Ex-Präsident gibt Taten allerdings zu
Lima- Der peruanische Ex-Präsident Alberto Fujimori hat in einem Korruptionsverfahren gegen ihn auf nicht schuldig plädiert. Fujimori sagte am Montag vor dem Gericht in Lima, er gebe zu, die ihm zur Last gelegten Handlungen begangen zu haben. Allerdings sei er für die Taten weder straf- noch zivilrechtlich verantwortlich. Peruanische Medien vermuteten, dass der 70-Jährige mit dieser Taktik verhindern will, über Einzelheiten des Bestechungsskandals aussagen zu müssen.
Fujimori wird vorgeworfen, in den letzten Monaten seiner Amtszeit von 1990 bis 2000 illegal einen 15-Millionen-Dollar-Bonus an seinen Berater und Geheimdienstchef Vladimir Montesinos transferiert zu haben. Die Staatsanwaltschaft fordert acht Jahre Haft und eine Entschädigungszahlung wegen der Veruntreuung öffentlicher Gelder.
Im April war Fujimori wegen schwerer Menschenrechtsverletzungen während seiner Zeit als Staatschef zu 25 Jahren Haft verurteilt worden. Gegen das Urteil legte er Berufung ein. Ende 2007 hatte Fujimori bereits wegen Machtmissbrauchs eine sechsjährige Gefängnisstrafe erhalten.(APA/AFP)