20.07.2009

"Jeder, wie er will"

20. Juli 2009, 18:40

Die SPÖ will von einem Rückzieher nichts wissen - Im Gegenteil: Man sei bemüht gewesen, Stellung zu beziehen

Im Streit um den bevorstehenden Umzug des Simmeringer Wagenplatzes will die SPÖ den Vorwurf der Bewohner, sie habe einen „Rückzieher" gemacht, nicht auf sich sitzen lassen. „Das sind Behauptungen, für die jegliche Grundlagen fehlen", sagt Hanno Csisinko, Sprecher von SPÖ-Wohnbaustadtrat Michael Ludwig. Grund der Auseinandersetzung: Die Bewohner von Wiens einzigem Wagenplatz hatten, aufgrund drohender Delogierung monatelang mit Ludwigs Beamten über einen adäquaten Parkplatz für ihr alternatives Wohnprojekt verhandelt.

Vor einigen Wochen hatte man sich geeinigt, und die Stadt Wien ein Grundstück in der Donaustädter Lobau angeboten. Die Wagenplatzbewohner kündigten daraufhin ihren alten Mietvertrag und bereiteten sich auf den Umzug vor - im Glauben, das Stück Brachland zu einem Preis von 500 Euro jährlich bewohnen zu können. (Nachlese: Wien ist anders) Stattdessen setzte die Stadt Wien den Preis mit rund 22.000 Euro im Jahr fest. Die Wagenplatzbewohner versichern, es sei ein so genanntes „Prekarium" - eine widerrufbare Bittleihe - vereinbart worden.

Aus dem Büro von Michael Ludwig hingegen heißt es, es sei von „vielen Möglichkeiten die Rede gewesen". Unter anderem auch von einem Prekarium. Allerdings habe es diesbezüglich kein Angebot für jenes Grundstück in der Lobau gegeben. Auch habe sich die SPÖ gegen „massiven politischen Druck" wehren müssen und sich trotzdem bemüht, Stellung zu beziehen und den Bewohnern den Rücken zu stärken, sagt Csisinko und meint damit die Anti-Wagenplatz-Kampagnen des Donaustädter FPÖ-Obmann Anton Mahdalik, der die Bewohner des Wagenplatzes auf einer eigens eingerichteten Website als "Punks" und "asoziale Aussteiger" bezeichnete. Die Stadt Wien hingegen stehe dem Projekt offen gegenüber. „Jeder kann wohnen, wie und wo er will", sagt Hanno Csisinko.

Wie es mit dem Wagenplatz weiter gehen soll, ist derzeit ungewiss. Der Mietzins für das 3.204 Quadratmeter große Grundstück in der Lobau sei jedenfalls angemessen und per Gutachten festgesetzt. (20.07.2009, derStandard.at, bock)

 

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 46
1 2
rowa
00
26.7.2009, 09:09
Ineressanter Bericht...

...unter:
http://gruene.blog2.at/2009/07/2... %E2%80%9C/

roundabout
01
21.7.2009, 19:28
Sollen Sie's

in Schönbrunn einquartieren, von ca 1440 Zimmern sind sowieso an die 1000 unbenützt.

Helmut-S
00
21.7.2009, 17:59
Von der Wagenplatz.at Website

Aus der Anfahrtsbeschreibung für "Wagentage" bezogen auf die Anfahrt diverser Teilnehmer an dieser Veranstaltung:

"Deshalb ist die Bundesstrasse zu empfehlen. Dort gibt es Fahrverbote für Lastkraftwägen über 3,5t. Diese sind zu ignoriern, da sie nur für Güterverkehr gelten."

Aus dem Artikel darunter:

"3) Wenn ein Liegenschaft über drei Jahr weder für Bauarbeiten, gewerbliche Aktivitäten
oder zum Wohnen genutzt wird oder die Zwischennutzung über ein Jahr andauert, verliert
Absatz 2 seine Gültigkeit und die Leerstandsnützerinnen und -nützer erhalten ein
unbefristetes Nutzungsrechmailt für nicht kommerzielle Zwecke."

Also Gesetze ignorieren und Häuser besetzen - so "durchschnittlich" sind die Herrschaften des Wagenplatzs wohl doch net.

oiso
00
22.7.2009, 14:08

ein synonym für güterverkehr ist warenverkehr, nur mal so zum nachdenken

Busson
 
31
21.7.2009, 15:34

Na dann wird halt die Donaustadt bei den nächsten GR-Wahlen freiheitlich.

Schlecht?

bixente uhudla
 
00

ja,natürlich!

I. O.
00
22.7.2009, 08:44
Ja

Ja.

Linzi One
02
21.7.2009, 16:39

Ja, schlecht

Busson
 
12
21.7.2009, 15:25
„Jeder kann wohnen, wie und wo er will"

Ich will ins Rathaus, Blick auf das Burgtheater!!!

der wahre Hagen von Tronje
12
21.7.2009, 14:21
Jeder kann wohnen wie und wo er will....

... das stimmt allerdings so nicht. Denn dann könnte ich ja auch ein Wohnmobil mitten in der Innenstadt aufstellen. Und was solll das mit dem Kündigen des Mietvertrages ? Wenn denen schon eine Delogierung droht, dann spricht das doch mE gegen das Vorhandesnseins eines gültigen Mietvertrages. Was müssen die denn dann noch g'schaftig eine Kündigung aussprechen ?

3301
12
21.7.2009, 14:14
religiöses ding draus machen...

sie sollen zum islam übertreten , und eine eine moschee auf dem gelände bauen .
die atib wird sie unterstützen .
sofort kämpft die spö dann gegen alle widrigkeiten , und die umliegende bevölkerung wird als rechtsextrem deklariert .

Verdammt Coole Schreckschrauwe
02
21.7.2009, 18:17
meine Güte, packst dein Leben nicht?

3301
11
22.7.2009, 12:46

madame Vassilakou ? ;-)

Mario Rutar
32
21.7.2009, 13:47
Leben und leben lassen? Ha!

Wenn das so ist, werde ich eine Sexualkommune in der Innenstadt, an besten vor dem Stephansdom, gründen. Ist ja viel Freifläche dort. Da gibts im Winter auch gleich einen Zugang zur U-Bahn, damit es schön warm ist. Die Frauen laufen nackend einher und die Touristen müssen dann eine Anschauungs-Gebühr entrichten. Das Geld wird dann an mich, den Guru, abgeliefert. Nie wieder arbeiten! 1x je Tag erscheine ich dann höchstselbst, gewähre Audienzen und schütte meine Weisheiten - gebührenpflichtig - auf die staunende Menge. Fürs Kartenlegen und Hüterlspiel nehme ich am besten einen abgerichteten Schimpansen - oder ist ein Punk/eine Punkin pflegeleichter, hm?

Tony S
13
21.7.2009, 12:18
Jeder wie er will.

Und jeder im rechtlichen Rahmen.

Anti Staberl
34
21.7.2009, 12:15
WAS MÜSSTEN DIESE TYPEN BEZAHLEN ?

22.000 EURO im Jahr ? Sind 1.833,- pro Monat. Wenn das jetzt mindestens 10 Personen sind, dann kostet diese Pacht max.200 EURO pro Monat. Sind aber eher mehr als 10 Personen, also das ist locker leistbar ! Wo liegt das Problem ?

Helmut-S
00
21.7.2009, 17:13
Jup...

22.000 sind weniger als 50 Cent pro Quadratmeter und Monat. Für eine private Wohnung in der Stadt, ohne besonderen Luxus, zahlt man gerne mal 12 EUR.

Das es sich dabei um Brachland handelt und nicht um ein Haus, ist mir klar, aber weniger als 50 Cent wären trotzdem seltsam.

Rene Stangeler
21
21.7.2009, 14:26
Das Problem ist

dass die Herrschaften nur 500,- Euro pro Jahr (also quasi nichts) bezahlen wollen. Weshalb man Leute überhaupt auf Grünland, ohne sanitäre Einrichtungen (das jeder auf dieses seltsame Klo auf Rädern pinkeln gehen wird bezweifle ich) wohnen lassen will weiss ich nicht.

Das Argument dass jederzeit zur Räumung aufgefordert werden kann zieht nicht. Wenn die Bewohner dort mal verfestigt sind möcht ich sehen wer den Einsatz zur gewaltsamen Räumung gibt wenn die Bewohner nicht freiwillig gehen.

anton-aus-tyrol
 
01
21.7.2009, 13:24

Vor allem bei 3024 Quadratmetern...

Duskson 81
 
00
21.7.2009, 09:09

Mündliche zusagen der Stadt.. ahja.. hats gestern nicht geheißen die leute waren in der Schule?

Und dann glauben die sowas?

Thomas Machacek
 
00
21.7.2009, 08:43
Quadratmeterpreis

Na das nenn ich wohlfeil. Um 7€ pro Quadratmeter auf einem Grundstück wohnen. Immerhin 80 Quadratmeterwohnungen bekommst du nicht unter €1000,-.

Anti Staberl
11
21.7.2009, 12:03

dafür total anaufgeschlossen, kein Strom, kein Wasser, kein Kanal, nicht einmal eine Senkgrube....und eine 80m2 Wohnung in dieser Gegend (also Stadlau, Aspern/Wulzendorf, Essling) bekommst Du locker um max.700 EUR (gef.Genossenschaftswohnung) !

verleih nix
10
21.7.2009, 09:46

naja, die ausstattung ist halt nicht dieselbe. beheizbar, dach vorhanden...

oTHEr
15
21.7.2009, 09:45
diese apfel - birn konstellation...

..verdient einen ehrenpreis....

feinfein
25
20.7.2009, 23:40
"massiver politischer Druck"

wie entlarvend. Viele Kampagnen der F-chen sind kein "massiver politischer Druck" sondern menschenverachtende rechtsextreme Ausflüsse von Typen, die halt irgendwelche narzistischen persönlichen Defizite, zum Schaden anderer vorübergehend "ausgleichen". Wenn die SPÖ das einfach als ernstzunehmenden "massiven politischen Druck" missversteht, ist das ein ganz schwerer Fehler. Hier hätte man sich gerade wegen der F-chen schlicht um ein attraktives Angebot für diese Leute bemühen müssen.

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