YouTube verhandelt wieder mit Warner Music

13. Juli 2009, 13:24
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Der Verzicht auf Bands wie Red Hot Chili Peppers, Green Day oder Death Cab for Cutie könnte nun jedoch bald ein Ende haben

Die Google-Videoplattform YouTube und das Majorlabel Warner Music stehen wieder in Verhandlungen über eine mögliche Kooperation. Vor rund einem halben Jahr hatten sich die beiden Seiten bei Gesprächen über künftige Lizenzvereinbarungen überworfen. Daraufhin wurden Tausende Musikvideoclips von Künstlern, die bei Warner unter Vertrag sind, auf der Plattform gesperrt. Der Verzicht auf Bands wie Red Hot Chili Peppers, Green Day oder Death Cab for Cutie könnte nun jedoch bald ein Ende haben. Laut Informationen aus Insiderkreisen haben YouTube und Warner ihre Gespräche wieder aufgenommen, berichtet Cnet.

"Ernsthaftere" Gespräche

Zwar sei es in den vergangenen Monaten immer wieder zu einzelnen Verhandlungsrunden gekommen, diesmal soll es sich jedoch um "ernsthaftere" Gespräche handeln. Bislang gibt es keine konkreten Ergebnisse aus den Verhandlungen und bis zu einer endgültigen Einigung ist es laut den Angaben der informierten Personen auch noch ein weiter Weg. Immerhin sei nun aber der "Kalte Krieg" zwischen den beiden Parteien beendet, heißt es.

Komplexere Frage

Offizielle Stellungnahmen zu der neuen Gesprächsrunde wollten bisher weder Vertreter von YouTube noch von Warner Music abgeben. Die Sackgasse, in der sich die beiden Seiten im vergangenen halben Jahr befanden, resultierte daraus, dass Warner darauf bestanden hatte, Konditionen mit YouTube zu vereinbaren, wie sie auch mit Wettbewerbern bestehen. Allerdings heißt es aus Branchenkreisen, dass dem Zerwürfnis noch weitaus komplexere Fragen zugrunde liegen würden.

"Wir können aktuelle Gespräche zwischen Warner und YouTube nicht bestätigen"

Seit Dezember - als die Fortsetzung der Warner-YouTube-Kooperation scheiterte - ist es der Videoplattform gelungen, Lizenzverträge mit allen anderen Majorlabels zu vereinbaren. YouTube wäre mit Sicherheit auch froh darüber, wenn eine neue Partnerschaft zustande käme. Google hat in der Vergangenheit bereits wiederholt sein grundlegendes Interesse an Kooperationen mit den Vertretern der Musikindustrie signalisiert - etwa als YouTube aufgrund des Lizenzstreits mit der GEMA in Deutschland Videos sperren ließ. "Wir können aktuelle Gespräche zwischen Warner und YouTube nicht bestätigen. Nach wie vor gilt jedoch, dass wir immer an Kooperationen mit Partnern aus Bereichen wie Musik, Film oder Medien interessiert sind", betont YouTube-Sprecher Henning Dorstewitz neuerlich gegenüber pressetext.(pte)

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YouTube

  • Anthony Kiedis of American rock band Red Hot Chili Peppers

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