Südinsel streckte sich innerhalb einer Woche 30 Zentimeter westwärts
Wellington - Durch ein starkes Erdbeben in der vergangenen Woche ist Neuseeland ein kleines Stück an Australien herangerückt. Bei dem Beben der Stärke 7,8 habe sich die Südinsel Neuseelands im Tasmanischen Meer 30 Zentimeter auf das 2250 Kilometer entfernte Nachbarland zubewegt, teilten neuseeländische Wissenschafter am Mittwoch mit. 30 Zentimeter seien zwar angesichts des noch verbleibenden Abstands nicht viel, die Verschiebung zeige aber die gewaltige Kraft des Erdbebens, erklärte Ken Gledhill vom Forschungsinstitut GNS Science.
Und während sich die Südwestküste von South Island 30 Zentimeter bewegte, ist die Ostküste nur
einen Zentimeter westwärts nachgerutscht - die Landmasse der Insel hat sich also etwas gestreckt. "Im Grunde kann man es auch so sehen, dass Neuseeland einfach ein bisschen größer geworden ist", meinte Gledhill zu den Folgen des Bebens.
Neuseeland liegt über der Grenze zweier Kontinentalplatten, der Australischen und der Pazifischen Platte - tektonische Erscheinungen treten daher häufig auf. Obwohl das Beben in der vergangenen Woche das schwerste in Neuseeland seit 78 Jahren war und einen kleinen Tsunami auslöste, entstanden jedoch kaum Schäden. (APA/red)