Forscher haben möglicherweise das erste Netzwerk aus Zombie-Handys entdeckt - Verbreitung über Links in SMS
Symantec hat einen Hinweis auf das erste Handy-Botnet entdeckt. Die Sicherheitsexperten haben ein Programm namens "Sexy Space" gefunden, das sich über SMS verbreitet. Genauer gesagt erhalten User eine Nachricht mit dem Inhalt "A very sexy girl, Try it now!" und einem Link. Wird der Link angeklickt, installiert sich das Programm auf dem Handy.
Kommunikation mit Server
Das Programm wird verbreitet, indem die SMS an alle Kontakte des infizierten Handys verschickt wird. Laut New Scientist habe es in der Vergangenheit bereits Handy-Viren gegeben, die sich auf ähnliche Weise verbreitet haben. Sexy Space kommuniziere jedoch mit einem zentralen Server und könnte darüber von einem Hacker kontrolliert werden. Reagieren die infizierten Handys im Netzwerk auf die Kommandos des Hackers, könne man von einem echten Botnet sprechen.
Es sei laut Symantec noch nicht klar, wozu die Verbindung zum zentralen Server eingesetzt werde, deshalb könne man noch nicht mit Bestimmtheit vom ersten Handy-Botnet sprechen. Es weise aber alle Merkmale eines mobilen Botnets auf.
Neue Gefahrenszenarios
Durch ein Netzwerk von Zombie-Handys würden vollkommen neue Bedrohungsszenarien auf die Sicherheitsunternehmen zukommen. Wissenschaftler hätten laut dem Bericht bereits zuvor nachweisen können, dass sich Teile eines Handys durch Überschwemmung mit Text-Nachrichten außer Funktion setzen lassen würden. Infizierte Handys könnten auch genutzt werden, um Unternehmensnetzwerke auszuspionieren. Forscher von Errata Security hätten letztes Jahr bereits gezeigt, wie mit einem iPhone die IT-Infrastruktur eines Unternehmens ausspioniert werden konnte. (red)