Lieberman

Hitlerbild soll Obama in Verlegenheit bringen

22. Juli 2009, 13:23

Holzhammer-Diplomatie gegen den Willen der professionellen Diplomatenim israelischen Außenamt

Jerusalem - Israels Außenminister Avigdor Lieberman hat gegen den Willen der professionellen Diplomaten in seinem Amt beschlossen, das Foto des seinerzeitigen Großmufti von Jerusalem, Mohammed Amin al Husseini, bei einem Treffen mit Hitler 1941 in Berlin an alle israelischen Botschaften im Ausland zu verschicken. Damals habe der Mufti mit Hitler abgesprochen, dass die Nazis nach der Eroberung Palästinas das Land von den Juden "säubern" würden.

Lieberman wolle mit dem Bild US-Präsident Barack Obama in Verlegenheit bringen, weil dieser von Israel verlangt, die Bautätigkeit auch in Ostjerusalem zu stoppen. "Der Minister will, dass alle Welt die Tatsachen wissen sollte", bestätigte Sivan Raviv, die Sprecherin Liebermans, einen entsprechenden Bericht einer israelischen Zeitung.

Muftis Flucht nach Deutschland

Husseini hatte den Hass der arabischen Bevölkerung auf zugewanderte Juden und auf die britische Mandatsmacht in Palästina geschürt. 1936 stand er an der Spitze einer Revolte, die die Briten erst 1939 definitiv niederschlagen konnten. Unmittelbare Folge des Aufstands war ein Einwanderungsstopp für Juden aus Europa. 1941 flüchtete der Großmufti nach Deutschland und stellte sich Hitler zur Verfügung. In Kroatien gab er seine Zustimmung zur Aufstellung einer bosniakisch-muslimischen SS-Division aus 12.000 Freiwilligen mit dem Namen "Handschar" (Krummdolch). 1945 verschwand er aus Berlin, um 1948 im Exil in Kairo eine "arabische Regierung Palästinas" zu gründen.

Israelische Diplomaten halten nach Zeitungsberichten die von Lieberman angeordnete Verbreitung des Bildes für ein "Eigentor". Es erwecke den Eindruck, als drücke sich Israel um die echte Problematik der Siedlungspolitik und des Status von Jerusalem. (APA)

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fred bull
22
26.7.2009, 21:19

zur erinnerung: es geht um die israelische besatzung palästinensischer gebiete, es geht um die illegalen siedlungen, es geht um die einhaltung einer reihe von bestimmungen diverser friedensverträge, es geht um konzessionen von israelischer seite (eh unbedeutende, da ein stop des baus neuer siedlungen bzw. dessen, was als "ausbau" bestehender deklariert wird, eine sache ist, die aufgabe der bestehenden siedlungen eine andere). um davon abzulenken, ist -anscheinend- jedes mittel recht.

troob
32
27.7.2009, 18:46
Oh nein, das träumen sie nur...

@bull

Darum geht es ganz und gar nicht!

Es geht um die Frage, wann Juden das Recht verloren haben, dort zu wohnen, wo sie urdenkliche Zeiten gewohnt haben, bis sie von den Arabern in klassischer ethnic cleansing Manier vertrieben worden sind - unter aktiver Mithilfe der Briten, btw.

Bitte teilen sie mir doch freundlichst mit, wann die Juden das Recht verloren haben, in irgendeinem Teil Jerusalems zu wohnen? Es würde mich wirklich interessieren.

Wissen sie, bis wann Juden in Gaza lebten? Ich fürchte, das wissen sie nicht. Ich verrate es ihnen: Bis zum Jahre 1948 lebten Juden in Gaza, wo Juden schon seit 2000 Jahren gelebt hatten! Wann, frage ich noch einmal, haben Juden das Recht verloren, wieder in Gaza zu wohnen?

Wann haben Juden das Recht verloren, in Hebron zu wohnen? Wohl die älteste jüdische Gemeinde der Welt!

Und, nicht zuletzt, nochmals meine Frage: wann haben Juden das Recht verloren, in Jerusalem zu wohnen? Wo sie - auch in "Ostjerusalem" - gewohnt hatten, bis die Jordanier sie 1948 von dort vertrieben!

Und wenn wir schon dabei sind: Welche Bestimmungen welchen Friedensvertrages hat Israel nicht erfüll?

Sie haben keine Ahnung außer: Israel (lies: Die Juden) böse, Araber gut.

Bull shit, pur und simpel!

btw: Welche Konzessionen machen denn die Araber? Die erkennen nicht einmal Israel an (so etwa Abbas letzthin, und Iran, Hamas, Hezbullah usw. ohnehin)

Nick Tameer
00
16.8.2009, 09:43

Das ist hübsch demagogisch.

Lassen wir beiseite, dass es auch unter den Osmanen einheimische Juden in Palästina gab, die dort unbehelligt lebten.

Das Recht, irgendwo zu wohnen, ist noch ein bisschen was anderes anderes als das Recht als Staat, gewaltsam Land zu annektieren. Wenn alle Völker, Nationen, Gruppierungen sich das Recht herausnähmen, die Gebiete zu annektieren, in denen sie einmal gesiedelt haben, wäre die Welt voll von noch mehr Kriegen als sie es ohnehin schon ist.

troob
42
26.7.2009, 10:12
Also, wenn man die postings hier liest, ist der Tenor ganz klar!

Der J_d' hat zu kuschen! Punktum!

Es behauptet ja nicht einmal irgendeiner der poster, daß Lieberman etwas erlogen hätte, etwas erfunden hätte, das da irgendetwas nicht stimmte, dieses Foto etwa gefälscht sei, Lieberman die Geschichte umschreibt, oder so ähnlich.

Niemand behauptet, daß Haj Amin elHusseini Hitler niemals getroffen hätte, oder, daß er kein Mittäter der Nazis gewesen sei. Es wird auch nicht in Abrede gestellt, daß er ein Kriegsverbrecher gewesen ist. Es wird auch nicht geleugnet, daß Husseini Pläne für Gaskammern und KZ's im Mandatsgebiet entwickeln ließ, noch, daß der Mann ein rabiater Antisemit war.

Auch seine "politische" Agenda, nämlich alle Juden umzubringen, stößt bei keinem der poster hier auf Kritik, nicht implizit und schon gar nicht explizit.

Oh nein!

Es stört offenbar nur einhellig alle poster nur das Eine: Was der Jud' sich traut!

Die Kritik bezieht sich allemal und ausschließlich auf Lieberman und seine typisch jüdische Chuzpeh, die Wahrheit auf den Tisch zu legen! Ja so was auch!

Es steht also nach Meinung der poster hier dem S...ud Lieberman eben einfach nicht zu, politische Gegner Israels an Hand von einem Foto sanft daran zu erinnern, daß die permanente Geschichtsklitterung, die Araber seien Vaserln und Verbündete der Alliierten gewesen, simpel und einfach erlogen ist. Bullshit pur.

Die Motivation der poster erklärt sich von selbst...

Nick Tameer
00
16.8.2009, 10:20
Über Sonderbehandlung in guter Absicht

Da stellt sich natürlich schon wieder die Frage, ob ÜBERHAUPT ein Verhalten denkbar ist, das nicht gerechtfertigt wäre, wenn es der zionistischen Sache dienen soll - würdest du da irgendwo eine Grenze sehen? - und im Grunde sogar weitergehend, ob man als Nichtjude, zumal als deutscher oder österreichischer, überhaupt einen Juden wegen seines Verhaltens tadeln darf, ohne sich - ganz genau besehen - als Antisemit mit Ausrottungsgelüsten zu entlarven.

Einem (politischen) Ziel alle anderen Belange prinzipiell und unbedingt unterzuordnen, das ist, sorry, die Definition von Extremismus und Judenbonus wie Judenmalus laufen gleichermaßen darauf hinaus, dass Juden Menschen anderer Art sind, für die die üblichen Maßstäbe nicht gelten.

Lichtfreak
22
27.7.2009, 16:10
Der J_d' hat zu kuschen! Punktum!

Nein, es reicht, wenn er kein Land mehr annektiert!

Gilgamesh
21
27.7.2009, 14:16

Sie zeigen auf einen toten Antisemiten, um einen lebenden Rassisten zu verteidigen....

Entschuldigen sie, aber sie drehen nun völlig ab....

Versuchen sie einmal wieder zu denken, ich kann ihnen aus eigener Erfahrung sagen, es tut NICHT weh...

Liebermann arbeitet an einem ethnisch gesäuberten Israel, ist ihnen und ihren rechten Freunden egal, Rassisten können nur die anderen sein...

Ihre Äusserungen werden immer erbärmlicher....


saxophon
32
27.7.2009, 11:46

Eine Jude hat sich eben widerstandslos umbringen zu lassen. War doch immer so. Das dies jetzt nicht mehr funktioniert, verkraften so manche nicht.
Sie möchten das der Jude brav um sein Leben bitte und aus Großzügigkeit wird es ihm dann vielleicht sogar gelassen, wenn er ein paar Scheinchen auf den Tisch legt. (So war das in Ö über Jahrhunderte Gang und Gäbe, die Fürsten und die Juden waren in einer Art Schutzgeld-System verbunden)
Aber das ein Jude mit einem Gewehr in der Hand sich selbst verteidigt, dass ist für so manche immer noch ein unfasser Skandal.

Gilgamesh
22
27.7.2009, 14:17

Ein Glück dass Dummheit nicht weh tut....

Der Holocaust entschuldigt also auch einen Rassisten wie Liebermann in ihrer kleinen Welt??
Der Holocaust entschuldigt Vertreibung, Mord, ja er entschuldigt sogar die Dummheit rechter Freaks....


saxophon
20
28.7.2009, 06:54

Er entschuldigt überhaupt nichts.
Aber es müssen generell die Verhältnisse richtig dargestellt werden, und bei Israel gilt das insbesondere.
Man wird den Eindruck nicht los das da manche richtig froh sind "Ha, ein böser Israeli."
Aber Lieberman ist lange nicht so böse, wie die westlichen Medien versuchen ihn darzustellen.
Was umso mehr ärgert. Wieder nix.

philidor85
01

also allein schon die tatsache, dass er ein kind verprügelt hat, ist meines erachtens ausreichend um ihn erfolgreich als BÖSE darzustellen

dass er die interessen der siedler vertritt ist gut für eben jene und ziemlich übel für die palästinenser die die zeche dafür zu bezahlen haben

ein loyalitätsbekenntnis von arabern und orthodoxen israelis fällt für mich noch in den nicht-bösen bereich

schon böser war da sein vorschlag zur endgültigen befriedung gazas...oder wurde das von den medien nur falsch transportiert?

schnurri (so heisst mein auto)
31
23.7.2009, 18:01

da hat man zb eine schoene beschreibung wie solche leute denken:
http://de.wikipedia.org/wiki/Arab... r_Aufstand
frage an alle gutmenschen:
wie wuerde man die forderung nach einer "totalen einwanderungssperre" bei uns wohl nennen?

d_parker
33
23.7.2009, 17:07
Vielleicht sollten sich eher die pal. Vertretungen im Ausland dieses Foto aufhängen. Schließlich ist er mit seinem blinden Judenhass die maßgebliche Kraft dahinter gewesen, dass die Palästinenser 1947 ohne Staat blieben.

Sein Leitspruch war: "Tötet die Juden, wo immer ihr sie findet, das gefällt Gott, der Geschichte und der Religion." Seinem antisemitischen Wahn war jegliche jüdische Präsenz im Mandatsgebiet zuwider.
http://de.wikipedia.org/wiki/Date... Hitler.jpg

Und sein Neffe, Yassir Arafat hat das Werk seines Onkels konsequent fortgesetzt. Nur zur Erinnerung: die jetzt so entrüstet diskutierte conditio-sine-qua-non "Ostjerusalem als pal. Hauptstadt" lag in Camp David 2/Taba schon mal auf dem Tisch... Arafat war es zuwenig.

http://www.amazon.de/Jerusalem... 545&sr=8-1

Majestix
 
28
23.7.2009, 13:46
Interessant, was einer der größten lebenden Rassisten so von sich geben darf.....

Placebo
 
45
23.7.2009, 11:13
Ich kann mir gut vorstellen, das Liebermann immer ein HItlerbild in seienr Tasche mit sich trägt.

saxophon
30
27.7.2009, 11:48

Eine unsinnige Verdrehung der Tatsachen. Nur weil Lieberman von den arabischen Bürgern seines Landes verlangt das sie sich auch klar und unzweideutig zum israelischen Staat bekennen?
Müsste eigentlich die logische Position jedes israelischen Politikers sein.

Placebo
 
00
27.7.2009, 19:56
Auch jene, die in einpaar Jahrzehnten von Israel annektiert sind? Oder kommt das noch?



mike sierra
21
22.7.2009, 23:44
irgendwie abartig

dieses Foto noch in den israelischen Botschaften aufzuhängen.
Ungefähr so abartig wie das Foto von Moishe Friedman mit Ahmedineschad.

Jürgen Rembremerding
12
22.7.2009, 22:36
Wo is do los, wos werd do gschbuid?

im ganzn Haus koa Hitla-Buid?

Hoid na, des is ned woar
am Sch.haus hengan zwoa!

Jürgen Mayer
00
22.7.2009, 17:59
Problematische Enwicklungen

Walter KURTZ
 
418
22.7.2009, 16:36

Ist das nicht der Lieberman, der Israel von den Arabern säubern möchte?

soseies
23
23.7.2009, 09:51

vielleicht bewunder der liebermann den addi ja sogar irgendwie...

sympatisanten im geiste...

magdalena miaz
10
23.7.2009, 08:25

ja, er ist es.

Karl Heiden
01
23.7.2009, 12:40

Kein lieber Mann also, sondern ein "Saubermann".

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