hohenemser Stadtvertreter macht als Spitzenkandidat auf Optimismus: Drei Mandate, Klubstärke, nennt er als Ziel. Es sei an der Zeit, dass „die Leute im Dunkeln, die Marginalisierten, endlich präsent werden". Die „selbsternannten Staatsparteien und ihre Rituale" hätten ausgedient, Betroffene wollten nun selbst Politik machen.

Adnan Dincer, Chef der NBZ, zieht das Wahlbündnis einer eigenen Kandidatur vor. Für den Zweitgereihten beginnt der Wahlkampf in der Migrantenszene allerdings erst im August. „wenn alle wieder aus dem Urlaub aus der Türkei zurück sind".
Bei der Landeswahl 2004 erreichten die damals kandidierenden Kleinparteien - darunter auch Amanns Vau-heute - in Summe fünf Prozent. (jub/ DER STANDARD Printausgabe, 27.7.2009)

 

Kommentar posten
20 Postings
John Smith
11.08.2009 19:15
Und die Schnittmenge?

Schwule, links alternative grüne unzufriedene Migranten?
diese Wahl wird das ultimative Coming Out der Xiberger.

Placebo
 
07.08.2009 22:43
Die islamistische NBZ und die Homosexuellen. Eine Zwangsehe.

WDPP
28.07.2009 21:50

Bin gespannt ob man Chancen hat

Der Große von Gegenüber
27.07.2009 13:13

Sitzen nicht schon genug Gsiberger im Landtag?

Ar Mutschgerl
27.07.2009 10:52
Wie peinlich

anton-aus-tyrol
 
27.07.2009 09:21
Gsiberger - Xiberger?

I hab dacht, de schreibt ma mit an X, so kenn I des vo de Xiberger Feschtln...

Quintus Beckloeffel
27.07.2009 13:18
Ob Gsi oder Xi...

...der betreffende -berger ist ohnehin am Aussterben bzw. mutiert gerade zum Warberger und geht aufgrund der staatlichen Zerstückelung des alemannischen Sprachraumes nach und nach im sprachlichen Einheitsbrei der politischen oder medialen Hegemonialzentren auf.

fachnase
28.07.2009 00:36
Alemannö

Heascht eh reacht, abr as git noh a Paaar Ufreachte, grad Zodoröbira und Zluschtnou.

Quintus Beckloeffel
28.07.2009 08:10
Neulich an der Bushaltestelle:

"WARscht gescht ou ufm XIbergerfäscht?"

Jojo07
27.07.2009 11:08
Kann man so und so schreiben ...

Da sich "gsi" vom hochdeutschen "gewesen" ableitet (im Sinne von: Ich bin dort und dort "gewesen"), geht das "gsi" schon in Ordnung!

Mit dem "Xi" würde man vermutlich, ähnlich wie bei "VolXmusik" eine etwas andere Einstellung zum "Vorarlbergertum" signalisieren, eine eher alternativ-kritische. Und vielleicht wollen das die Proponenten von "Gsi" gerade nicht - nur da fragt man die Proponenten lieber selbst.
Außerdem finde ich, dass das "Xi" doch etwas zu sehr an chinesische Lautzeichen erinnert ...

an kog
27.07.2009 09:42

Ich schreibe es mit X, aber man kann/muss es schreiben wie man es will, weil es keine Regeln für die Schreibweise "des Vorarlbergerischen" gibt.

der ohne grossbuchstaben auskommt
27.07.2009 11:56

regeln gibt es keine, stimmt. aber aus logischer sicht ist "gsi" richtig. beispiel:

mir sind gsi (kommt ja von gewesen, und nicht von xewesen)

klanglich entspricht es aber einem x, wema also im dialekt schriebt, ischs "x" scho recht... ;=)

an kog
27.07.2009 13:10

Sie haben da völlig recht, aber für den Nimbus des exotischen ist das x weit hilfreicher und darum, vor allem außerhalb des alemannischen Raumes, unbedingt vorzuziehen, odr.

numu
 
27.07.2009 00:33
Der EU-Abgeordnete nannte als wichtigste Gegner der „Gsiberger" die Grünen und die Roten. Denn beide würden durch ihre Politik Menschen direkt in die Arme der Strache-FPÖ treiben, kritisierte Martin.

da muss man ihm einfach recht geben.. obwohl s mit lokalpolitik wirklich nichts zu tun hat..

ich bin´s
26.07.2009 21:28
meine stimme!

also meine stimme haben sie!!!

criticus maximus
27.07.2009 10:50
meine auch, wenn's net grad den amann vorne hin gesetzt hätten

so muss ich noch nachdenken.
amann ist ein selbstverliebter provokateur, intolerant allen anderen gruppierungen und meinungen gegenüber, immer mit braven "ja-sagern" umgeben die ihm ja nicht widersprechen dürfen.

Dietmar-Ludwig Waldhelm
 
02.08.2009 07:15
Sehe ich nicht so !

Provokateur schon möglich, aber nicht selbstverliebt und intolerant. Er schätzt andere Meinungen und ist jederzeit für eine offene, ehrliche Diskussion bereit.

der Nachtkönig
26.07.2009 20:59
A bisserl Gsi schadet nie!

;-)

mfg

pumuckl
27.07.2009 08:29

:)

Aber wenn schon, dann a "kläle Gsi".

des geht si scho aus
26.07.2009 19:30

bin ja scho gespannt auf die wahlen, wuensch euch im westen auf jeden fall alles gute und beste fuer den einzug!
bin ja auch schon am ueberlegen euch in welcher weise auch immer im wahlkampf zu unterstuetzen.

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