Tirol

Düstere Aussichten für Forschungsstandort Med-Uni Innsbruck

16. Juli 2009, 14:30

Uni-Senat-Kritik: Neben steigendem Patientenaufwand und Lehre bleibt Forschung auf Strecke

Innsbruck - Düstere Aussichten hat der Uni-Senat dem "im europäischen Spitzenfeld" liegenden Forschungsbereich der Medizinischen Universität Innsbruck für die Zukunft ausgestellt. "Durch den steigenden Patientenaufwand und den Unterricht der Studenten bleibt die Forschung in der regulären Dienstzeit auf der Strecke", kritisierte Senats-Vorsitzender Michael Joannidis am Donnerstag den Status-quo nach der Studienreform im Jahr 2002.

"Sie haben Stress, alles unter einen Hut zu bringen"

Den Hauptteil der vorgesehenen Forschungszeit würden die an der Universitätsklinik Innsbruck arbeitenden und betroffenen, jungen Ärzte nach der regulären Dienstzeit und am Wochenende investierten. "Sie haben Stress, alles unter einen Hut zu bringen", meinte Joannidis. Vorgesehen seien rund 30 Prozent der Arbeitszeit für Lehre und Forschung aufzuwenden, inzwischen seien es aber nur mehr zehn.

Diese Gegebenheiten, der wissenschaftliche Erfolgsdruck der Med-Uni aber auch die Kürzung der öffentlichen Forschungsgelder würden den Standort Innsbruck für den medizinischen Nachwuchs in Zukunft unattraktiv machen. Dieser seit fünf bis sechs Jahren "schleichende Effekt" mache sich bereits bemerkbar. "Wenn wir früher für eine ausgeschriebene Universitätsstelle bis zu 90 Bewerbungen hatten, sind wir jetzt froh, wenn es zwei bis drei sind", machte der Senats-Vorsitzende den Unterschied deutlich.

Wenn also die Forschungsleistungen im klinischen Bereich weiterhin auf hohem Niveau gehalten werden sollen, müssten die Rahmenbedingungen sowohl für die Human- als auch die Zahnmedizin besser definiert werden. Ansonst werde das medizinische Niveau abfallen, meinte Joannidis. (APA)

schoensprech
02
17.7.2009, 13:11
.... forschungsleistung weiterhin auf hohen niveu gehalten werden..... der war gut !

weiterhin - das impliziert, dass sie derzeit auf hohen niveau ist. wie kommt dann das miese internationale ranking zustande? die med uni innsbruck findet sich nicht einmal unter den top 200 der universitäten weltweit.
forschung ist nur ein feigenblatt an einer uni der ein geschäftsführender vizerektor vorsteht (der richtigen rektor wurde hinausgemobbt) der bereits vor jahren gegen die uni prozessiert hat, weil er "seine" privatgeschäfte für wichtiger erachtete als die forschungsarbeit seiner kollegen.
der jüngste rechnungshofbericht konstatiert, dass er als institutsvorstand an sich selbst als privatmann instituts(diagnostik)einnahmen umleitet. funktioniert prima, wenn man auch noch sein eigenes übergeordnetes dienst"aufsichts"organ ist !

siliconvalley
04
17.7.2009, 02:19
"Wenn wir früher für eine ausgeschriebene Universitätsstelle bis zu 90 Bewerbungen hatten, sind wir jetzt froh, wenn es zwei bis drei sind"

ob da vielleicht auch der Ruf der MedUni Innsbruck mitspielt? Wer will schon mit den Querelen um Stellenbesetzungen, Intrigen, zweifelhaften Studien in Verbindung gebracht werden, wenn er /sie anderswo unterkommen kann?

Wenn ich heute MedUni Innsbruck hoere, fallen mir als erstes die Stammzellstudie an der Urologie, die Streitereien and der HNO, etc. ein.

uni kum
00
17.7.2009, 13:50

Sämtliche Skandale und Skandälchen spielen sich an der Klinik ab. Die Med Uni Innsbruck besteht aber auch noch aus einem vorklinischen Bereich, an dem exzellente Forschung gemacht wird, wie gerade auch eine externe Onkologie-Studie bestätigt hat.

Patsie
00
26.8.2009, 11:39
lager-aufteilung

wenn dieser kommentar nicht aus dem biozentrum kommt ...

siliconvalley
00
18.7.2009, 00:34

kann ich den Titel oder link zu dieser Studie haben?

schoensprech
02
17.7.2009, 15:40
stimmt nicht, auch die vorklinik ist schwer im eimer

oben genannter vizerektor ist an der vorklinik, ebenso wie der nach korruptionsvorwürfen vor ein paar jahren zurückgetretene dekan, der im übrigen in der selben diagnostikbranche tätig war.
dazu noch lustige hausberufungen, und "positive" diskriminierung durch eine personalvizerektorin die laut nach gleichbehandlung schreit. dabei müsste man sie selbst wegen mangelnder forschungsleistung raushauen, wenn man wirklich gleich behandeln würde! da glaubt ja wohl kaum einer, dass in dem umfeld viel geforscht wird.

per verser
00
16.7.2009, 16:37

wozu das geschwaffel. soll ers doch grad heraus sagen: "wir wollen weniger studenten!"

er kanns ja argumentieren, und hahn hört das eh gern.

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