"Wiener Zeitung" übernimmt "help.gv.at"

22. Juli 2009, 12:50

Service-Website für Unternehmer wird ausgebaut - Soll ab 1. Jänner online gehen - Auracher-Jäger Chefredakteurin der Portale

Die "Wiener Zeitung" übernimmt am 1. September die redaktionelle Leitung des Behörden-Informationsportals "http://help.gv.at". Auf der Internetplattform können seit 1997 Informationen über Behördenwege zu rund 100 Lebenssituationen wie etwa Schwangerschaft, Heirat oder den jährlichen Steuerausgleich eingeholt werden. Ab 1. Jänner 2010 betreibt die Zeitung außerdem im Auftrag der Republik ein neues One-Stop-Shop-Portal für Unternehmer.

Bisher waren unternehmenstechnische Angelegenheiten ebenfalls unter "help.gv.at/business" abrufbar. Dies soll künftig abgespaltet und zu einem "echten Unternehmensportal ergänzt" werden, sagte der Geschäftsführer der "Wiener Zeitung", Karl Schiessl. Die Einrichtung des Onlineportals wurde im Frühjahr dieses Jahres von der Politik beschlossen. Die "Wiener Zeitung", die zu 100 Prozent der Republik gehört, wurde von Kanzleramt und Finanzministerium mit der Gestaltung des neuen Portals beauftragt. Wie der neue Onlineauftritt heißen soll, wird derzeit noch überlegt, so Schiessl.

Mitarbeiter der "Wiener Zeitugn" für Inhalte zuständig

Software und Design für die Websites werden weiterhin vom Bundesrechenzentrum kommen, die Mitarbeiter der "Wiener Zeitung" sind für den Inhalt zuständig, sagte der Geschäftsführer. Für den neuen Aufgabenbereich hat die "Wiener Zeitung" ihr Personal um fünf Mitarbeiter aufgestockt, die allerdings nicht im Stammhaus am Wiedner Gürtel sondern am Minoritenplatz beim Frauenministerium untergebracht sind. Die Leitung des Teams hat Rechtsexpertin Barbara Auracher-Jäger inne.

 

Die Juristin will "help.gv.at" auf längere Sicht "juristisch und redaktionell auf neue Beine stellen", vorerst soll es aber so bleiben, wie es ist. Das Unternehmerportal, das sich vor allem an Klein- und Mittelunternehmen sowie Einpersonenunternehmen richtet, soll der "help.gv.at"-Website nachempfunden werden. Zu finden sind dort ab Jänner Informationen zum Beispiel darüber, wie ein Gewerbe anzumelden ist, wie man zu einer Steuer- oder Sozialversicherungsnummer kommt. Das Basisteam von derzeit fünf Mitarbeitern dürfte im kommenden Jahr noch um das doppelte aufgestockt werden, so Auracher-Jäger. (APA)

silverdream
00
24.7.2009, 11:50
und wieder ein optisches tsunami ?

weder help.gv.at noch wienerzeitung sind lesbar. wird das jetzt ein visuelles killer tsunami?

positive beispiele gibt es ja:
http://www.faz.net
http://www.spiegel.de/
http://edition.cnn.com/
http://www.nytimes.com/

Winter20
23
22.7.2009, 14:31
Und wieder eine Geschützte Werkstätte mehr!

Wieso kann man diese Leistungen nicht ausschreiben und extern vergeben? Der Chefredakteur der Wiener Zeitung plädiert täglich für marktwirtschaftliche Prinzipien. Wie kann er das mit seinem ideologischen Credo vereinbaren?

flo k.
11
22.7.2009, 16:17

weil eine interne vergabe keiner ausschreibung bedarf. vergaberecht mal durchsehen, dann wüsstest du das. wenn der staat schon die ressourcen hat, warum sollte man sie dann nicht nutzen.

Robert!
10
27.7.2009, 10:46
Der Staat hat die Resourcen ...

... und stellt deshalb 5 neue und später 5 weitere Mitarbeiter an.

Vielleicht sollten Sie mal lesen lernen, Sie juristischer Sturschädel!

Fony MC
00
22.7.2009, 20:01

in welchem bezug steht ihre antwort zum posting/zur frage von winter20? Er frägt nach dem ideologischem credo eines chefredakteurs und die antwort ist das vergaberecht?

flo k.
00
22.7.2009, 21:53

er schrieb: "Wieso kann man diese Leistungen nicht ausschreiben und extern vergeben?"

auf das hat auch meine antwort gepasst.

Bertel Mann
12
23.7.2009, 08:27
Nein - hat sie eben nicht!

Das Vergaberecht schreibt nämlich nicht vor, dass NICHT ausgeschrieben werden darf.

Und offensichtlich hat die Wiener Zeitung die Resourcen nicht: "Für den neuen Aufgabenbereich hat die "Wiener Zeitung" ihr Personal um fünf Mitarbeiter aufgestockt,..." Was dieser Satz wohl bedeuten mag?

P.S.: Im Übrigen ging es wohl auch darum, auf den Charakter eines Chefredakteurs hinzuweisen, der seinerzeit als Leiter der "Presse" die "Wiener Zeitung" als überflüssig bezeichnte,sich aber anschliessend ganz gern auf einem Schüsselticket in diese geschützte Werkstätte begab. Dieselbe "Konsequenz" legt er nun in Bezug auf seinen immer wieder gepredigten "freien Markt" an den Tag.

Franz von der Wolke
12
22.7.2009, 14:17
ohne ausschreibung

da will ich mitbieten! ;)

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