"Reiner Vegetarier"

Gerüchte um Leichen-fressenden Militärroboter

21. Juli 2009, 20:06

Neue Energie-autonome Maschine ernährt sich ausschließlich von pflanzlicher Materie, wie die Entwickler betonen

Pompano Beach, Florida - Die zunächst von US-amerikanischen Nachrichtenunternehmen verbreitete Ankündigung ließ an ein Realität gewordenes Filmmonster denken, doch die beteiligten Entwickler beeilten sich, mit den kursierenden Gerüchten über die neue Militärtechnologie aufzuräumen: Ausschließlich vegetarisch "ernähre" sich der neue Energie-autonome Militär-Roboter, wie die beiden US-Technologie-Unternehmen Cyclone Power Technologies und Robotic Technology (RTI) betonen. Für die Stromgewinnung verwerte die Maschine allein organisches Material pflanzlicher Herkunft, wie Äste, Blätter oder Gras.

Das Projekt für den Energetically Autonomous Tactical Robot (EATR) wurde bereits 2003 initiiert und befindet sich momentan in der Testphase. Die Entwicklungskosten werden zur Gänze von der Defense Advanced Research Projects Agency (DARPA), einer Behörde des US-Verteidigungsministeriums, finanziert.

Der selbstversorgende Roboter soll vor allem im Rahmen von großräumigen und zeitaufwändigen Militäroperationen eingesetzt werden. Nach Angaben der Projektentwickler könnte der Robot mit 75 Kilogramm an verdautem Pflanzenmaterial unter Umständen bis zu 160 Kilometer weit durch die Wildnis navigieren. Der EATR soll zudem in der Lage sein, über mehrere Monate hinweg Biomasse aufzuspüren, sich einzuverleiben und sie mittels eingebauter Dampfturbine in Energie umzuwandeln.

Kein Menschenfresser

Die Pläne des Pentagon sorgten bereits für einigen Aufruhr: Mehrere US-Nachrichtendienste verbreiteten Meldungen, wonach der Roboter unter Umständen auch tote Menschen zur Energiegewinnung "fressen" könnte. Die makabren Gerüchte brachten die Entwickler in arge Bedrängnis und zwangen sie nun, eine groß angelegte PR-Offensive zu starten, in der sie ausdrücklich erklärten, dass sich der Roboter ausschließlich von vegetarischer Kost ernähre.

"Wir verstehen die Bedenken der Öffentlichkeit gegenüber futuristischen Robotern, die sich von Menschen ernähren, aber dies ist nicht das Ziel dieses Projekts", sagt Harry Schoell, CEO von Cyclone. Nach Artikel 15 der Genfer Konvention sei die Schändung von Leichen zudem ein Kriegsverbrechen, das DARPA, Cyclone oder RTI mit Sicherheit nicht billigen würden, heißt es in einer eilig ausgegebenen Mitteilung an die Presse.

Keine Tieren oder Menschen am Menüplan

Gegenüber der Öffentlichkeit erläuterte einer der Erfinder des EATR, Robert Finkelstein, dass der Roboter über eingebaute Systeme verfüge, die das aufzunehmende Material voneinander unterscheiden könnten. Fleisch von Tieren oder Menschen stehe demnach nicht auf dem Speiseplan der Maschine. "Er isst nur, was auf dem Menü steht", so Finkelstein.

Welche militärischen Zwecke der Roboter tatsächlich erfüllen soll, darüber herrscht seitens des Pentagon und der Erfinder noch Stillschweigen. Die kommerziellen Verwertungsmöglichkeiten für diese umweltfreundliche Robot-Technologie seien jedoch enorm, so Schoell. (red/pte)

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Harald Bruckner
00
14.8.2009, 11:01
wie sieht die Rechnung aus?

Für ein Fahrzeug, dass so einen Verdauungsapperat an Board hat, ist ein 100 Litertank kein Thema. Wieviele Tonnen Grünfutter wären das?
Oder anders rum: Bei einem langfristigen Durchschnittstempo von 50km/h und 10l/100km Verbrauch. ergibt das eine enorme Fressgeschwindigkeit. Miliärs hielten das für unwirtschaftlich.

ja, eh
00

Mal blöd gefragt: Aus welchem organischen Rohstoff lässt sich mehr Energie gewinnen? Aus einem verwelkten Birkenblattl oder aus so einem angegammeltem mit Insekten übersähten Menschenhaxerl?

. Diogenes
03
Wieviele Leichen braucht deiner auf 100 Kilometer?

Heavyweather
00

Die sollen alles fressen...was ist mit der Seuchengefahr wenn das ganze Futter liegen gelassen wird.

Sepp Seppi
00

ich hoffe die dinger vergessen nicht ihre primärmission, wenn sie gerade auf der Alm grasen.

Leech
00
31.7.2009, 13:16

da ham wir sowiso schon (künstliche) probleme alle auf der welt zu ernähren und dann kommen die auch noch mit robotern die alles wegfressen ^^

fatgirlstryhard
00
30.7.2009, 18:18
"hungrige" Maschinen... lawl

fand die Möbel die Fliegen fressen schon hart^^,
Mad Scientists on the Rise!!

rein von der Sinnhaftigkeit dieser Entwicklung abgesehen, da knall ich lieber ne Solarzelle oder Windmaschine aufs Robo-Haupt, bzw bau überhaupt ne Ultra-Batterie/Brennstoffzelle a la Terminator 3 ein.

Als nächstes bauen sie in Atomuboote Planktonfresskiefer ein...

aber ich muss sagen, Doomsday Tauglichkeit 7/10.
die Entwickler sollten mal Matrix schauen, brrr.

scott/tiger
03
30.7.2009, 00:54
Naja,

ein Marmeladesemmerl wir er notfalls ja wohl auch essen, oder?

Und ein Glas Milch dazu vielleicht?

Ein weiches Ei?

Ein Kaffeetschi?

Vielleicht doch ein Schnitzerl?

a grünes stricherl
 
02
28.7.2009, 08:47
da ist er ja

der mampfroboter

Walter Mautner
 
10
27.7.2009, 18:56
Taktisch klug

Roboter dieser Art können auf mehrere Arten eingesetzt werden:
1. der Feind wird geschwächt (Lachmuskelkrämpfe) und demoralisiert, wenn so ein schnaufendes, Holzgas rauchendes, langsames Vehikel durchs Unterholz sägt
2. die Auswirkungen etwaiger Fehlfunktionen sind als taktische Sondermaßnahmen einkalkuliert, z.B. das Legen von Waldbränden wenn ein Roboter dieser Art doch mal heiße Späne pf... ausscheidet
2. das Lachen vergeht den Soldaten nach einiger Zeit, wenn es keine Bäume und kein Unterholz mehr als Deckung gibt, nur noch verwirrt in der Steppe rumquietschende Metallschafe/Rostlauben da sind.
Stichwort "Politik der verbrannten Erde", aber auf Raten.

Walter Mautner
 
01
27.7.2009, 18:42
Holzgastraktor, moderne Ausführung, selbstfahrend und selbsttankend

... gedacht für den Krieg um die letzten Ölfässer?

solandre
 
05
27.7.2009, 15:30

U-Bahn-Zeitung:

Polizeiroboter erschoss Hund

In der Wiener Innenstadt hat ein Polizeiroboter eine Doge erschossen und in seinen Biotank gestopft. Erste Analysen der Log-Dateien des mittlerweile aus dem Verkehr gezogenen Roboters lassen vermuten, daß versehentlich ein Programmteil aktiviert wurde, welcher für Ausnahmesituationen wie zB im Kriegszustand gedacht ist.

Erste Reaktionen kamen von der grünen Stadträtin, welche einmal mehr betonte, daß man Sicherheitsbelange nicht die Hände von Firmen legen dürfe, welche Kampfroboter liefern, deren Steuerungseinheiten für den Kunden aufgrund von Lizenzbestimmungen eine Blackbox bleiben. ....

Punky Punk
 
00
25.7.2009, 21:57

die usa ist auf nem selbstzerstörungstrip mit diesen dingern

Abdul Alhazred
00
24.7.2009, 10:24

Das erste Bild erinnert mich stark an Carpenters Remake von The Thing...

Hamstray
00
25.7.2009, 17:04

das erste Bild ist doch aus "Death Machine" (1995) mit Brad Dourif, ein Kultfilm den jeder kennen sollte.

pomgarrh
00
28.7.2009, 11:39
Danke

Vielen Dank für die Info über den Titel!!!

Ich hab das Bild gesehen und mich gefragt wie denn dieser Filem hieß!!

Nochmals vielen Dank!

wolfgang gaerber
01
23.7.2009, 14:31
Speiseplan

Durch einen simplen upload vom Kontrollzentrum kann man den Speiseplan sicher schnell abändern.

Gilgamesh
00
24.7.2009, 14:37

Da haben sie rechte, besonders wenn man diesen Satz liest, "Für die Stromgewinnung verwerte die Maschine allein organisches Material pflanzlicher Herkunft, wie Äste, Blätter oder Gras.".
Sind Tote etwa anorganisch?

BEnBArka
01
23.7.2009, 12:52
Vegetariere essen meinem Essen das Essen weg...

und nun noch dazu Roboter????? Das kann nicht gut Enden ;)

Micstar69
10
23.7.2009, 10:35

Ein vegetarischer Roboter? Haben wir nicht schon unter den humanoiden genug zu leiden?

JAXCUBE
00
23.7.2009, 07:55
Fleisch wäre "die bessere Ernährung"

doch
aus praktisch-strategischen Gründen, "Pflanzliche Nahrung steht still, während Fleisch normalerweise umherläuft und nicht so ohne weiteres zu fangen ist. Zumindest ist dafür wieder mehr Energie notwendig."
(...es gibt aber schon gute Ansätze was z.B. Schneckenfresser in der Landwirtschaft betrifft)

...ergo, was Menschen betrifft - die Roboter mit entsprechenden Waffen ausrüsten

Damit wäre das Problem gelöst

Walter Mautner
 
01
27.7.2009, 18:59
Fleisch als Roboternahrung

... eher ungesund: zu hoher Wassergehalt, macht durch intensiven Geruch beim Trocknen auf sich aufmerksam,
bei zu gierigem Verschlingen Störungen durch mitgeschluckte Militärutensilien (z.B. Handgranaten) oder Verstopfung durch organisches feuchtes Material.
Mahlzeit.

rudolf schladming
 
07
22.7.2009, 23:23

ich glaub die werden dann hinter den eigenen soldaten herlaufen und hungrig grunzen. das fördert die bereitschaft auch in auswegloser situation vorzurücken. ;)

Truthlobby
03
22.7.2009, 21:57
ich kann mir schon ausmalen wo das endet:

unser aller untergang, denn die parkanlagen wiens werden mit roboterscheisse nur so überzogen sein..

Uncle Ethan
02
24.7.2009, 13:08

:-))))

aber dafür sind dann die hunde weggefressen

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