Österreichs Seen werden wärmer

23. Juli 2009, 15:54
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    foto: archiv wörthersee tourismus

    Die mittlere Temperatur des Wörthersees wird zur Badezeit im Durchschnitt von heute 22,3 Grad auf 24 Grad steigen.

Studie: Die Wassertemperatur an der Oberfläche zur Badezeit steigt

Wien - Die heimischen Seen werden wärmer: Bis zum Jahr 2050 wird die Wassertemperatur an der Oberfläche zur Badezeit im Schnitt um zwei Grad steigen, ergab eine von den Bundesforsten in Auftrag gegebene Studie. Dafür untersuchte Studienautor Martin Dokulil vom Institut für Limnologie der Akademie der Wissenschaften in Mondsee zwölf heimische Seen und orientierte sich einerseits an bestehenden Temperaturaufzeichnungen der Seen und andererseits an dem Verhältnis zwischen Lufttemperatur und Wassertemperatur. Er stellte fest, dass die Oberflächenwassertemperaturen in der Badezeit (Juni bis September) teils deutlich zunehmen werden.

Aus manch einem reinen "Segel-See", der derzeit nur für besonders Motivierte zum Schwimmen einlädt, wird künftig ein Badesee werden, errechnete Dokulil. So wird der Traunsee im Jahr 2050 mit 19 Grad Durchschnittstemperatur beispielsweise den Attersee mit seiner heutigen Temperatur von 18,8 Grad übertreffen.

Kärntner Seen

Am wärmsten werden die heute schon nicht gerade kühlen Kärntner Seen. Die mittlere Temperatur des Wörthersees wird laut der Studie im Durchschnitt von heute 22,3 Grad auf 24 Grad steigen, jene des Ossiacher Sees von 21,8 Grad auf 23 Grad. In besonders heißen Saisonen könnte die Temperatur solcher Gewässer durchaus auch höher sein, so Dokulil: "Gerade in Kärntner Seen können auch 28, 29 oder 30 Grad auftreten."

Angenehme Badetemperaturen werden künftig der Fuschlsee und der Attersee in Salzburg haben: 2050 werden sie durchschnittlich 22 bzw. 21 Grad haben.

Fische

Für die Fische ist dies relativ unbedenklich, betonte der Gewässerforscher. Die Prognosen würden nur die oberste Wasserschicht betreffen. Die Fische müssten daher vereinfacht gesagt einfach in tiefere und kühlere Schichten abtauchen.

Eine Erwärmung der Seen ist laut Dokulil bereits seit den 60er Jahren erkennbar. Seitdem seien die Temperaturen kontinuierlich gestiegen, eine Beschleunigung der Entwicklung sei nicht zu verzeichnen.

Beratungen

Die Österreichischen Bundesforste und die Österreich Werbung (ÖW) wollen mit der Studie nun in einen Informationsprozess treten. "Wir werden mit den betroffenen Regionen beraten, was damit zu tun ist", sagte ÖW-Geschäftsführerin Petra Stolba. Dass man es auch positiv sehen könne, wenn künftig auch in bis dato kühleren Seen Badetemperaturen herrschen, getraute sich Bundesforste-Vorstand Georg Schöppl nicht zu beurteilen. "Man könnte sehr salopp sagen, dass es ein Vorteil ist, wenn man im Traunsee schwimmen kann", allerdings seien ja gerade Seen ein sensibles Ökosystem, auf das man besonders achten müsse.

Konkrete Gegenmaßnahmen sind ohnehin nur in einem größeren Kontext möglich, meint Dokulil: Entgegenwirken könne man auch der Seeerwärmung nur mit Klimaschutz, betonte er. (APA/red)

Link
Österreichische Bundesforste: Klimastudie Seen (pdf-File)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 74
1 2
Anton Friesl
12
Was für ein Schwindel.,.

aber wer wird sich 2050 noch daran erinnern?

Prophezeihungen für die ferne Zukunft sind kinderleicht und völlig risikolos.

http://tinyurl.com/lrbcqk

Thomas Felder
00
28.7.2009, 14:20
finde ich

gut

Bombayflüchtling
21
24.7.2009, 13:24

Gemessene Temperaturen oder bekanntgegebene Temperaturen? Weil: Die Temperaturen, die am Badesee selbst oder über die Medien verbreitet werden, sind tendentiell 2-3 Grad höher als jene, die man fühlt oder selbst misst. :-)

peter schmidt
 
11
24.7.2009, 12:57
das kann auch damit zu tun haben das die seen tendenziell immer kleiner werden

weil viele leute ihre grundstücke etwas vergrößeren.

alte frau
02
24.7.2009, 12:39

wärmere seen sind unbedingt notwendig. eine gute entwicklung.

duke box
10
25.7.2009, 09:55

haben sie im heim keine badewanne?

alte frau
01
25.7.2009, 11:10

mir gehört die adria.

H. G.
41
24.7.2009, 09:33
für wie dumm halten sie uns eigentlich?

bitte, wo gibt es bergseen mit 30° C? - ausser sie werden aus einer thermalquelle gespeist.
die verdunstung und die damit einhergehende energieumwandlung müsste genügen um solche Temperaturen nicht zuzulassen.

AlterEgo
 
12
24.7.2009, 11:27

Häh? Seit wann ist z. B. der Wörthersee ein Bergsee? Das wäre mir neu!

Und bezgl. der Energieumwandlung würde ich mich auch um weitere Erläuterungen freuen. Klingt nach einer interessanten Theorie.

malus sylvestris
00
25.7.2009, 14:58
ad Energieumwandlung

Beim Übergang von flüssigen Wasser zu gasförmigen Wasser wird Wärmeenergie konsumiert. Diese wird beim Kondensieren wieder frei....

AlterEgo
 
00
10.8.2009, 12:58

Ja schon, aber diese Umwandlung verhindert doch nicht, dass ein Bergsee 30°C heiß wird, wie es H. G. geschrieben hat!

AlterEgo
 
34
24.7.2009, 08:47
"Klimaschutz" = Menschenschutz


Ich halte das Wort "Klimaschutz" für problematisch, weil es am Kern der Sache vorbeigeht. Das Klima muss man nicht schützen, denn Klima wird es immer geben und hat es immer gegeben.

Wenn wir schon von der Vermeidung einer hausgemachten Klimaerwärmung reden, dann geht es um MENSCHENschutz und den Schutz unserer Nachfahren.

Ähnlich ist es mit dem Begriff "Erderwärmung". Viele glauben tatsächlich, dass die Erde wärmer wird, dabei geht es um die oberflächennahe Atmosphäre und Ozeane.

Es geht mir hier nicht um i-Tüpfel-Reiterei, sondern darum, dass diese Schlagworte das Verständnis der Menschen prägen und dadurch teilweise in die Irre führen.

Christian Schwarz6
 
01
26.7.2009, 00:47

....jaja - wir sind bald die katze auf dem heißen blechdach, wenn wir so weitermachen

peter schmidt
 
00
24.7.2009, 13:08
Ich halts aber doch für eine lässliche sünde

das man erderwärmung sagt und damti jene bereiche in denen menschen leben oder sich zumindest zeitweise aufhalten meint.


kdalaryd
01
24.7.2009, 11:44

Mike Hulme
"Why we disagree about climate change"

ist ziemlich neu, wahrsch. noch nicht in der Bibliothek, also bestellen Sie es sich. Sie werden es sehr interessant finden. Versprochen:)

Klaus Ermecke
 
83
24.7.2009, 09:24
Menschenschutz - wovor?

Ihre Überlegung zur Begriffswahl ist sehr gut: ihre Umsetzung würde helfen, die derzeit m.E. völlig irrationale Diskussion viel besser zu sortieren und auf den Punkt zu bringen. Dadurch würde nämlich klarer werden, daß der Mensch verschiedenen Gefahren ausgesetzt sein könnte: der sehr umstrittenen "Klimagefahr" zum einen und der Gefahr der Verarmung und des zivilisatorischen Niedergangs durch hektischen "Klimaschutz" zum anderen.

Carcharodon
 
14
24.7.2009, 15:07
Oder sollte man den CO2-Ausstoß nur deshalb nicht zu "hektisch" reduzieren...

...weil zuvor einige Wenige noch Milliarden mit den noch vorhandenen fossilen Energiereserven verdienen können?
Das bissi Risiko, den Rest auch noch in die Atmosphäre zu feuern, können wir doch eingehen, oder?

peter schmidt
 
110
24.7.2009, 13:19
Ich verstehe die sinnhaftigkeit der diskussion nicht ganz.

es gibt 2 varianten a) klimwandel findet durch den menschen verursacht statt (ich schätze die wahrscheinlichkeit dafür auf 90 prozent)

b) stimmt gar nicht klimwandel ist zufall. aber auch wenn es so ist wirds wohl trotzdem gut und richtig sein weniger co2 hinauszublasen die abhängigkeit von öl/kohle zu beenden und auf alternative energie zu setzen.etc.etc.

diejenigen wege die den klimawandel stoppen sollen sind jedenfalls die richtigen, selbst wenn man sich in diesem einen punkt täuschen sollte.

oder gehts hier nur um "ich bin dagegen weil dagegen sein so intellektuell ist"? oder um geld?

velvet80
35
24.7.2009, 14:16
jeder denkende Mensch hat inzwischen kapiert dass ein Umstieg

auf erneuerbare Energien das einzige Szenario ist bei
dem wir in jedem Fall gut aussteigen. Manche Leute hier glauben das ignorieren zu können oder "obergscheit" zu sein.

Aber keine Sorge, diesen Leuten hört niemand zu. Viele Entscheidungsträger haben das auch schon kapiert, nur das zählt.

Klaus Ermecke
 
03
27.7.2009, 14:03
Erneuerbarer Verstand?

Heute morgen brachte B5 aktuell eine Meldung, daß in Schwandorf in Bayern der Bau eines großen Gasturbinenkraftwerks per Volksentscheid verhindert worden ist. Dieses Kraftwerk war ausdrücklich damit begründet worden, daß es im Zuge der Einführung "erneuerbarer Energie" benötigt werden würde. Und das ist nämlich die Wahrheit, die die ewiggestrigen Windmühlennostalgiker nicht hören wollen: Zum Betrieb eines Stromnetzes braucht man nicht Energie, sondern LEISTUNG, d.h. einen über die Zeit hinweg planbaren Energiepegel. Weil aber der Wind schwankt und keine planbare Leistung liefert, muß man das Netz mit den schnell steuerbaren Gasturbinenkraftwerken auspegeln. Am Ende kommen dann in D. 11% des Stroms aus der Mühle, und 89% aus dem Gas.

Klaus Ermecke
 
33
24.7.2009, 13:41
"Klimawandel" und die Sinnhaftigkeit der Diskussion

Ich würde die Fragestellung auf zwei andere Alternativen zuspitzen:

a) IR-aktive Gase (vulga "Treibhausgase", unter Einschluß des CO2 ERWÄRMEN die Erde, oder

b) IR-aktive Gase KÜHLEN die Erde.

Meiner Auffassung nach läßt sich relativ einfach aufzeigen, daß die IR-aktiven Gase die Erde KÜHLEN. Damit erübrigen sich die mittlerweile mit Milliarden finanzierten "Klimamodelle" ebenso wie die ganzen Lastwagenladungen von Studien voller Spekulationen über angebliche "Klimafolgen"

Die Energiethematik sollte separat diskutiert werden. Bei Energie geht es m.E. um drei Kriterien, das sind
a) Versorgungssicherheit
b) Preis
c) Wertschöpfung im Inland.

Alle anderen Kriterien sollte man über Bord werfen, das "Klima" ebenso wie "Erneuerbarkeit".

Andreas Bogeschdorfer
22
24.7.2009, 18:05
Ihre Logik ist keine.

Wenn Sie Kosten und Versorgungssicherheit wollen, ist das nicht ohne Erneuerbarkeit möglich. Denn jeder nicht erneuerbare, sich erschöpfende Rohstoff schafft eben keine bleibende Versorgungssicherheit und auch keine nachhaltige Leistbarkeit.

Außerdem ist ihre Preisfixierung unlogisch. Denn nicht Preise, sondern Kosten entscheiden. Bei fossilen Energien waren die Preise lange niedrig, die Kosten dennoch hoch. Wir haben als Steuerzahler die Infrastruktur gezahlt, zahlreiche Kriege, Umwelt- und Gesundheitskosten.

peter schmidt
 
11
24.7.2009, 14:24
dann kommen SIe ja im endeffekt zu den selben lösungen was energieträger betrifft

und warum "erneuerbarkeit" nicht zählen soll ist mir nicht ganz klar. wäre schon besser energiequellen zu haben die nicht versiegen (sonne, wasser, etc).

AlterEgo
 
25
24.7.2009, 11:13

Die Diskussion ist definitiv nicht irrational, denn der Mensch hat in verschiedenster Hinsicht die (Um)Welt verändert durch den verstärkten Ausstoß von Treibhausgasen wie Wasserdampf, Methan und Kohlendioxid, ganz zu schweigen von den irrsinnigen Mengen an Aerosolen.

Bevor du bedingst: ich kenne deine Meinung und will hier keine Diskussion über vergangenes Klima, den Einfluss von Vulkanausbrüchen, Formeln die ich eh nicht verstehe, oder korrupte Wissenschaftler führen.

Mir genügt die Meinung der Mehrheit der internationalen Forschergemeinschaft. Und die Forschung an den Unis IST frei, auch wenn das nicht ins Verschwörungsweltbild mancher Menschen passt.

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