Verscharrte Opfer der Stroessner-Diktatur gefunden

24. Juli 2009 18:26
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    Foto: reuters

    Innenminister Rafael Filizzola schloss weitere Leichenfunde nicht aus.

Präsident Lugo nennt Fund "Zeugnis der Barbarei und Grausamkeit" des früheren Regimes

Asunción - In Paraguay sind auf dem Gelände einer Polizeikaserne Leichenreste von zwei Opfern der Militärdiktatur unter Alfredo Stroessner (1954-1989) entdeckt worden. Der paraguayische Präsident Fernando Lugo, der am Freitag die Fundstelle in der Nähe der Hauptstadt Asunción besichtigte, sagte, die Entdeckung zeuge von der Barbarei und Grausamkeit des Stroessner-Regimes.

Er hoffe, dass der Fund mehr Licht in die dunkle Zeit der Diktatur bringe. "Die Ausgrabung dieses schmerzvollen Teils der Geschichte des Landes ist für viele nicht angenehm." Innenminister Rafael Filizzola sagte, es sei mehr als sicher, dass es sich bei den Leichen um verfolgte, gefolterte und ermordete Opfer des Diktatur handle. Er schloss nicht aus, dass noch mehr Leichen gefunden werden. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wurde die Suche nach weiteren Opfern auf dem Gelände fortgesetzt.

Berüchtigter Kerker

Menschenrechtler stuften den Fund als sehr wichtig für die Suche nach Wahrheit über die Diktatur-Zeit ein. Die Leichen hätten sich nicht in einem Sarg befunden. Alles weise auf eine heimliche Bestattung hin, sagte der Rechtsanwalt und Menschenrechtler Carlos Portillo. Es wird vermutet, dass es sich bei einem der Opfer um einen argentinischen Regime-Gegner handelt, der seinerzeit im berüchtigten "Emboscada"-Kerker unweit von Asunción inhaftiert war.

Der deutschstämmige Stroessner hatte sich 1954 in Paraguay an die Macht geputscht und das Land 35 Jahre lang bis 1989 mit eiserner Faust regiert. Die Diktatur des Generals gilt als eine der brutalsten Südamerikas. Während seiner Zeit kam es zu Folterungen, Entführungen und Morden von Regimekritikern. Menschenrechtler machen den 2006 im brasilianischen Exil gestorbenen Stroessner für insgesamt 900 Morde in Paraguay verantwortlich. (APA/dpa)

wider den rechten Kanaillen
25.07.2009 13:22
Wenn der Spuk in Honduras nicht bald beendet wird,

wird man in Honduras, in 20 Jahren, die entsprechenden Gräber finden.

Com Pirx
25.07.2009 21:06

Es sollte Ihnen eher eine Lehre dafür sein, was passiert, wenn Präsidenten sich die Wiederwahl mit allen Mitteln verschaffen möchten.

Raptor Jesus
29.07.2009 17:37
Schau mal wie oft die Putschisten gegen die Verfassung verstoßen haben, seit diese beschlossen haben, die Verfassung zu beschützen

Ernst Guevara
26.07.2009 11:10
com pirx

sucht wieder einmal rechtfertigungsgründe für massenmord?

Com Pirx
26.07.2009 13:30

Schauen Sie mal nach, wie oft sich Strössner der Wiederwahl gestellt hat.

flöten spielerin
25.07.2009 09:44
war der Stroessner Österreicher?

hießer er nicht früher Worlitzky und war in Sobibor?

Jo eh...
03.10.2010 00:11

Sein Vater war ein Einwanderer als Bayern...

mistvieh666
24.07.2009 23:58

praguay ist eines der aermeren laender in suedamerika.
2008 ist die colorado partei der grossgrundbesitzer, die seit 1948 an der regierung ist und die auch stroessner unterstuetzte, abgewaehlt worden.
http://de.wikipedia.org/wiki/Part... (Paraguay)
und, gefuehlskalt betrachtet, 3000 tote (400 offiziell) in 35 jahren ist boese aber nicht schrecklich, da gibts schlimmeres, auch in suedamerika.
http://de.wikipedia.org/wiki/Stroessner
(das war jetzt keine analyse sondern eine aufforderung etwas zur situation zu sagen)

Thomas Arnoldner
 
08.08.2009 08:44

hahaha es sind zigtausende unter dem stroessner regime gestorben
die zahlen werden wie immer vom regime und vom cia runtergezählt

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