Insgesamt übertraf der Konzern die Gewinnerwartungen der Analysten, der Sparkurs soll verschärft werden
Benton Harbor - Der weltgrößte Hausgeräte-Hersteller Whirlpool ist im Europa-Geschäft mit der Marke Bauknecht im zweiten Quartal ins Minus gestürzt. Weltweit fiel der Gewinn des US-Riesen wegen der schwachen Nachfrage um ein Drittel auf 78 Mio. Dollar (55 Mio Euro). Der Konzernumsatz sackte auch durch Währungseffekte um 18 Prozent auf knapp 4,2 Mrd. Dollar ab, wie Whirlpool am Mittwoch in Benton Harbor (Michigan) mitteilte.
Allerdings übertraf der Konzern wegen eines drastischen Sparkurses die Gewinnerwartungen der Analysten deutlich. Die Kostensenkungen würden nochmals verschärft, kündigte Konzernchef Jeff Fettig an.
Für das Gesamtjahr präzisierte Whirlpool seine Gewinnprognose daher am oberen Ende der bisherigen Spanne. Der Gewinn je Aktie soll nun zwischen 3,50 und 4,00 Dollar liegen. In 2008 waren es allerdings noch 5,50 Dollar. Der Konzern hat bereits einen umfassenden Umbau mit dem Abbau tausender Stellen hinter sich.
In Europa fuhr Whirlpool im zweiten Quartal einen operativen Verlust von 12 Mio. Dollar ein. Ein Jahr zuvor hatte es noch einen Gewinn von 50 Mio. Dollar gegeben. Der Umsatz fiel hier um 25 Prozent auf 786 Mio. Dollar - fast die Hälfte des Rückgangs kam durch den wieder stärkeren Dollar. (APA)