"Wir müssen doch nicht noch einmal zum Mond"

14. Juli 2009, 19:03
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    foto: nasa

    Buzz Aldrin war Pilot der Mondfähre "Eagle", die am 20. Juli 1969 um 20.17 Uhr auf dem Mond im Meer der Ruhe landete. Er betrat etwa 20 Minuten nach Neil Armstrong den Erdtrabanten.

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    foto: aus "magnificent desolation"

    Das Gefühl der Schwerelosigkeit lässt Buzz Aldrin noch einmal abheben.

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    foto: funnyordie.com

    Cool sein ist alles: Snoop Dogg und Buzz Aldrin während der Aufnahmen zu einem Rap.

Buzz Aldrin war der zweite Mann auf dem Mond - Heute schreibt er vor allem Bücher über seine Weltraumabenteuer

Warum er den Erdtrabanten für künftige Missionen eher langweilig findet und den Mars vorziehen würde, sagte er Deborah Solomon.

* * *

Vor vierzig Jahren verfolgte Sie die Weltöffentlichkeit gebannt bei Ihrem Spaziergang auf dem Mond. Haben wir seit dem Flug der Apollo 11 Fortschritte gemacht?

Aldrin: Nicht wirklich. Wir haben unsere Aufmerksamkeit auf die niedrige Erdumlaufbahn verlagert.

Meinen Sie das Shuttle-Programm, das enden soll?

Aldrin: Wir haben uns auf das Shuttle und die Internationale Raumstation ISS konzentriert sowie das Fundament geschaffen, um auf den Mond zurückzukehren. Russland hat sich auf Phobos konzentriert, einen Mond des Mars. In den USA hat man leider erst vor kurzem realisiert, wie wichtig Phobos as Meilenstein zum Roten Planeten wäre.

Hat der Mars so viel mehr zu bieten als der Mond?

Aldrin: Ja, viel mehr. Er ist viel eher mit der Erde vergleichbar. Der Mars hat eine dünne Atmosphäre und einen Tag-Nacht-Zyklus, der unserem sehr ähnlich ist. Er hat auch Jahreszeiten.

Heißt das, der Mond ist passé?

Aldrin: Für kommerzielle Aktivitäten ist er nicht gerade vielversprechend. Mag sein, dass die Wissenschaften noch Interesse haben, auch dass er strategisch wichtig ist, ich glaube aber nicht, dass es notwendig für die Amerikaner ist, auf dem Mond wieder präsent zu sein. Wir müssen nicht noch einmal hin, um uns die Ressourcen zunutze zu machen. Das können auch Roboter für uns machen.

Sie waren nach Armstrong der Zweite auf dem Mond. War das ärgerlich?

Aldrin: Nein. Zu dieser Zeit habe ich nicht nach noch mehr Lorbeeren gesucht.

In Ihren neuen Memoiren "Magnificent Desolation" blicken Sie auf die von Alkohol und Depressionen geprägte Zeit nach "Apollo 11" zurück ...

Aldrin: Depressionen wurde mir mütterlicherseits vererbt. Ihr Vater hat Selbstmord verübt. Und sie selbst hat sich ein Jahr, bevor ich zum Mond flog, umgebracht.

War der Mädchenname Ihrer Mutter wirklich Marion Moon?

Aldrin: Ja. Ich wollte nicht, dass die Nasa das erfährt. Womöglich hätte mir jemand unterstellt: Aldrin darf nur zum Mond fliegen, weil seine Vorfahren Moon heißen.

Finden Sie es nicht interessant, dass wir zwei 40-Jahr-Jubiläen zur gleichen Zeit feiern: den ersten Mondspaziergang und Woodstock?

Aldrin: Ich denke nicht, dass ich nach Woodstock zum Jubiläum fahren werde.

Welche Musik mögen Sie denn?

Aldrin: Ich habe gerade eine Rap-Session mit Snoop Dogg aufgenommen. Der Song heißt Rocket Experience. Das Video ist auf der Website funnyordie.com zu sehen.

Singen Sie im Video?

Aldrin: Ich muss das relativieren. Es ist kein Singen, es ist ein Rap.

Ist es wahr, dass Buzz Lightyear, der Comic-Astronaut aus "Toy Story", nach Ihnen benannt wurde?

Aldrin: Offensichtlich. Aber meine Bankauszüge belegen das nicht.

Wie alt sind Sie jetzt eigentlich?

Aldrin: Am 20. Juli, dem Jubiläum der Mondlandung, werde ich genau neunundsiebzigeinhalb Jahre. Es ist vor allem großartig, dass ich jetzt meine Ruhe habe und tun und lassen kann, was ich will. (© 2009 The New York TimesDER STANDARD, Printausgabe, 15.07.2009)

Zur Person
Edwin Eugene "Buzz" Aldrin wurde am 20. 1. 1930 in Montclair (New Jersey) geboren. Der Absolvent der Militärakademie war Kampfpilot im Koreakrieg und studierte Raumfahrttechnik.

Das Interview erschien in der New York Times. Übersetzung: Marietta Groß

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 66
1 2
equality
13
15.7.2009, 16:21
also ob wir jetzt am mond waren oder nicht...

...für den einen sprechen die fakten eindeutig dafür, für den anderen gibt es genug fakten um mistrauisch zu sein. finde es nur ziemlich dämlich wieviele emotionen da mitschwingen.
und jegliche skepsis gleich in den topf der verschwörungstheorien werfen finde ich gefährlich. gegen alles kritisch zu sein ist sehr wichtig.
und nur weil vielleicht jemand an der mondlandung zweifel hat auch gleich glauben muss, das haider von den mossard ermordet wurde weil verschörer = verschwörer finde ich kognitiv schon mehr als einfach gestrickt.
also bitte nicht alles gleich zu persönlich nehmen nur weil jemand anderer meinung ist.
mfg

ricko
11
15.7.2009, 22:30
genau ihre argumentation ist das problem!!

den sie wollen mondlandungsverleugner (sie) und mondlandungs-faktebakzeptierer auf einer augenhoehe haben. also 2 gleichberechtigte gruppen, die einen glaubens und die anderen nicht.

die intelligent design kasperln versuchen exakt das selbe.

NEIN, sie sind nicht der gegenpol der mondladungsakzeptierer (schirches wort).
esotherik ist nicht die linke seite der rechten schulmedizin und generell stehen alle verschwoehrungstheoretiker auf einem ganz anderen level als jene, die sich muehevoll mit den fakten beschaeftigen.

verstehen sie das?

Mazza Cane
63
15.7.2009, 11:48
"Wir müssen doch nicht noch einmal zum Mond"

...waren die schon dort?

birka
10
16.7.2009, 17:08

*gääääääääähhhhhnnnn*

Mucosaprolaps
47
15.7.2009, 13:00

*seufz* ja. Oder glaubst du an Ammenmärchen dahergelaufener Journalisten, die mit lachhaften, teils offen antisemitischen Verschwörungstheorien a la "Mossad und CIA haben die Twintowers gesprengt" oder "Der Mossad hat Haider ermordet, wegen der jüdischen Hochfinanzmafia" reich geworden sind?

Chaton bleu
 
10
15.7.2009, 14:29
Lass ihn/sie doch

Besser solche leute machen verschwoerungstheorien als sie legen zb bomben--

ps ich habe eine recht differenzierte einstellung zum apolloprogramm, aber die bringe ich in 750 zeichen nicht unter.

NONE
02
15.7.2009, 15:57

Jetzt werden schon "Verschwörungstheoretiker" mit Bombenlegern verglichen???

Im übrigen gibt es keine homogene Masse an Verschwörungstheoretikern. Und die, die finanziell davon profitieren, indem sie z.Bsp. Bücher schreiben, würde ich nicht als "Verschwörungstheoretiker" bezeichnen - sondern als unsaubere Geschäftsleute.

Martin Rosenkranz
00
15.7.2009, 10:32
Haben wir seit dem Flug der Apollo 11 Fortschritte gemacht? Nicht wirklich...

Kann ich dem guten Hern Aldrin aber nicht zustimmen.

Wir haben das größe und schwerste Objekt der Raumfahrtgeschichte im Orbit - und permanent mehr Menschein im All als je zuvor. Es gibt Hubble - ein Megaerfolg und sehr viel länger Publikumswirksam als die Mondlandungen. Und sehr viel Sonden bzw. Roboter die erfolgreich und teils sehr viel länger als geplant ihren Dienst verrichten.

Es steht halt kein großer Launcher für bemannte Projekte ausserhalb der Erdumlaufbahn zur Verfügung....ändert sich mit Ares V.

Und nüchtern betrachtet ist ein bemannter Marsflug auch mit heutiger Technologie noch pure Ilussion.

G. B. Corner
13
15.7.2009, 12:29

Die Technologie ist nicht der Knackpunkt. Marsmissionen waren als Folge der Apollo-Mondmissionen angedacht und wären schon mit damaliger Technologie zu realisieren gewesen. Der Knackpunkt ist finanziell/organisatorisch. Wo kein Wille da kein Weg.

Michael Bakunin
00
17.7.2009, 09:39

weil ja auch sinnlos ist.

Martin Rosenkranz
00
15.7.2009, 14:43
Teil 2

Alleine schon die Tatsache, dass die Kommunikation so verzögert ist, dass ich vor Ort mehr Systemspezialisten benötige die selbst sofort Hand anlegen können - sowie auch med. Versorgung für ein Unternhemen dass hunderte Tage dauert (vom Gewicht von Nahrung, Wasser, etc. gar nicht zu reden).

Ich hab mich spaßhalber mal hingesetzt und hab mit den Daten der Apollo und des Shuttles als Berechnungsbasis (Nuzlast zu Gesamt) herumgespielt, die zusätzlich notwendige Gerätschaft, Gewichte sowie Versorgungsgüter hinzurechnet das Ganze mit den notwendigen Beschleunigungen für die transplanetaren Flüge versehen und komm auf mindestens fünf Saturn V Nutzlasten für eine Mars Mission - und "nice to have" Fatures hab ich da auch noch weggelassen.

G. B. Corner
00
15.7.2009, 16:38

Da liegen Sie recht gut ... Stephen Baxter hat das ganze einmal durchgespielt und kommt auf ähnliche Zahlen. Aber es handelt sich hier nur um Quantität; rein von der Technologie her wäre eher die Landung auf dem Mars der große Unterschied zur Mondmission gewesen. Jedenfalls durchaus machbar, aber eben zu sehr hohen Kosten.

Martin Rosenkranz, airpower.at
00
15.7.2009, 20:34
"nice to have" wären zum Beispiel

- einige Satelliten im Mars Orbit, die eine permanente Kommunikation ermöglichen bzw. der Crew am Boden auch Wetterdaten geben kann.
(ohne die kann ich mirs sowieso nicht vorstellen, denn im Gegensatz zum Mond zeigt uns der Mars nicht immer nud die selbe Seite)

- ein vorab durch Roboter bezugsfertig eingerichtetes Habitat

- für den Fall, dass es beim Rückflug (vorerst) technische Probleme gibt eine längerfristige Bewohn- und Versorgbarkeit dieses Habitats über den Zeitpunkt des Rückfluges hinaus.

Martin Rosenkranz
00
15.7.2009, 14:19
waren als Folge der Apollo-Mondmissionen angedacht und wären schon mit damaliger Technologie zu realisieren gewesen

Also den größten Knackpunkt sehe ich bei Start vom Mars. Der hat nicht nur eine erheblich größere Anziehungskraft als der Mond sondern auch eine Atmosphäre (beides natürlich nur ein Bruchteil der Erde).
Trotzdem erfordert das ein wesentlich größeres Startgerät um zumindest in eine Marsumlaufbahn zu kommen wo man ja derweil das Gerät für den flug zur Erde parken kann.
Das Ding muss ich erstmal dort landen und nach wesentlich längerem Aufenthalt als am Mond wieder starten - alles ohne externe Hilfe und mit einer Comverzögerung von 20min. one way - "Houston we have a problem" ist also nicht weil bis Houston antwortet sind alle längst hin.

Teil 2 folgt.

Stahl_____666
01
15.7.2009, 11:39
.

Nüchtern betrachtet ist aber sowohl die ISS gleich wie das Shuttle eine Sackgasse in der bemannten Raumfahrt. Genau deshalb wollen sich die USA so schnell wie möglich davon zurückziehen.

Die Ares V wird höchstwahrscheinlich so nicht stattfinden da schon die Verwirklichung der Ares I auf der Kippe steht.

Ein Marsflug ist mit heutiger Technologie durchaus realisierbar jedoch fehlt dafür die politische und wirtschaftliche Notwendigkeit.

Martin Rosenkranz
13
15.7.2009, 09:42
Buzz Aldrin

war nicht der zweite Mann auf dem Mond sondern setzte im selben Augenblick wie Amstrong auf dem Mond auf.

Er ist als zweiter aus dem LM ausgestiegen....

gowiththeflow talkfirstthinklater
 
10
15.7.2009, 09:39
er hat leicht reden - er war ja schon oben!

Ich brech' die Herzen der stolzesten Frau'n
10
15.7.2009, 11:46
oder unten...oder drüben...

Nik M
41
15.7.2009, 08:21
Unglaublich

will Geld dafuer, dass man in Toy-Story seinen Vornamen verwendet hat. Leute gibts ...

Harold Smith
02
15.7.2009, 12:35

sie sind sehr zugänglich für humor, nicht wahr?

subcom-marcus
013
15.7.2009, 07:09

ein super Haarwuchsmittel dürft er am Mond entdeckt haben ;-)

Roter Baron
00
15.7.2009, 09:13

und schweigt völlig drüber !

equality
40
15.7.2009, 00:05

:-) hab ja gewusst das da ein paar auf der lauer liegen.

ricko, coldturkey, grummel fummel, ich bin der meinung ist wahrscheinlich schon eingeschlafen und gistof...

ihr könnt jetzt rauskommen, ich bin der einzige verschwörer, es kommen keine mehr :-)

grummel-fum
00
15.7.2009, 01:20
koestlich

:-)
nein, nein sie sind kein verschwoerer, jetzt da ich ihre anderen postings gelesen habe, bin ich ueberzeugt, dass sie Komiker sind.

Besonders ihre postings zu Medizinfragen sind herrlich absurd. Beste Satire, weiter so :-)

ricko
02
14.7.2009, 23:14
verschwörungstheologie

es wurden reflektoren am mond installert. dh nehmen sie einen laser (min klasse 2), modulieren sie ihn mit irgendeiner frequenz (als beweis, dass es auch ihr laser ist), detektieren sie das signal.
falls sie ganz gewifft sind, senden sie einen impuls und berechnen sie ueber die senden-empfangszeit (/2) die entfernung.

wie?

v(geschwindigkeit) * t (zeit) = entfernung

v = c in diesem fall (lichtgeschwindigkeit)

willkommen in der schönen, realen welt der fakten und kausalen zusammenhänge, wo sich mit viel arbeit und liebe schon viele menschen gedanken gemacht haben um die welt zu verstehn um zB kaffeesudlesern wie ihnen (@equality) zu mehr wissen und lebensqualität zu helfen

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