"Als Geheimfavorit habe ich uns nie bezeichnet"

21. Juli 2009, 12:54
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Thomas Parits will nichts von einem Fehlstart wissen, um den Titel mit­spielen und glaubt, dass Diabang ein Veilchen bleibt

Wien - In Favoriten wird nüchtern trainiert. Der Schlag, den die Austria in Salzburg hinnehmen musste, hat gesessen. Geführt, gestrauchelt und am Ende geschlagen. Beim Meister eigentlich kein Malheur. Doch die Passivität der Veilchen in Hälfte zwei, lässt keinen Platz für Ausreden. "Unser Spiel nach Seitenwechsel brauchen wir nicht schön reden", trifft Austria-Manager Thomas Parits den Nagel auf den Kopf. Seinen Trainer Karl Daxbacher nimmt Parits von der Kritik aus. "Ich bin mir sicher, er hat den Spielern nicht verboten, nach vorne zu spielen", so Parits. Von "Fehlstart" dürfe aber noch keine Rede sein, nur die "positive Überraschung" sei halt ausgeblieben, erklärt der Manager.

"In Linz beginnt's"

Wie schon Schauspieler Helmut Qualtinger die Stahlstadt als einen Ort neuer Anfänge bezeichnete, darf sich auch die Wiener Austria Hoffnungen machen. "In Linz werden wir wieder anders spielen", ist sich Parits sicher, "dort müssen wir einfach mehr Offensive zeigen". Über die wechselhaften Ansichten der Medien, die die Veilchen zunächst als Titelanwärter bezeichneten, um nach dem Auftaktmatch über sie herzufallen, kann der Austria-Manager nur lachen. "Ich habe uns nie als Geheimfavorit bezeichnet", so Parits, "aber wir zählen mit Rapid, Salzburg und Sturm zu der Gruppe, die sich den Titel ausmachen wird."

Diabangs Geheimnis

Austria-Stürmer Mamadou Diabang wiederum hat bisher etwas geheim gehalten, das in Österreich nur die wenigsten wissen. Thomas Parits zählt zum erlauchten Kreis der Mitwisser: "Er hat die Qualität sich in Österreich durchzusetzen". Unter Umständen, nämlich wenn sich der MSV Duisburg für eine Verpflichtung des Angreifers entscheidet, wird Diabang sein Geheimnis wieder mit nach Deutschland nehmen. Der deutsche Zweitligist bereitet sich zuletzt in Velden auf die neue Saison vor und sucht noch dringend Angriffs-Personal.

Der Austria-Spion

Bei einem Testspiel der Duisburger gegen Kärnten, bezeichnete Ex-Austria-Kapitän Jocelyn Blanchard Diabang als "besten Mann am Platz". Die Entscheidung, ob der Austria-Stürmer in Duisburg erwünscht ist, soll am Mittwoch fallen. Ein Ausleihgeschäft von Stürmer Caiuby Francisco da Silva, der vom VfL Wolfsburg zum Fußball-Zweitligisten wechseln soll, könnte den Deal mit den Wienern verhindern. Übersiedelt der Senegalese dennoch, müsste Parits ein weniger gut gehütetes Geheimnis lüften, nämlich die angestrebte Verpflichtung des Stürmers Thiago Maier dos Santos - besser bekannt als Schumacher von Kärnten. (Simon Hirt, derStandard.at, 21. Juli 2009)

  • Thomas Parits will kein "Geheimfavorit" sein, auch nach Salzburg sagt er: "Wir zählen mit Rapid, Salzburg und Sturm zu der Gruppe, die sich den Titel ausmachen wird."
    foto: robert newald

    Thomas Parits will kein "Geheimfavorit" sein, auch nach Salzburg sagt er: "Wir zählen mit Rapid, Salzburg und Sturm zu der Gruppe, die sich den Titel ausmachen wird."

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    Mamadou Diabang will seine Qualität unter Beweis stellen, ob Duisburg oder Wien, am Mittwoch fällt die Entscheidung.

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