Schweinegrippe-Daten

Wissenschafter warnen vor Fehlschlüssen

15. Juli 2009, 10:07

Studie: Viele Unklarheiten bei den von der WHO veröffentlichten Zahlen

Paris - Britische Wissenschafter haben davor gewarnt, voreilige Schlüsse aus den bisher bekannten Daten zur Schweinegrippe zu ziehen. In einem in der Fachzeitschrift "British Medical Journal" veröffentlichten Aufsatz schreiben die Forscher des Imperial College in London, die Datenlage sei noch zu unsicher, um über die Gefährlichkeit des Virus A (H1N1) verlässliche Aussagen treffen zu können. Bei den von der Weltgesundheitsorganisation WHO veröffentlichten Zahlen gebe es noch viele Unklarheiten.

Tatsächliche Gefahr unklar

So betrage die Sterberate, das Verhältnis der bisher etwa 94.500 von der WHO gezählten Infektionen zu den 429 registrierten Todesfällen, etwa 0,5. Diese Zahl liege leicht über dem Wert einer normalen Grippe-Epidemie. Dennoch könne aus dieser Sterberate noch keine Aussagen über die tatsächliche Gefährlichkeit des Virus abgeleitet werden, erklärten die Forscher. 

Häufig werden den Wissenschaftern zufolge Infektionen nicht bemerkt oder einem Arzt gemeldet, etwa wenn die Krankheit sehr mild ausfällt. Das führt zu einer höheren Zahl tatsächlicher Infektionen im Verhältnis zu den Sterbefällen, die Sterberate würde also sinken. Andererseits könne wegen der Schweinegrippe die Zahl tödlicher Herzinfarkte oder Schlaganfälle zunehmen, die Todesfälle würden aber möglicherweise nicht dem Virus zugeordnet. Erklärungsbedürftig ist nach Ansicht der Forscher auch das Phänomen, dass die gemeldete Sterberate in Mexiko am höchsten sei, doppelt so hoch wie in Kanada, den USA oder Europa. 

Als besorgniserregend bezeichneten die Forscher die langen Zeitspannen zwischen der Meldung einer Infektion und Informationen über den Ausgang der Krankheit. Diese Verzögerung könne bewirken, dass eine Mutation des Virus zu spät festgestellt werde. Die Wissenschafter mahnten die WHO und andere Gesundheitsbehörden zu einer rascheren und vollständigeren Datenerhebung. (APA)

Link
British Medical Journal: Assessing the severity of the novel influenza A/H1N1 pandemic (Anmeldung erforderlich)

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10 Postings
Da Dog
10
16.7.2009, 15:20
Also

Gib Acht wenn der Politiker niest, Gott vergölts...

ikepod
11
15.7.2009, 19:38
Diese Zahl liege leicht über dem Wert einer normalen Grippe-Epidemie.

Panik!!!!

epep
10
16.7.2009, 15:33
haben sie den artikel zu ende gelesen oder nach diesem satz ...

... aufgehoert zu lesen?

Die Zensur gibt nach langer Beratung frei:
00
15.7.2009, 18:15

Der Artikel ist auch nicht mehr ganz frisch.

In Argentinien gibt es bereits mehr Tote als in
Mexiko. Laut Datenlage sterben dort mehr als 4% der Infizierten.

Werner Auer
 
01
16.7.2009, 22:23
Wieviele Erkrankte wären bei einer "normalen" Grippe auch verstorben?

Nebenwirkungen werden als gering beschrieben, eher wie bei einer "normalen" Grippe. Und welche Vorerkrankungen hatten bereits die Sterbeopfer?
Jede Grippe birgt auch die Gefahr einer Herzmuskel Entzündung. Früher hütete man das Bett u. hatte Fieber - und anschließend war man immun gegen diesen speziellen Grippevirus. Heute nimmt man T...
oder ähnliches und belastet so zusätzlich das Immunsystem und die Selbstheilungskräfte. Zusätzlich werden damit resistente Bakterien gezüchtet und, und, und...

Dinyar Rabady
00
19.7.2009, 14:25

genau, durch antivirale medikamente werden resistente bakterien gezüchtet und außerdem das imunsystem belastet.. erklären sie mir auch noch wie das gehen soll?

Werner Auer
 
01
24.7.2009, 22:31
Irritation des Immunsystem möglich

Glauben sie wirklich,dass das Immunsystem keine Beeinflussung erfährt durch neue Wirkstoffe? Ein gesundes Immunsystem schafft es in der Regel innerhalb kurzer Zeit (2-4 Tage) eine wirksame Immunantwort entgegenzusetzen. Bei einer Irritation im Ablauf jedoch muß das Immunsystem und der Körper (Leber, Nieren, Darmflora etc.) auch noch die zugeführte Chemie verarbeiten. Zusätzlich werden oft zur Vermeidung einer bakteriellen Infektion Antibiotika verabreicht. Also ein geschwächtes Immunsystem könnte so zusätzlich belastet werden.

epep
00
16.7.2009, 15:35
quellen. und bitte keine meiden-quellen, sondern quellen von den gesundheitbehoerden, universitaets-kliniken, etc

in mexiko gabs am anfang auch medungen von 10% toten und die medien berichteten davon auch. das ganze hatte sich dann als unsinn herausgestellt.

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