Wiederaufnahme der vor sechs Jahren ausgesetzten Gespräche bestätigt
Washington - Die USA und Kuba haben am Dienstag in New York die vor sechs Jahren unterbrochenen Gespräche über die Einwanderung von Kubanern in die USA wieder aufgenommen. Der Sprecher der kubanischen Interessensvertretung in Washington, Alberto González, sagte am Dienstag auf Anfrage, die Begegnungen sollten unter Bedingungen regelmäßig abgehalten werden. Das US-Außenministerium teilte am Dienstag mit, bei den Gesprächen gehe es vor allem darum, die Migration zwischen Kuba und den USA "sicher, legal und geordnet" stattfinden zu lassen.
Seit vielen Jahren fliehen Kubaner aus politischen und wirtschaftlichen Gründen über das Meer nach Florida oder nach Mexiko, um ebenfalls in die USA zu gelangen. Mexiko hat sich inzwischen gegenüber Kuba verpflichtet, Flüchtlinge auf die Antilleninsel zurückzuschicken, wenn sie in Mexiko aufgegriffen werden. Bisher werden Kubaner, die die USA erreichen, nicht an Kuba ausgeliefert. Die kubanische Regierung betrachtet Personen, die die Insel ohne Genehmigung des Staates verlassen, als Vaterlandsverräter. (APA)