Parteichef Ritsch fordert flächendeckenden Nachhilfe-Unterricht an den Schulen
Bregenz - Die SPÖ Vorarlberg stellt rund zwei Monate vor der Vorarlberger Landtagswahl 10.000 Euro für Nachhilfe-Stunden zur Verfügung. Gegen Vorlage einer entsprechenden Rechnung erhalten betroffene Eltern die Hälfte der Kosten für den Nachhilfe-Unterricht ihrer Sprösslinge aus dem SPÖ-Fonds rückerstattet, höchstens aber 175 Euro pro Kind. Parteivorsitzender Michael Ritsch zeigte sich nach einem Gespräch mit Schullandesrat Siegi Stemer (ÖVP) optimistisch, dass Nachhilfe künftig flächendeckend in den Schulen Vorarlbergs angeboten wird.
Zwei Millionen Euro für Nachhilfe in Vorarlberg
Laut Ritsch legen Vorarlbergs Familien pro Jahr mehr als zwei Mio. Euro für Nachhilfe auf den Tisch. Betroffene Familien würden im Schnitt 350 Euro pro Jahr und Kind bezahlen. Das könne und müsse schnellstens geändert werden, erklärte der SPÖ-Politiker am Donnerstag in einer Aussendung.
Als "Musterbeispiel" für einen für die Eltern kostenlosen Nachhilfe-Unterricht führte Ritsch ein Dornbirner Gymnasium an, an dem Lehrer in einem sogenannten "Lerncontainer" Nachhilfe geben. Dabei wird der Zusatzunterricht aus einem Sondertopf gefördert. Ritsch fordert ein solches Modell für ganz Vorarlberg und war nach einem Gespräch mit Stemer optimistisch. Der Landesrat habe ihm gegenüber zugesagt, "noch im August" ein entsprechendes Konzept zu präsentieren. Damit sei auch die Bereitschaft verbunden, die notwendigen finanziellen Mittel zur Verfügung zu stellen. (APA)