STADTTEIL

Das Gelingen interkultureller Schachzüge im Park

21. Juli 2009 20:12
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    Foto: wiki

    Freundschaftsspiele im multikulturellen Oeverseepark.

Die Grazer Kinderbetreuung Wiki organisiert im Bezirk Gries ein multikulturelles, generationsübergreifendes Pilotprojekt

Graz - Ältere Österreicher, die mit jungen Türken Schifferln bauen und sie dann im Mühlgang zu Wasser lassen, afrikanische Kinder, die mit ihren österreichischen Altersgenossen malen, basteln oder spannenden Geschichten lauschen: Im Grazer Oeverseepark sind das keine multikulturellen Träumereien mehr, sondern Szenen, die seit einer Woche realisiert werden. Die Grazer Kinderbetreuung Wiki organisiert im Bezirk Gries, den neben Lend die meisten Migranten in Graz bewohnen, ein multikulturelles, generationsübergreifendes Pilotprojekt. Der weitläufige Park mit Grünflächen, Spielplätzen für kleine Kinder, aber auch einem Streetsoccer-Platz für Jugendliche und einem hübschen Teich grenzt direkt an ein städtisches Seniorenheim.

Da werden Konflikte fast erwartet. Doch nach der ersten Woche bilanziert Projektleiter Harry Kühschweiger glücklich: "Es ist gleich sehr, sehr gut aufgenommen worden. Die Bilder, welche die Kinder miteinander gemalt haben, haben sie mit nach Hause genommen, womit auch das Interesse bei den Eltern geweckt wurde. Am nächsten Tag sind diese dann auch gekommen, um zu sehen, was wir machen. Ihre Resonanz war sehr positiv". Was die Betreuer laut Kühschweiger besonders überraschte: Konflikte, die durch das Projekt gelöst werden sollten, entstanden erst gar nicht: "Im Gegenteil, die Kinder haben nachher sogar noch freiwillig miteinander aufgeräumt".

Wenn das Wetter nicht zu heiß ist, kommen auch vermehrt Senioren in den Park. Diese versucht man vor allem über klassische Spiele wie Mensch ärgere dich nicht, Schach oder Karten mit den Jugendlichen in Kontakt zu bringen. Aber auch das Erzählen aus der eigenen Jugend und gemeinsames Basteln würden funktionieren: "Wir verwenden naturnahe Materialien wie Holz, damit die Kinder sehen, dass man früher auch ganz gut ohne Gameboy und Computer spielen konnte". Das Projekt, das der Bezirksrat Gries selbst finanziert, läuft bis 29. August jeweils von Mittwoch bis Samstag von 15 bis 19 Uhr. Jeder regenbedingte Ausfallstag wird aber zusätzlich hinten angehängt. (cms, DER STANDARD Printausgabe, 22.07.2009)

Peter Maurer8
04.11.2009 14:37
kindische Politik

peinlich für die Ösi-Politiker

Etchno
30.07.2009 15:20

Super Projekt, sollte es auch in Wien geben!

Das fünfte Element
03.08.2009 18:21
parkbetreuung heißt das in wien und das gibts in 130 parks

von april/mai bis ende september

marty fink
22.07.2009 13:07
Mir gefällt die Unikultur im Grazer Volksgarten (Bezirk Gries) auch ziemlich gut...

peter schmidt
 
22.07.2009 10:19
das erinnert mich daran

das es früher in jedem park so ein überdimensionales schachbrett gab um das meist ein rudel älterer herren oder studenten versammelt war.

irgendwie gibts diese sachen nicht mehr . warum wohl?

Tepitena
23.11.2009 22:52
stimmt

Kindheitserinnerung aus den Freibädern

weiter lesen
24.07.2009 17:54

Innsbruck, Hofgarten gibts sowas noch

Ihr Beitrag wird in Kürze veröffentlicht
23.07.2009 07:31

viel zu schwierig - und dann wird's eben zerdroschen...

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