Intels clevere Linux-Strategie

19. Juli 2009 16:51
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Kostenlose Software bedeutet mehr Geld für Intel-Chips - Investitionen des Prozessorherstellers in freies Betriebssystem deutlich gestiegen

Kaum ein anderes Unternehmen hat in den letzten Jahren sein Engagement im Linux-Bereich ähnlich intensiv ausgebaut, wie der Prozessorhersteller Intel. Kaum ein Bereich in dem das Unternehmen derzeit nicht äußerst aktiv ist: Von grundlegenden Technologien wie dem Grafikserver, an dem man aktuell massive Umbauten vornimmt, bis zum User Interface-Bereich, wo man für das Netbook-Linux Moblin ganz neue Wege gegangen ist, reicht die Spannbreite.

Zahlen

Doch in kaum einem anderen Bereich lässt sich das so deutlich zeigen, wie beim Linux Kernel: War hier Intel im Jahr 2007 noch für "nur" 2,3 Prozent aller Beiträge zuständig, waren es 2008 bereits 4,1 Prozent, aktuell liegt man nun schon bei 6,9 Prozent, so zumindest die Zahlen von LWN.net. Damit hat sich der Prozessorhersteller mittlerweile auch zur Nummer zwei unter den Unternehmensbeiträgen zum Kernel gemausert. Geschlagen lediglich vom Linux-Distributor Red Hat, der hier mit 12,3 Prozent klar an der Spitzenposition liegt.

Interessen

Dies wirft natürlich die Frage über das strategische Interesse von Intel an dem freien Betriebssystem aus, immerhin ist ein solches Engagement wohl mit entsprechenden Überlegungen verbunden. Während man bei dem Unternehmen selbst lediglich auf die gestiegene Relevanz von Linux verweist, sehen Markt-BeobachterInnen eindeutigere Ambitionen.

Wintel

Wie CNET-Blogger Matt Asay herausstreicht, darf man die Vorgeschichte nicht vergessen: Über Jahre war Intel Teil des sogenannten "Wintel"-Duos, gemeinsam mit Microsoft dominierte man den Markt nachdrücklich. Doch mit der Zeit verschob sich das Machtverhältnis immer stärker in Richtung der Redmonder, die Software wurde teurer, für die Hardware von Intel blieb zunehmend weniger Geld übrig.

Hardware

Da ist die freie Softwarewelt schon ein wesentlich zuverlässigerer Verbündeter für Intel: Indem man gemeinsam mit anderen Entwicklern die nötige Software stellt, werden die entsprechenden Kosten erheblich gesenkt. Selbst ein massives Linux-Engagement rechnet sich so noch - bleibt den KundInnen doch mehr Platz im Etat für Hardwarekäufe. Entsprechend ist wohl eine weitere Intensivierung der Bemühungen von Intel zu erwarten, schon in den nächsten Jahren könnte man zum dominierenden Linux-Unternehmen aufsteigen. (apo)

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Intel

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Posting 1 bis 25 von 41
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rudlxy
20.07.2009 12:13
Sehr löblich

das engagement von Intel.
Bin aber mit meinem amd system (mit nvidia graka) allerdings auch hoch zufrieden :P
Und achte daruf auch in Zukunft keine Intel komponenten in meinem sys zu haben. Damit euer intel sys bezahlbar bleibt ;)

Maria Weber
20.07.2009 10:57
chmod 600 /dev/net/tun

und das loch ist gestopft, oder?

aceFruchtsaft
20.07.2009 11:01

Eigentlich steht dieser Beitrag unter dem falschen Artikel. ;)

aceFruchtsaft
20.07.2009 11:00

Na, weil sie das mit einer suid binary wie PA umgehen. Das ist ja überhaupt der Grund warum PA verwendet wurde, denn by default hat der normale User eh keinen Zugriff auf die tun devices, weil er nicht in der richtigen Gruppe ist.

Christian90
20.07.2009 09:17

langfristig es ist für intel natürlich viel einfacher eine eventuelle spezielle spezial erfindung in einen offenen kernel zu integrieren als ms zu bitten, den kernel patchen dürfen.

phishhead
20.07.2009 18:43

ich denke auch, dass das der springende punkt ist, warum intel sich mehr linux wünscht. es geht um unabhängigkeit.

leaping frog
23.07.2009 17:16
aber auch um die abhängigkeit.

somit wird die opensource-welt von intel patentierte hardware abhänig.

winmike
20.07.2009 09:00
Hmmm ....

Was soll die Aussage dieses Artikels sein? Wurde der schnell vor der ersten Cafepause als Lückenfüller geschrieben ? ;-)

suka
20.07.2009 10:10

Ein Tipp: Lesen hilft um einen Artikel zu verstehen, ernsthaft. ;-)

melhor
20.07.2009 09:55

Am Sonntag um 16:51 wird wohl kaum die erste Kaffeepause eingelegt!

Was den Sinn des Artikels angeht: Es steht zwar vielfach im Text, aber für Sie nochmal in Kurzform: Windows mächtig->drückt Preis von Intel->Intel sucht neue Plattformen mit denen sie wieder teurer in den Markt gehen können und investiert dafür viel Geld in den Linux-Kernel und Unix-Software.

simt
20.07.2009 08:13
Bitte, bitte, bessere Treiber fuer eure onboard Grafikchips, Intel!

STiAT
20.07.2009 09:58

Sind am kommen. Momentan patcht intel nirgenst so viel wie in dem Bereich, die bugs im bugtracker zu den intel chipsets wurden noch nie so schnell bearbeitet wie momentan.

Ich denke das hat damit zu tun, dass sie nun altlasten los werden, und die Treiber endlich auf stabile Beine stellen.
Längst überfällig, da gebe ich durchaus recht.

kosmopolit
19.07.2009 20:01
intel zu kaufen war ein fehler

ja netter artikel. aber ich HASSE intel hardware auf linux. ich hab mir das flagschiff der letzte eaglelake serie gekauft (Q45 chipset). bei dem durfte ich gleich mal kindermädchen spielen und ACPI debuggen.

danach kommt dass der im Q45 verbaute grafikchip seit 1 jahr spielwiese für experimente (der ganze xf86-video-intel driver eigentlich) für kpeith ist. so sehr ich das auch schätze, aber wenn die nichts als segfault und crashes zusammenbringen sag ich nein. ich hatte noch nie soviele probleme wie mit den offenen drivern von intel verglichen mit den geschlossenen von NVIDIA. die haben noch viele hausaufgaben punkto qualitätssicherung zu machen.

und design="5! setzen" ist, dass ohne zusatzhardware mit core2duo die mtrr register ausgehen.

STiAT
20.07.2009 10:02

Der Q45 Treiber ist schon gefixed soweit ich das weis. Auch der treiber für 4500HD funktioniert mittlerweile stabil.

Momentan stellt Intel so viel um wie noch nie in den Grafik-Treibern, und sie meinten auch selbst es wäre ein großer bruch, der vermutlich mit anfänglichen Instabilitäten verbunden ist. Ich persönlich denke viel instabiler wie die "alten" versionen kann es nicht sein.

Ich schätze, dass das in einem halben Jahr gegessen ist, dann haben wir endlich vernünftige Intel-Treiber. Ich persönlich habe eine 4500HD, und bin schon relativ zufrieden (es verreckt wenigstens ned, so wie der nvidia driver bei meiner 8800er ultra).

Momentan ist das mit Intel trotzdem ärgerlich. Hoffen wir auf besseres in naher Zukunft.

Somebody Someone
20.07.2009 08:54

Ich habe ein T400 und bin mit der Intel-HW (WLAN, Graka, Chipset, CPU, ...) sehr zufrieden. Das mit xf86-video-intel ist ein temporäres Problem, das mit der Umstellung auf 2.5 begonnen hat. Jedenfalls finde ich 2.6.3 und 2.7.1 sehr stabil; jedenfalls kann ich mich nicht erinnern, dass diese Versionen mal ge-crashed sind.

STiAT
20.07.2009 10:04

2.7.1 behebt viele Probleme (4500HD, Q45).
Allerdings hat er grafik-glitches beim rendern.

Ich selbst habe auch einen Dell Latitude 5500E mit nur Intel-Klump verbaut, und bin zufrieden. Allerdings ist das intel wlan ja so oder so das einzige was in Linux wirklich gut funktioniert, und die Grafiktreiber werden auch noch werden.

Gut ist, dass sie momentan eine unglaubliche Geschwindigkeit mit dem patchen der Grafiktreiber an den Tag legen. Das ist beeindruckend, und wenn das so weiter geht haben wir wirklich bald diese Probleme nicht mehr... ich hoffe es.

Somebody Someone
20.07.2009 14:54

Dem kann ich zustimmen. Ich lese http://cgit.freedesktop.org/xorg/driv... deo-intel/ fast wie einen Blog :)

waidmann
20.07.2009 08:12

Bleeding Edge nennt sich so etwas, wenn man krampfhaft Flagschiffe kauft, ohne dass es dazu bereits weitläufige Erfahrungen in Punkto Hochwassertauglichkeit gibt ;-)

aceFruchtsaft
19.07.2009 20:15

Für ACPI-Verbrechen sind doch meinst die BIOS-Implementierer/Mobo-Hersteller zuständig, oder? Ich hatte mit meinem fast ausschließlich auf Intel basierten Thinkpad jedenfalls keine Probleme.

Die Graka-Treiber waren tatsächlich eine Qual, aber jetzt mit Kernel 2.6.30, Mesa 7.4, KMS und intel-video-2.7.x funktioniert's *endlich*.

STiAT
20.07.2009 10:06

Stimmt schon. Der xf86-video-intel ist trotzdem noch ne qual. Langsam, instabil, renderingfehler (zum. auf 4500HD).

aceFruchtsaft
19.07.2009 17:29

Ich denke Intel schafft sich auch einen weiteren Vorteil: Fans in der OSS-Gemeinde. Wenn ich ein Notebook aussuche, schaue ich mittlerweile, dass so viele Intelkomponenten drinnen sind wie möglich (Ausnahme vielleicht die Nvidia-Grafik). Da hat man am wenigsten Scherereien mit Linux, die Treiber sind relativ schnell verfügbar (manchmal sogar vor der Hardware ;)), und Intel versucht uns im Gegensatz zu vielen anderen Herstellern keine Blobs unterzuschieben (mit wenigen Ausnahmen wie dem Poulsbo DRM).

Außerdem funktionieren die Intel-Graka-Treiber nach monatelangen Qualen endlich. ;)

NONE
19.07.2009 18:05

Das ist ein zweischneidiges Schwert - siehe Nokia.
Auf der einen Seite unterstützen die KDE via QT, auf der anderen Seite das iranische Regime. Viele Freunde kann man sich so kaum machen ... ;)

waidmann
20.07.2009 08:16

Zum Glück verkauft Microsoft deren Produkte nur an westliche christliche Nicht-Schurken-Staaten.

aceFruchtsaft
19.07.2009 20:12

Intel kann das nicht passieren. Die versorgen schließlich alle mit ihren CPUs -- Regierungen, Terroristen, Revoluzzer, Demonstranten... ;)

madbad
19.07.2009 17:11

auch wenn die vergangenheit von intel nicht gerade rühmlich war aber linux braucht auch professionelle entwickler und firmen die diese bezahlen dann ist linux auch auf einem guten weg mehr auf dem desktop verwendet zu werden und intel hat noch einen vorteil im gegensatz zu shuttleworth labern die nicht blos den ganzen tag gelangweilt rum sondern tun etwas

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