Tote bei Polizeieinsatz in Xinjiang

13. Juli 2009, 14:06

Zwei Menschen von Polizisten erschossen - Peking verlegt Spezialeinheiten in Uiguren-Region

Urumqi - Bei einem chinesischen Polizeieinsatz in Urumqi, der Hauptstadt der uigurischen Region Xinjiang im äußersten Nordwesten des Landes, sind am Montag nach Behördenangaben zwei Menschen getötet worden. Der Einsatz habe sich gegen Elemente gerichtet, die die öffentliche Ordnung gestört hätten, hieß es. Mit Messern und Stöcken bewaffnete Uiguren hätten chinesische Sicherheitskräfte attackiert, diese hätten daraufhin das Feuer auf die Angreifer eröffnet, sagten Augenzeugen.

In der Hauptstadt Urumqi, die Schauplatz blutiger Zusammenstöße zwischen muslimischen Uiguren und zugewanderten Han-Chinesen war, sind mittlerweile deutlich weniger Sicherheitskräfte zu sehen; die meisten Geschäfte öffneten wieder, wie Korrespondenten am Montag berichteten. Bei den Unruhen wurden nach offiziellen Angaben mindestens 184 Menschen getötet und 1.680 weitere verletzt. Öffentliche Versammlungen bleiben verboten.

Die chinesischen Behörden warnten am Montag, die Opferzahl könne weiter ansteigen, da 74 Menschen noch in Lebensgefahr schwebten. Seit Ausbruch der Unruhen hatte Peking tausende Soldaten und paramilitärische Einheiten in die nominell autonome Region verlegen lassen. Dort kämpfen uigurische Gruppen für die Schaffung eines unabhängigen Staates "Ostturkestan", wie er in den 1940er-Jahren kurzzeitig existiert hatte.

Kulturelle und politische Unterdrückung

Viele Uiguren wehren sich gegen die chinesische Herrschaft und beklagen kulturelle und politische Unterdrückung. Seit Anfang der 1990er-Jahre kam es immer wieder zu blutigen Unruhen, zahlreiche "Konterrevolutionäre" wurden hingerichtet, Hunderte von Moscheen und Koranschulen geschlossen. Gegen pro-chinesische uigurische Funktionäre wurden Attentate verübt, so fiel der regimegenehme Imam der Großen Moschee von Kashgar einem Mordanschlag zum Opfer.

Xinjiang wurde im 18. Jahrhundert unter den Mandschu-Kaisern erobert und erst 1884 dem chinesischen Reich einverleibt. Es ist für Peking von großer strategischer Bedeutung und reich an Bodenschätzen. 1955 wurde von den Kommunisten die "Autonome Region Xinjiang" errichtet. In Lop Nor entstand Chinas Atomtestgelände. Die Ansiedlung von Han-Chinesen wurde in großem Maßstab vorangetrieben. Seit mehr als eineinhalb Jahrzehnten erstarken panislamische und irredentistische Strömungen, wie die kommunistischen Behörden offen zugegeben haben. (red/APA/AP)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 27
1 2
beowulf2
 
00
14.7.2009, 04:25

mal zur Abwechslung etwas anderes:

Uigurischer Hip-Hop (teile auf chinesisch):
http://www.youtube.com/watch?v=e... playnext=1

Tibetischer Hip-Hop:
http://www.youtube.com/watch?v=f4ku4cisUMI

Hardcoreboson
00
14.7.2009, 17:05
die definition des wortes 'graphomane' von milan kundera

scheint ihre berechtigung zu haben, wenn ich ihre posts so lese.

beowulf2
 
00
14.7.2009, 17:53

Nicht jeder verbringt seine Freizeit damit Hass zu fördern. Ich weiß, dass das für sie eine schockierende Nachricht sein muss.

Ich finde es übrigens interessant, dass sie den dumpfen Rassismus von Jürgen Rembremerding unten verteidigen müssen. Sagt sehr viel über ihren Charakter aus.

Jürgen Rembremerding
10
13.7.2009, 21:32
"Peking verlegt Spezialeinheiten in Uiguren-Region"

"Flen Dle-Bin - Spezialeinheit!"

Herz der Finsternis1
00
14.7.2009, 09:07
als angehöriger der grössten verbrecher der geschichte

scheint so das Rassismus und Chauvinismus im reich wieder hochgelebt wird.

Hardcoreboson
00
14.7.2009, 17:04
sie muessen lernen sich klar auszudruecken.

vom anderen Sternli
23
13.7.2009, 15:55
China zerstückeln?

Anscheinend mach sich niemand darüber Gedanken, was ein "Autonomie" für Sinkiang und Tibet bedeuten würde. Auf einen Schlag würde China über ein Drittel seines Staatsgebietes verlieren.
Daran mögen bestimmte Leute (Bodenschätze)interessiert sein, aber nicht die chinesische Regierung.
China hat nach der Revolution von 1911 schon einmal eine Zeit durchgemacht, die zu einem fast völligen Zerfall des Reiches geführt hat. Warlords (von damals stammt der Begriff) haben sich das Land unter sich aufgeteilt.
Deshalb ist es ein zentraler Bestandteil der chinesischen Politik, die Einheit des Reiches zu erhalten und zu verteidigen.
Daraus resultiert das Verhalten der chinesischen Führung.

Ingrid Goeschl
12
13.7.2009, 20:49

Nun, man kann das auch so sehen, dass über ein Drittel des sogenannten Staatsgebietes von China aus annektierten Ländern besteht.

Die Warlords waren das Ergebnis der katastrophalen sozialen und politischen Misstände im Lande vor der Kulturrevolution, dies ist nicht mit den berechtigten Forderungen der Tibeter und Uiguren auf ihr eigenes Land zu vergleichen.

Hardcoreboson
03
13.7.2009, 16:30
was grossteils gefordert wird

ist die umsetztungen jener massnahmen die theoretisch schon gesetzt waeren. tibet und xinjiang sind ja offiziell schon 'autonom' praktisch aber nicht.

weil das aber schon 50 jahre auf sich warten laesst, gibts natuelrich immer mehr, die daran nicht glauben und unabhaengigkeit fordern.

Panda123
02
13.7.2009, 16:19

So wie ich "Autonomie" verstehe, würde die VR China nicht einen Quadratmeter seines Staatsgebiets verlieren. Das wäre ja dann "Unabhängigkeit".
Mal davon abgesehen, denke ich schon, dass sich die meisten durchaus bewusst sind, von was für Größenordnungen wir hier sprechen. Sowas googlet man doch in 2 Minuten. :o)

Charly Firpo
00
14.7.2009, 01:50

goo... was???? ;-)

sfoglio
13
13.7.2009, 16:17
und wir österreicher sollten

uns tschechien, ungarn und co wieder einverleiben, weil in den 20er, 30ern und 40ern nichts besseres nachkam?

oder kann es sein dass die chinesische regierung doch eher angst vor dem verlust solch rohstoffreicher gebiete hat als dass sie tibetanische und uigurische warlords fürchtet?

Ingrid Goeschl
10
13.7.2009, 20:50

In Tibet gab es nie Warlords, das war schon eine chinesische Sache.

vom anderen Sternli
411
13.7.2009, 15:46
Deutschland wusste schon,

weshalb es die in Afghanistan verhafteten Uiguren nicht aufnehmen wollte. Jetzt greifen Exil-Uiguren in München schon chinesische Touristen an.
Auch nicht gerade die friedliche Art der Konfliktlösung!

Hardcoreboson
22
13.7.2009, 16:33
nun ich habe es erlebt

wie chinesische nationalisten, andersdenkende (gewerkschafter und minderheiten) in hong kong beschimpft und bespuckt haben - in weiterer konsquenz mussten zweitere von der polizei geschuetzt werden.


beowulf2
 
21
13.7.2009, 18:01

Zusammenhang?

Hardcoreboson
12
13.7.2009, 18:09
nun ich wollte damit aufzeigen

das die 'gewaltskala' die im moment in muenchen erreicht wird, zwar nicht vergleichbar ist mit jener in xinjinag (wie von ihnen oefters suggeriert), allerdings sehr wohl vergleichbar mit jener die han-chauvinisten an den tag legen, wenn sie mit andersdenkenden konfrontiert werden. hier sei auch nochmal daran erinnert wie han-chauvinisten anderen han-chinesen auflauerten die in carrier-four einkaufen gehen wollten.

beowulf2
 
33
13.7.2009, 19:14
aha "mit andersdenkenden konfrontiert werden."

Wenn eine chinesische Touristengruppe zufällig auf dem gleichen Platz ist, stellt dies eine Konfrontation da?

Mir ist es schon klar, dass es überall auf der Welt Idioten gibt. Wenn aber ein politische Organisation - was ja der Welt Uiguren Kongress ist - aggressiv auffällt - besonders gegen Unbeteiligte, was die Sache noch verschärft - wird man wohl doch noch Kritik aussprechen dürfen.

Bei ihnen wird man das Gefühl nicht los, dass sie Gewalt gegen Chinesen immer rechtfertigen müssen/wollen. Auch wenn sie von Han-Chauvenisten sprechen, woher wollen sie wissen, dass die Touristengruppe Han-Chauvenisten waren? Aber wie ich sie kenne, sind für sie alle Festlandchinesen Han-Chauvenisten.

Hardcoreboson
00
14.7.2009, 17:49
ich hab mir jetzt ihr post nochmal durchgelesen

ich kann mir nicht helfen, aber sie haben wirklcih schwierigkeiten sinnerfassend zu lesen.

wenn ich z.b. von han-chauvinisten rede die anderen han-chinesen vor carrier-four filialen auflauern, und wenn ich annehmen darf das sie ein BISCHEN etwas ueber diese vorfaelle wissen (oder haben sie sich letztes jahr noch nicht fuer china interessiert), dann widerspricht das ja sofort ihrer these, das 'fuer mich alle festlandchinesen han-chauvinisten sind'.

zu meinen freundeskreis und zu meiner familie gehoeren uebrigens auch festlandchinesen.

ich persoenlich kenne wenig festland-han-chinesen die so vehement wie sie die KP-gebete nachbeten. es gibt schon solche leute, aber nicht die mehrzahl.

Hardcoreboson
00
14.7.2009, 17:01
sinnerfassendes lesen ist nicht ihre staerke.

nun gewalt gegen chinesen: wenn sie meine posts etwas verfolgt haben, dann lesen sie hier regelmaessig meine kritik darueber das es gewalt gegen chinesen gibt. panyu? shanxi? hubei?

eigentartigerweise faellt ihnen auf wenn eine minderheit han-chinesen angreift, kommt es zu einen unrecht wo han-chinesen unterpriviligierte han-chinesen (v.a. WANDERARBEITER) angreifen faellt ihnen das scheinbar nicht auf. china ist ja mittlerweile das reinste KASTENWESEN.

uebrigens diese thematik wird von radio free asia das sie hier oft kritiseren ebenfalls behandelt.

papst benedikt
00
13.7.2009, 18:37

und waren sie schon einmal bei auseinandersetzungen österreichischer rechtsextremer chauvenisten und autonomer chauvenisten zugegen? oder bei auseinandersetzungen von rapid und austria wien fans? nicht dass sie glauben, beschimpfen und bespucken wären hanchinesische spezialitäten ;-)

Hardcoreboson
22
13.7.2009, 18:44
ganz im gegenteil

gegen hanchinesen sag ich nichts, mein freundeskreis besteht ja zu einen gar nicht kleinen teil aus han-chinesen. gegen han-chauvinisten hab ich was.

ganz abgesehen davon das mein post ohnehin nur ein bemerkung auf einen meiner meinung nach ziemlich untreffenden vergleich war.

Herz der Finsternis1
00
14.7.2009, 09:17
in der anonymität des internet

kann wohl alles behaupten...lol

Hardcoreboson
00
14.7.2009, 16:55
richtig

kann man. daher wers sinnvoll argumente zu posten.
nur passierts selten, und dann lass ich mich dazu hinreisen ebenso ungehaltvoll zu posten.


Her heis
11
13.7.2009, 21:01

Ihr Postings kommen mir etwas chauvistisch vor.....

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