Pontifex bereits wieder an der Arbeit - Am Sonntag reist er weiter in den Piemont - Nonne verliert wegen Ratzinger Führerschein
Rom - Einen Tag nach dem Bruch seines Handgelenks und einer
erfolgreichen Operation hat Papst Benedikt XVI. am Samstag bereits wieder die
Morgenmesse gefeiert. Der Papst habe die Zeremonie wie jeden Tag in seinem
Ferienhaus in Les Combes abgehalten, sagte Vatikan-Sprecher Federico Lombardi.
Der Heilige Vater müsse sich jedoch an den eingegipsten Arm gewöhnen.
Laut Lombardi will der Papst nichts an seinen Plänen für den laufenden
Sommerurlaub im norditalienischen Aostatal ändern, wo er sich bis zum 29. Juli
aufhalten soll. Am Sonntag wird Benedikt XVI. mit einem Hubschrauber nach Romano
Canavese im Piemont fliegen, um dort vor tausenden Gläubigen das Angelus-Gebet
zu sprechen.
Handgelenksfraktur
Benedikt XVI. war am Freitag im Krankenhaus in der Stadt Aosta wegen einer
Handgelenksfraktur operiert worden, die er sich am Donnerstagabend bei einem
Sturz in seiner Ferienwohnung in Les Combes d'Introd zugezogen hatte. Nach der
Operation war er wieder in sein Chalet zurückgekehrt.
Rasende Nonne
Eine Nonne in Italien muss ein deftiges Bußgeld
bezahlen und einen Monat auf ihren Führerschein verzichten, weil sie
aus Sorge um den Papst zu schnell gefahren ist. Die 56-Jährige und
ihre Begleiterinnen - eine 65-jährige und eine 78-jährige
Ordensschwester - hatten sich am Freitag nach der Nachricht über den
Sturz von Papst Benedikt XVI. in Rom auf den Weg gemacht, um das
Kirchenoberhaupt zu besuchen, wie italienische Medien berichteten.
Auf der Höhe von Turin seien sie von der Polizei angehalten worden,
da sie mit 180 Stundenkilometern über die Autobahn in Richtung Aosta
rasten - 50 Stundenkilometer zu schnell.
Auf die Frage der Polizei, warum sie viel zu schnell gefahren sei,
antwortete die Nonne: "Du hast recht, Junge, aber wir fahren so
schnell aus Angst um die Gesundheit des Heiligen Vaters". Die Polizei
ließ sich davon nicht beeindrucken: Die schnelle Ordensfrau muss nun
für einen Monat auf ihren Führerschein verzichten und 375 Euro
Bußgeld zahlen. (APA)