Zwölf Polizisten ermordet

14. Juli 2009, 22:48

Leichen bei Autobahn abgelegt - Auch im Touristenzentrum Veracruz lieferten sich Polizei und Gangster blutige Verfolgungsjagd

Mexiko-Stadt - Der Drogenkrieg in Mexiko hat erneut an Erbarmungslosigkeit zugenommen. Die Polizei in Mexiko-Stadt teilte am Dienstag mit, dass es sich bei zwölf in Michoacan gefundene Leichen um getötete Bundespolizisten handle. Sie hätten in dem Gebiet ermittelt und seien in einen Hinterhalt geraten. Die Körper waren an einer Autobahnausfahrt von Unbekannten abgelegt worden. Alle seien mit einem Genickschuss getötet worden, teilten die Ermittler mit.

Schießerei in Veracruz

Bei einer Schießerei in der Hafenstadt Veracruz waren am Montag zwei mutmaßliche Killer getötet und mehrere Polizisten verletzt worden. Zu dem blutigen Zwischenfall war es mitten im touristischen Zentrum der Stadt gekommen, berichteten die Zeitungen am Dienstag unter Berufung auf die Behörden. Die Polizisten seien bei einer Fahrzeugkontrolle angegriffen worden. Danach habe sich eine Verfolgungsjagd entwickelt. Die Gangster hätten schwere Waffen und Handgranaten eingesetzt. Vier Autos seien explodiert.

In Michoacan war es am Wochenende zu massiven Angriffen des Drogenkartells "La Familia" auf Sicherheitskräfte gekommen, nachdem einer der Anführer des Kartells festgenommen worden war. (APA/dpa)

Gilgamesh
00
15.7.2009, 13:44

Hieß es nicht einmal, dass man das Militär hinzuzieht??

Wie lange will man dem Morden eigentlich noch tatenlos zuschauen??

Glod
11
15.7.2009, 15:20
Tatenlos? In Mexiko ist Krieg!

Und das Militär ist seit zweieinhalb Jahren im Einsatz.
Es werden ja auch genug Kartellmitglieder erschossen oder verhaftet, aber bei den Profiten ist der Rekrutierungspool in einem relativ armen Land endlos.
Aber dass man dem Drogenhandel mit Gewalt nicht beikommen kann, wollen die Mächtigen halt nicht begreifen. (Eigentlich weigern sie sich sogar stur über ihre Strategie nochmal nachzudenken)

Prohibition = reiche Kriminelle = schwerbewaffnete Kriminelle, korrupte Polizisten und Politiker.

Bis jetzt gibt es schon über 11.000 Tote und die Gewalt wird immer noch schlimmer.
Wie schlimm muss die Situation eigentlich noch werden, damit dieser Wahnsinn beendet wird?

yomellamo
10
19.7.2009, 22:57

was würden sie denn vorschlagen was in der jetzigen situation zu tun ist um der gewalt herr zu werden?
- sozialhelfer hinschicken?
- geld reinpumpen das dann alles im korruptionssumpf und schliesslich bei den drogenkartellen versickert?
...?

Mike Müller
 
01
29.7.2009, 10:02
Wie wäre es die Nachfrage zu reduzeiren

Wir leben in einer kapitalistischen Weltordnung mit Angebot und Nachfrage. Seit Jahren wird die Angebotesseite bekämpft da sie in den ärmeren Ländern liegt, aber genau dort ist die Bereitschaft hoch für gutes Geld (das gibt es im Drogenhandel) rücksichtslos und korrupt zu werden. Sie auch Kolumbien. Die Gesellschaft als ganzes wird Gewaltbereiter bei so viel Geld. Wenn mit dem selben Aufwand die Nachfrage reduziert würde oder im Zweifelsfall der handel gut organisiert würde wäre es schnell vorbei mit den hohen Gewinnen und das Drama hätte ein Ende auch das politische Drama das unter dem Vorwand der Drogenbekä. in manchen Ländern herrscht. Wäre einfach wenn man wollte und die Idiologiebrille abziehen würde.

Fritz Wunderlich
00

äh, die nachfrageseite wird seit bald hundet jahren auch bekämpft, falls dir das noch nicht aufgefallen ist, die welt ist etwas anders als du tickst

klar kent
00
14.8.2009, 20:23

nochmal lesen.

Gilgamesh
01
16.7.2009, 10:23

Also wenn ein Drogenkartell Polizisten abschlachtet, hat das schon eine gewisse "Kriegsqualität"....

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