SPÖ Vorarlberg stellt 10.000 Euro für Nachhilfe-Stunden zur Verfügung

23. Juli 2009 13:43

Parteichef Ritsch fordert flächendeckenden Nachhilfe-Unterricht an den Schulen

Bregenz - Die SPÖ Vorarlberg stellt rund zwei Monate vor der Vorarlberger Landtagswahl 10.000 Euro für Nachhilfe-Stunden zur Verfügung. Gegen Vorlage einer entsprechenden Rechnung erhalten betroffene Eltern die Hälfte der Kosten für den Nachhilfe-Unterricht ihrer Sprösslinge aus dem SPÖ-Fonds rückerstattet, höchstens aber 175 Euro pro Kind. Parteivorsitzender Michael Ritsch zeigte sich nach einem Gespräch mit Schullandesrat Siegi Stemer (ÖVP) optimistisch, dass Nachhilfe künftig flächendeckend in den Schulen Vorarlbergs angeboten wird.

Zwei Millionen Euro für Nachhilfe in Vorarlberg

Laut Ritsch legen Vorarlbergs Familien pro Jahr mehr als zwei Mio. Euro für Nachhilfe auf den Tisch. Betroffene Familien würden im Schnitt 350 Euro pro Jahr und Kind bezahlen. Das könne und müsse schnellstens geändert werden, erklärte der SPÖ-Politiker am Donnerstag in einer Aussendung.

Als "Musterbeispiel" für einen für die Eltern kostenlosen Nachhilfe-Unterricht führte Ritsch ein Dornbirner Gymnasium an, an dem Lehrer in einem sogenannten "Lerncontainer" Nachhilfe geben. Dabei wird der Zusatzunterricht aus einem Sondertopf gefördert. Ritsch fordert ein solches Modell für ganz Vorarlberg und war nach einem Gespräch mit Stemer optimistisch. Der Landesrat habe ihm gegenüber zugesagt, "noch im August" ein entsprechendes Konzept zu präsentieren. Damit sei auch die Bereitschaft verbunden, die notwendigen finanziellen Mittel zur Verfügung zu stellen. (APA)

 

Kommentar posten
20 Postings
Annemarie Veit
27.07.2009 12:39
...und als freiwillige

Gabe eine Spende für die marode Wahlkampfkassa!

Billigster, stupider und leicht durchschaubarer Popo-lismus!

zensur passiert
27.07.2009 03:29
naja, wenn die Nachhilfelehrer alle recht brav

ihr Nebeneinkommen versteuern....
Wäre doch eine Anfrage im Parlament wert, wieviel Steuereinnahmen kommen aus der Privatnachhilfe?

Doper
27.07.2009 09:53
Um die 20 Euro pro Stunde,

die Eltern bereit sind zu zahlen, geben sich nur Studenten und Unterrichtspraktikanten als Nachhilfelehrer her.
Einem Handwerker wird hingegen für jede Pfuschstunde 40 Euro oder mehr bezahlt.
Das Auto braucht man eben sofort wieder, aber der Schulabschluss der Kinder lässt noch Jahre auf sich warten.

Queen of Sheba
 
26.07.2009 19:26
Und nicht vergessen : die Gusenbauer-Nachhilfestunden !

Doper
26.07.2009 18:45
Nachhilfe im Singen der Sozialistischen Internationalen?

Agnostiker1
26.07.2009 15:28
Von allen guten Geistern verlassen ist die SPÖ-Vorarlberg.

Anstatt an dem Schulsystem zu arbeiten, macht die SPÖ diese Fehlleistung. Wie sollen denn die 10.000 € verteilt werden? An SPÖ-Mitglieder? Oder nach welchen Gesichtspunkten) Eventuell wer am besten das Parteiprogramm aufsagen kann?

Diese Aktion ist die pure Peinlichkeit, sie strotzt von Aktionismus, weil der Betrag, um nachhaltig helfen zu können, viel zu gering ist. Es ist schreiende Hilflosigkeit, wenn eine im Parlament sitztende Partei, Ihr Mitversagen auf diese einfältige Art und Weise demonstriert.

Peter Lustig2
26.07.2009 12:55

Gute Aktion! Mit dem zwar nur symbolischen Betrag bewegt sich die ziemlich rückständige Vorarlberger Regierung nun hoffentlich und sorgt dafür, dass Schüler und Jugendliche endlich besser gefördert und ausgebildet werden. Dazu gehört nunmal auch Geld für Nachhilfe.

mountaineer
25.07.2009 20:31

Ein Witz. So bezahlt der Steuerzahler die Nachhilfestunden für seine Mitbürger, deren Kinder faul, untalentiert, ungeeignet für einen Schultyp sind.
Aber das wird wohl die neue Solidarität sein, die sich die SPÖ vorstellt...

hagane
26.07.2009 08:13

Ich hoffe sehr, dass du niemals Kinder im schulfähigen Alter haben wirst.
Wenn du schon welche hast, hol dir dringend Hilfe.

Nik M
25.07.2009 14:02
Pro Schueler?

Kelborn
25.07.2009 09:16

Populisten. Scheitern wie mit ihrer Aktion gegen den Hafen...

GartenzwergmitMütze
25.07.2009 07:51
typisch SPÖ! wir haben ein Problem?: Geld her!!

aber so lässt sich auch der IQ von Herrn Ritsch nicht verbessern!!

zensur passiert
25.07.2009 03:40
amtliche Anerkennung, dass öst. Schulen unfähig sind

wie wäre es, endlich den Unterricht IN DEN SCHULEN zu verbessern. Dachte die Schüler sollten ihre Freizeit sinnvoll nutzen, wenn sie zviel davon haben, dann kann man ja auch den regulären Unterricht verlängern, aber Geldverteilung für Nachhilfestunden als offizielle Unterstützung gefällt mir gar nicht. Wieder einmal Scheinheiligtum!

h k
23.07.2009 21:02
Aus Steuermitteln?

etwa aus der Parteienförderung?

roterbruder
23.07.2009 21:22

wurscht, bevor damit unnötige wahlplakate, kugelschreiber und sonstiger tand angeschafft werden sind sie als nachhilfeunterstützung hundertmal besser angelegt.

Agnostiker1
26.07.2009 15:34
Mit einem Kugelschreiber kann man wenigstens schreiben.

Mit diesem parteienfinanzierten und somit aus Steuergeldern bezahlten Nachhilfe, die hinten und vorn nicht reicht, kann man rd.2.000 Nachhilfestunden bezahlen. Das bedeutet runtergebrochen auf den Schüler vielleicht 500 Schüler, denen man dieses Parteigeschenk zukommen lassen kann. Und nach welchen Kriterien wird die Auswahl getroffen. Ein nicht zu Ende gedachter intellektueller Rülpser.

h k
24.07.2009 15:50
nix wurscht

meine Einkommenssteuer will ich nicht dem Gutdünken populistischer Politiker überlassen

Quintus Beckloeffel
23.07.2009 16:26

Wieso haben die Lehrer Zeit, in Containern Nachhilfe zu geben? Die müssen doch so viel vor- und nachbereiten, dass sie praktisch eh schon keine freie Minute mehr haben!

uni kum
24.07.2009 11:31

Eigentlich müssten Lehrer ja zur Nachhilfe verpflichtet werden, damit sie wenigstens annähernd die in Österreich üblichen Arbeitszeiten erreichen.

E_Rybin
26.07.2009 23:00
Wenns so toll ist: werdens doch Lehrer

speziell in den Naturwissenschaften finden sich eh kaum neue Lehrer

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.