1930-2009

Schriftsteller Frank McCourt ist tot

20. Juli 2009 05:57

Der Pulitzer-Preisträger und Autor von "Die Asche meiner Mutter" litt an Hautkrebs und Hirnhautentzündung

New York - Der US-Autor Frank McCourt, der mit dem Bestseller "Die Asche meiner Mutter" weltberühmt wurde, ist am Sonntag mit 78 Jahren gestorben. Das berichtete die "New York Times" unter Hinweis auf seinen Verlag. Der Pulitzer-Preisträger und frühere Englisch-Lehrer lebte in New York und Connecticut. Todesursache sei eine bösartige Form von Hautkrebs mit Metastasen gewesen, sagte die Vizepräsidentin des Scribner-Verlags, Susan Moldow.

McCourts Bruder Malachy hatte erst vergangene Woche mitgeteilt, sein Bruder habe sich nach der Krebserkrankung eine Hirnhautentzündung zugezogen. "Er wird das wohl nicht überleben", sagte der Bruder am Donnerstag.

McCourt war seinen Angaben zufolge zunächst scheinbar erfolgreich gegen Hautkrebs behandelt worden. Vor zwei Wochen habe sich sein Zustand jedoch rapide verschlechtert. Er lag in einem Hospiz in New York, konnte kaum mehr hören und verlor sein Augenlicht.

Kind einer irischen Einwandererfamilie

Der irisch-amerikanische Autor war jahrzehntelang Englischlehrer gewesen. Erst im Ruhestand verarbeitete er seine schwere Jugend als Kind einer irischen Einwandererfamilie in dem autobiografischen Roman "Die Asche meiner Mutter". Das Buch wurde aus dem Stand mit mehr als sechs Millionen Exemplaren zu einem Weltbestseller und trug ihm 1997 den Pulitzer-Preis ein.

Am 19. August 1930 als erstes von sieben Kindern in New York geboren, waren McCourts Eltern während der amerikanischen Depression in die irische Heimat zurückgekehrt. Die Familie lebte unter elenden Bedingungen. Der Vater war alkoholkrank und versoff den kargen Lohn, die Mutter konnte die Kinder kaum ernähren, drei Geschwister starben.

Diese Erfahrungen hatte McCourt einfühlsam zu seiner Lebensgeschichte verarbeitet. Zwei spätere Bücher über seine Rückkehr nach New York ("Ein rundherum tolles Land", 1999) und seine Zeit als Englischlehrer ("Tag und Nacht und auch im Sommer, 2005) wurden ebenfalls Bestseller, fanden aber bei der Kritik weniger Anklang. (APA)

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16 Postings
Eireamhon
20.07.2009 11:03
genialer autor

schade - ich liebe seine romane und hätte gerne noch mehr von ihm gelesen. ich hatte einmal das vergnügen, nach einer lesung in belfast in der king street einige worte mit ihm wechseln zu dürfen. ich werde ihn als den bescheidenen topautor in erinnerung behalten, den ich damals erlebt hatte.

Nirak8
20.07.2009 10:20
Die Asche meiner Mutter

war für mich sehr berührend. Ich war dankbar darüber, dass ich ein Dach über dem Kopf habe und nicht hungern muss. Manchmal denke ich, dass man sich die Schicksale anderer erst bewußt machen muss, um zu wissen, wie gut es uns doch geht. und wir raunzen über das Wetter, über das Fernsehprogramm, dass wir keinen Parkplatz bekommen.......

Kathi1609
 
20.07.2009 09:29
'Tis.

Gianna Nannini
 
20.07.2009 09:12
Irgendwas ist hier eigenartig. Sie produzieren einen Vertrauensverlust.

Der Artikel über Frank McCourt war gestern, 19.07.2009, noch nicht im onlineStandard zu sehen. Trotzdem gibt es hier 2 Postings mit Datum 17.07. und 18.07. Was machen Sie hier? Kann man Ihren Zeitangaben überhaupt trauen? Wenn Sie hin und her schieben, warum wird dann ein falsches Datum dazugeschrieben oder hat jemand in der Redaktion schon Zutritt und bekommt das frühe Datum später dazugeklebt? Warum ist sowas notwendig? Sie bewirken damit auf alle Fälle einen Vertrauensverlust in das Medium. Gratulation.

schurlibub
20.07.2009 15:04

Und Sie sind nicht Gianna Nannini. Ihnen glaub ich schon mal gar nichts.

Redaktion derStandard.at/Kultur
20.07.2009 14:01
zur erklärung:

die meldung von der einlieferung frank mccourts ins krankenhaus (vom 17.07.2009) wurde von der redaktion heute morgen (20.07.2009) überschrieben, um doubletten bzw. falschmeldungen zu vermeiden.

bitte entschuldigen sie die verwirrungen!

Kathi1609
 
20.07.2009 09:31

vorher gab es einen artikel, in dem von seiner einlieferung ins spital berichtet wurde.
von dem haben sie die postings einfach mitgenommen.

michael herzog
20.07.2009 09:27

der artikel war gestern schon auch online zu lesen, nur nicht als nachruf. sondern als meldung, dass frank mccourt sich im krankenhaus befindet.
dazu gabs 2 postings.
der artikel wurde nach bekanntwerden des todes offensichtlich noch erweitert/abgeändert, ohne die postings zu löschen.

Gianna Nannini
 
20.07.2009 10:31
Frank McCourt ist erst gestern, den 19.07., gestorben

und gestern habe ich den Standard ganz genau und immer wieder gelesen (wie Sie an meinen Postings zu Rabiya Kadeer verfolgen können). Da war NICHTS über Frank McCourt. Der Vorwurf des Gewurstels bleibt also. Unprofessionalität ist nicht zu verteidigen, sondern abzustellen. Ansonsten verwirkt man das Recht (der Medien), soziale und politische Vorgänge zu kritisieren.

http://www.nytimes.com/2009/07/2... l?_r=1&hpw



a grünes stricherl
 
20.07.2009 13:08
geh bitte .. versuchen sie doch der berichterstattung zu folgen ohne gleich amok zu laufen

haeferl
20.07.2009 07:17
Einer der besten Erzähler

Beim Lesen des Buches "Die Asche meiner Mutter" war ich dem Weinen nahe, weil es mich, obwohl nicht gar so armselig wie Frank
Malachy, an meine eigene Kindheit als Waisen-
kind erinnerte.

baby jane hudson
20.07.2009 08:33
ich musste beim lesen öfters pausieren

um tief durch zu atmen - bis auf die knochen hat mich dieses buch berührt!
der film kommt nicht so ganz an das buch heran, jedoch ist die schlussszene (frank fährt nach new york) zum weinen schön!

Kathi1609
 
17.07.2009 23:05
ooohh nein!

ich liebte diese bücher.
wir mussten "angela's ashes" in der 7. klasse lesen. fetter wälzer, kein leichtes englisch.
ich saß mit dem wörterbuch dabei und hab's trotzdem gefressen.

alles gute!!

Nick Tameer
18.07.2009 16:25

Ein sehr irischer Schriftsteller. Ich liebe diesen irischen Humor, der eigentlich ganz ernste Dinge sehr witzig und komisch, und dabei ohne Albernheit behandelt. Ich würde dir, falls du ihn noch nicht kennst, speziell auch Brendan Behan stark empfehlen (und Brian O'Nolan, besser bekannt als Flann O'Brien bzw. Myles na gCopaleen, der allerdings auch schon mal albern sein kann, aber dann auf hochintellektuellen Niveau).

a grünes stricherl
 
20.07.2009 08:24
flann o'brien!

niemand kann so viel trinken und dann auch noch schreiben.

ein herrlicher autor.

unterwurzachersepp
20.07.2009 14:22
Harry Rowohlt vielleicht?

der hat ja auch die meisten O'Briens übersetzt..

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