Briten bleibt derweil die Wahl zwischen zwei Fassungen
Kiew/Moskau/London - In der Ukraine darf der Kinohit "Brüno" des
britischen Komikers Sacha Baron Cohen wegen anstößiger Szenen nicht gezeigt und
nicht verkauft werden. Der Film um den schwulen österreichischen Modereporter
Brüno könne die "öffentliche Moral der Bevölkerung verletzen", begründete
Vizekulturminister Timofej Kochan nach Angaben der Agentur Interfax am Mittwoch
die Entscheidung der Filmkommission. Vulgäre Sprache, homosexuelle Szenen, sowie die Darstellung von
Sadismus und asozialem Verhalten hätten zu dem Verbot geführt. Die Ukraine hatte 2006 auch Cohens Satire um den kasachischen Reporter
"Borat" verboten.
In Großbritannien wird "Brüno" in zwei Versionen ausgestrahlt. Wie Universal Pictures mitteilte, sei es das erste Mal, dass ein aktueller Film in zwei Fassungen in den Kinos läuft: "Wir hatten so viele Anfragen von jüngeren Fans, dass wir auch ihnen den Film zugänglich machen wollten". Aus der Version für über 15-Jährige wurden nach britischen Medienangaben Sexszenen herausgeschnitten, sie ist knapp zwei Minuten kürzer als die für Zuschauer ab 18 Jahren. (APA/dpa)