Erasmus für Jungunternehmer

6. August 2009, 16:05
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Startschuss für den ersten Austausch - EU fördert Projekt - Tirolerin sammelt Erfahrungen in England

Wien - Jungunternehmer können nun auch im Rahmen des internationalen Austauschprogrammes "Erasmus" Erfahrungen im Ausland sammeln: Vor wenigen Tagen nahm eine junge Personaltrainerin aus Tirol in Nordengland ihre Arbeit auf, um dort zwei Monate lang bei einem Unternehmen im Bereich Human Resource Erfahrungen zu sammeln. Ziel ist es, einerseits Fachwissen einzubringen und andererseits andere Unternehmenskulturen kennenzulernen und Einblicke in das Coaching internationaler Firmen zu gewinnen. "Eine win-win Situation für beide Partner. Für die Tirolerin ist der Austausch nicht zuletzt so interessant, weil sie in Zukunft verstärkt ausländische Unternehmen betreuen möchte", erläuterte Elisabeth Zehetner, Bundesgeschäftsführerin der Jungen Wirtschaft in der Wirtschaftskammer Österreich.

Gezielter Austausch

Erasmus für Jungunternehmer bietet angehenden Gründern und Jungunternehmern die Möglichkeit, von einem erfahrenen Unternehmer zu lernen, der in einem anderen EU-Land ein kleines oder mittleres Unternehmen (KMU) leitet. Als teilnehmendes Gastunternehmen hat man wiederum die Chance, einen engagierten Mitarbeiter aus dem Ausland für einen Zeitraum von eins bis sechs Monaten zu bekommen und gezielt für Projekte einzusetzen.

EU-Förderung

Zehetner: "Die Gastunternehmen bewerben sich vor allem aus zwei Gründen: sie bekommen einen hochmotivierten Mitarbeiter, der sich selbst mit unternehmerischem Einsatz in den Betrieb einbringt; der Gastgeber profitiert außerdem vom Wissen über einen ausländischen Markt, der zum Beispiel für eine Expansion interessant sein kann. Der Mitarbeiter auf Zeit kostet dem Unternehmen nichts, denn die EU fördert den Jungunternehmer, je nach Land, mit bis zu EUR 1.100 pro Monat für Reise-und Aufenthaltskosten".

Nach erfolgter Bewerbung werden über ein eigenes Matchingsystem passende Partner ermittelt. Der Kontakt und die Betreuung erfolgt über eigene Vermittlungsstellen. In Österreich übernimmt die Junge Wirtschaft (JW) diese Funktion. (red, derStandard.at, 6.8.2009)

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    Globaler Austausch kann nun auch unter jungen Unternehmern stattfinden

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