Studie über Babys

Geplanter Kaiserschnitt: doppeltes Sterberisiko

22. Juli 2009, 13:30

Genfer Forscher analysierten mehr als 56.000 Geburten

Genf - Ein geplanter Kaiserschnitt verdoppelt nach einer Studie von Forschern der Universität Genf das Sterberisiko für den Säugling. Bei normalen Geburten sterbe ein Kind von 1.000, bei geplanten Kaiserschnitt-Geburten seien es zwei, teilte die Universität am Mittwoch mit. Die Ursachen sehen die Forscher in vorgezogenen Geburtsterminen bei Kaiserschnitten und Problemen mit der Lunge, die beim normalen Geburtsvorgang besser ausgebildet werde. Sie kritisieren, dass die Kaiserschnittraten weltweit sprunghaft ansteigen und die dabei auftretenden Komplikationen oft nicht beachtet oder verharmlost würden.

Die Genfer Studie ist die weltweit größte Untersuchung, bei der Geburtsarten verglichen und dabei die Schwangerschaftsdauer berücksichtigt wurde, erläuterte die Hochschule. Ein Team um den Mediziner Riccardo Pfister hatte dafür im Universitätskrankenhaus Genf 56.549 Geburten aus den Jahren 1982 bis 2004 analysiert. Berücksichtigt wurden Schwangerschaften, die mindestens 34 Wochen gedauert hatten. In den 22 Jahren der Studie verdoppelte sich der Anteil der Kaiserschnittgeburten auf 20 Prozent.

Atemwegsprobleme häufig

Die Forscher stellten fest, dass das Sterberisiko für Kinder bei Kaiserschnittgeburten stark erhöht war. Bei geplanten und notfallmäßigen Kaiserschnitten zusammen betrug die Sterberate 5,7 Promille, wie sie im Fachmagazin "Pediatrics" schreiben. Bei normalen Geburten lag das Sterberisiko bei nur einem Promille - es starb also eines von tausend Kindern. Die geplanten, ohne medizinische Not durchgeführten Kaiserschnitte waren 2,1 Mal tödlicher für die Säuglinge als die Spontangeburten.

Die Forscher fanden bei Kaiserschnittkindern häufiger Atemwegsprobleme. Das Risiko war 1,8 Mal höher als nach normalen Geburten. Die Wahrscheinlichkeit, in die Intensivstation des Spitals verlegt zu werden, war 1,4 Mal höher.

Die Forscher warnen davor, Kaiserschnitte ohne Not vor dem Geburtstermin durchzuführen. Sterblichkeit und Krankheitsrate der Säuglinge lagen bei solchen Eingriffen ähnlich hoch wie bei Notfallkaiserschnitten. Nur Kaiserschnitte, die um den Geburtstermin geplant waren, hatten eine geringere Komplikationsrate. Der für die Schwangerschaftswochen 34 bis 37 benutzte Ausdruck "near term" (nahe dem Geburtstermin) gaukle vor, dass diese Geburten biologisch den termingerechten ähnelten. Das führe zu einer liberaleren Haltung gegenüber frühzeitigen Kaiserschnitten, kritisierten die Mediziner. (APA)

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nina yankow
01

sind da andere risikofaktoren herausgerechnet? könnt mir gut vorstellen, dass jene frauen, die ohne medizinische notwendigkeit einen kaiserschnitt vorziehen, vielleicht auch eher diäten machen oder rauchen?

Kathi1609
 
00
Gute Überlegung!

Eine solche Studie gibt es bislang leider noch nicht.

Sabine Werner
43
23.7.2009, 14:46

Wieder so eine Schwachsinnsstudie, da geht mir gleich das Geimpfte auf. Ist wohl für viele schwer zu ertragen, das Geburt nicht mehr gleichzusetzen ist mit abartig, aber bitte ganz brav, zu ertragenen Schmerzen der Frau. Und bloß keine Section, auch wenn das arme Schw.ein von Frau über 12 Stunden in den Wehen liegt (selbst im Krankenhaus erlebt - Gottseidank nicht am eigenen Leib!)

little django
 
00
27.7.2009, 14:58

sie wissen aber schon daß es auch schmerzmittel gibt sollten die schmerzen nicht auszuhalten sein. keine frau muß mehr leiden, das heißt aber nicht automatisch daß eine Section gemacht wird!

Zauberei
00
15.11.2009, 18:46

Das spricht sehr für einen Mentor als Partner, der meine Schmerzen managed. Ich übe einstweilen weiter atmen und suche nach dem besten Herzrythmus, weil der offenbar wirklich wichtig ist, wenn der nicht nur kohärent für mich laufen soll, da er synchron geschalten ist. Das haut sogar mich aus den Socken. Da habe ich noch zu tun.

LordHelmchen
01
23.7.2009, 20:08

Ich bin ja nur ein Mann und hab schon die Erfahrung gemacht, dass man(n) aus solchen Foren gejagt wird, wenn er den Mund aufmacht.

Aber meine Frau war wirklich kein armes Schwein, im Gegenteil. Wir haben von einem Arzt erklärt bekommen, wieso eine Geburt nicht so schlimm sein muss, wie man oft erzählt bekommt. Mir kann man da alles einreden und ich war auch ziemlich skeptisch. Aber es gab wirklich kein Problem.

Nach ein paar Stunden ist sie aufgehupft und duschen gegangen, ich bin mit unserem Sohn dagehockt und war total ko. :-)
Das ist nur unsere kleine Erfahrung.

Ich finde, so wie andere hier mit ihrem Anti-Kaiserschnitt-Wahn übertreiben Sie auch maßlos. Ich hab schon weiter unten geschrieben, dass ich sowas überflüssig finde.

Kathi1609
 
24
23.7.2009, 19:56
richtig. bei der spontangeburt hat eine frau bisweilen ein paar schmerzen.

schlimm werden die, wenn die inkompetenz der geburts"helfer" sie unnötig vergrößern/verlängern. (wie Sie's im kh gesehen haben)

sectio ist natürlich eine tolle alternative.

längere schmerzphase danach.
erhöhtes embolie-risiko bei der frau.
erhöhtes infektionsrisiko bei frau und kind.
adhäsionen bei der frau.
erhöhtes mortalitätrisiko bei frau und kind.
erhöhte verlegungsrate auf die intensivbetreuung beim kind.
erhöhtes risiko für lungenprobleme beim kind.
erhöhtes krankheitsrisiko beim kind (asthma, diabetes, allergien, ..).
...

aber wenn Sie einen normalen physiologischen vorgang "abartig" finden, haben Sie sowieso Ihren beruf verfehlt. mediziner sollten zuerst einmal respekt vorm körper haben, und dann das pathologische behandeln.

Wildhüter John
00
24.7.2009, 21:27

So, jetzt haben Sie sich darin gesuhlt, was so alles beim KS sein kann (obwohl ich bei dem einen oder anderen Punkt gänzlich anderer Meinung wäre).

Und nun erzählen Sie uns doch auch mal, was so alles bei der vag. Geburt passieren kann! Die Geschichte ist ja zum Glück voller Beispiele. Oder brauchen Sie Hilfe dabei?

Kathi1609
 
00
25.7.2009, 01:12

Ihre Meinung ist völlig schnurz für die Medizin.
Meine übrigens auch.

Medizin hat nicht nach Meinungen zu agieren (leider tut sie es, siehe furchtbare Taten bei der vag. Geburt).
Aber zumindest die Parameter der klinischen Forschung sind objektivierbar.

und die hat für jeden meiner punkte ein paar beweise gefunden.
ganz gleich, welche meinung Sie oder ich haben.

A Voice
13
24.7.2009, 08:54
Danke

ich verstehe einfach nicht wieso die Angst vor Schmerzen bei der Geburt (die mit Austreibung schlagartig vorbei sind) soooooo groß ist, und das Risiko von lebenslangen Schmerzen durch eine Unterleibswunde freudig hingenommen wird.

N D R
00
23.8.2009, 16:38

Geplanter Kaiserschnitt ist nicht gleich Wunschkaiserschnitt. Dass man sich einen Kaiserschnitt freiwillig antut entzieht sich aber auch meinem Verständnis!

nina yankow
00

absolut - bei vielen schwangerschaftskomplikationen wird ein kaiserschnitttermin geplant.

Wildhüter John
10
24.7.2009, 12:51

Was meinen Sie, was Leute für gewisse Dinge im Leben, an Schmerzen alles freudigst in Kauf nehmen. Nehmen Sie nur mal Raucher (Lungenkrebs) oder Schnitzelesser (Koronalkrankheiten). Der Mensch ist eben individuell und wird emotional und nicht immer rational geleitet. Und das ist gut so. Alles andere würden sich nur die wenigsten wünschen.

Kathi1609
 
01
24.7.2009, 13:51

Ach so, und es heißt "KoronaRkrankheiten".
By the way

Kathi1609
 
01
24.7.2009, 13:50
Interessante Vergleichsobjekte.

Dann ist also die Frau mit den Schmerzen bei Ihren Vergleichen die Person, die raucht oder trinkt, ja?
Dementsprechend wären Schnitzel und Tschick das Baby, weil die Geburt des Kindes ist ja das Gegenstück des "gewissen Dings im Leben", oder?

Hinken tut der Vergleich jetzt, weil das Schnitzel oder die Tschick kein höheres Mortalitätsrisiko haben. Oder ein höheres Risiko für Asthma oder ein paar tage auf der intensiv mit einem tubus in nase oder hals.

Wieso müssen Sie eigentlich mit Vergleichen arbeiten?
Bleiben wir doch beim Thema.
Bringen Sie doch ein paar repräsentative Fakten, die Ihre Position unterstreichen.

Wildhüter John
00
24.7.2009, 14:06

Schnitzel und Tschik haben also kein höheres Mortalitätsrisiko. Dass Sie sich da bloss mal nicht täuschen...

Und ob einer Schmerzen irgendwo aus irgendwelchen Gründen hinnimmt, kann Ihnen genauso wie mir wurscht sein. Und ob dies freudig oder nicht passiert ebenfalls.

BTW, soll ich Ihnen in Hinkunft Ihre Tippfehler auch mal unter die Nase reiben, oder lassen wir diesen kindischen Quatsch lieber gleich bei Seite?

Kathi1609
 
00
24.7.2009, 16:05

Und ich warte immer noch sehnlich auf die Daten, die Ihre Behauptung, die vielen fahrlässigen Dummheiten bei der vaginalen Geburt wären nötig, stützen sollen.

Ich hoffe, sie bald zu sehen. Die Fragen haben Sie eh oben.
Ich bitte um Links, die mehr sind als die Anekdoten aus dem persönlichen Umfeld.
Ich bilde mich gerne weiter.

Wildhüter John
00
24.7.2009, 20:57

Ich bin nicht geeignet zu sagen ob es Dummheiten sind, die zu Problemen bei vag. Geburten führen.
Aber ich denke mir - Sie auch nicht.

Und was können Sie beim Vergleich nicht kapieren? Also, ich probiers ein letztes mal - dann muss es aber endlich mal sitzen, hm?!

Wenn sich jemand wissentlich der gesundheitlichen Nebenwirkungen dem Schnitzel und Rauchkonsum hingibt, dann ist es für mich das gleich, wie wenn sich jemand im Wissen der zu erwartenden Schmerzen einem KS "hingibt". Jeder der beiden Vergleichsgruppen weiss was ihm "blühen" kann.

Und - stellen Sie sich vor - mein Kind ist, wie bereits erwähnt mit KS zur Welt gekommen. Und - es lebt noch immer - und hat auch sonst keine Probleme oder Defizite. Darf das sein?

Kathi1609
 
00
24.7.2009, 21:46
Auch wenn es schmerzt, ich bin dazu geeignet.


Mein Wissen und meine Erfahrung enden nicht bei meinem Privatleben.

Wenn Sie nicht dazu in der Lage sind, zu überprüfen, ob die Position, die Sie vertreten, bewiesen werden kann - wieso vertreten Sie sie dann mit solcher Vehemenz??? Nie würde ich so heißlaufen bei was, wo ich mich nicht auskenne.

Was Ihren Vergleich angeht: Finden Sie es gut, wenn eine Schwangere raucht oder nur ungesund isst?

Wildhüter John
00
24.7.2009, 22:25

Ich laufen nur wegen Ihrer Tendenz anderen Ihre Geburtsvorstellungen aufzuzwingen heiss.

Und das mit dem Vergleich scheinen Sie noch immer nicht auf die Reihe zu bekommen. Aber ich lass es jetzt mal...

Kathi1609
 
00
25.7.2009, 00:46

Na kommen Sie, tun Sie mir den Gefallen:

Sollte Ihrer Meinung nach eine Schwangere rauchen?
Wenn ja, warum.
Wenn nein, warum nicht.

Wildhüter John
00
27.7.2009, 09:20

Sie haben's offensichtlich noch immer nicht geschnallt. Ich weiss zwar nicht, wo ich suggeriert hätte, daß eine Schwangere rauchen soll, aber ich lass es jetzt mal sein. Scheint sowieso zwecklos zu sein.

Kathi1609
 
00
24.7.2009, 15:55

Sie haben Ihren eigenen Vergleich nicht kapiert.

Bei der Geburt sind zwei Lebewesen beteiligt. Frau und Baby.

Bei ihrem Vergleich müsste das Kind gespiegelt sein in Schnitzel und Tschik. Und die haben - als Gegenüber des Babys - kein höheres "Mortalitätsrisiko". Außer Sie zählen die tatsache, dass schnitzel und tschik nach verwendung weg sind, als mortalität.

Verwenden Sie doch - wenn schon - nur Vergleiche, die Sie dann auch noch in der Diskussion nachvollziehen können, okay?

Wildhüter John
22
23.7.2009, 13:07
Wieder so eine "Studie"...

Nachdem bei dieser Studie echt medizinisch indizierte KS miteingerechnet werden, kann man getrost von einer gewaltigen Verzerrung dieser Studie sprechen. Man muss kein Statistiker sein, um sich vorzustellen, daß bei vielen solch indizierten KS, das Baby wohl auch (oder erst recht) bei einer vaginalen Geburt gestorben wäre. Sozusagen wird die vaginale Geburt immer ein "schöneres Gesicht" haben! Zumal man ja auch krampfhaft bemüht ist, die nicht unerheblichen Risiken welche auch bei vaginalen Geburten bestehen, kleinzureden oder gar unter den Tisch fallen zu lassen (Zangen- oder Saugglockengeburten, Hypoxie, etc.).

Da fehlt jetzt nur noch die Studie, die belegen soll, daß vaginal Geborene später weniger Karies entwickeln als KS-Geborene!

Dagmar Rehak
 
31
23.7.2009, 15:44

Zange und Saugglocke werden nur von Laien verwendet, und eine Hypoxie ist strengstens verboten.

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