US-Börsen schließen fester

19. August 2009, 22:41

Freundlich nach Startschwäche - Energiewerte drehen US-Markt

New York - Die wichtigsten US-Aktienindizes haben am Mittwoch nach einem schwächeren Start freundlich geschlossen. Händler begründeten die frühen Verluste in erster Linie mit den eingebrochenen Kursen an den chinesischen Aktienmärkten. Kursgewinne bei Energiewerten vor dem Hintergrund steigender Ölpreise hätten dann aber die Stimmung aufgehellt und Hoffnung auf eine wieder verbesserte Nachfrage gemacht.

Der Leitindex Dow Jones legte um 0,66 Prozent auf 9.279,16 Zähler zu. Der marktbreite S&P-500-Index stieg um 0,69 Prozent auf 996,46 Punkte. An der Technologiebörse Nasdaq stand der Composite-Index 0,68 Prozent höher bei 1.969,24 Zählern. Für den Auswahlindex Nasdaq 100 ging es um 0,64 Prozent auf 1.596,61 Punkte nach oben.

Hewlett-Packard (HP) verloren 0,30 Prozent auf 43,83 US-Dollar. Der Computerhersteller hatte sich am Vorabend nach Börsenschluss vorsichtig zur Nachfrage von Geschäftskunden geäußert. Mehrere Analystenhäuser hatten allerdings ihre Kursziele für HP-Titel angehoben, nachdem das Unternehmen mit seinen Zahlen zum dritten Geschäftsquartal etwas besser als erwartet abgeschnitten hatte.

Alcoa litten unter einer negativen Analystenäußerung und sackten mit minus 3,41 Prozent auf 12,48 US-Dollar auf den letzten Platz im Dow Jones ab. Goldman Sachs hatte die Einstufung für die Titel des Aluminiumkonzerns aus Bewertungsgründen von "Buy" auf "Neutral" gesenkt.

Unter den Energietiteln kletterten Exxon Mobil um 2,27 Prozent auf 68,00 Dollar. Chevron gewannen 1,82 Prozent auf 68,16 Dollar. Der Preis für das Schwarze Gold war im Handelsverlauf nach der Veröffentlichung eines überraschenden Rückgangs der US-Lagerbestände kräftig auf den höchsten Stand seit Juni gestiegen.

Eli Lilly legten nach einem leichteren Start schließlich doch noch um 0,33 Prozent auf 32,95 Dollar zu. Der Pharmakonzern hatte die Versuchsreihe für ein potenzielles Osteoporose-Medikament gestoppt. Eli Lilly wird durch den Stopp eigenen Angaben zufolge eine kleinere Belastung im dritten Quartal verbuchen müssen. Die Gesamtjahresziele bestätigte der Konzern aber.

Deere & Co. rutschten um 2,91 Prozent auf 43,78 Dollar ab. Der weltweit größte Hersteller landwirtschaftlicher Nutzfahrzeuge hatte mit seinem Ausblick auf das laufende Jahr die Erwartungen des Marktes enttäuscht. Dahinter verblasste die Entwicklung im abgelaufenen Jahresviertel, in dem das Unternehmen besser abgeschnitten hatte als von Analysten vorhergesagt.

Microsoft gewannen nach Verlusten zu Beginn am Ende doch noch 0,25 Prozent auf 23,64 Dollar. Der Software-Konzern setzt sich gegen ein Gerichtsurteil zur Wehr, das ihm den Verkauf seines Textverarbeitungs -Programms Word in den USA verbieten könnte. Vor einem US-Berufungsgericht in Washington beantragte Microsoft, die Anordnung eines Verkaufsstopps auszusetzen.

Das Urteil würde Microsoft in irreparabler Weise schaden, weil es das Unternehmen zwänge, sein Flaggschiff-Produkt für Monate vom Markt zu nehmen, hieß es in dem Antrag. Das kanadische Softwareunternehmen i4i wirft Microsoft bereits seit 2007 vor, in seiner Textverarbeitung wissentlich ein Patent zu verletzen. (APA)

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