Putsch in Honduras

Sanktionen treffen Wirtschaft hart

14. Juli 2009, 13:51

Laut Übergangsregierung wurden 200 Millionen Dollar an Krediten ausgesetzt - Zelaya setzt Putschregierung Ultimatum

Der Volltext dieses auf Agenturmeldungen basierenden Artikels steht aus rechtlichen Gründen nicht mehr zur Verfügung.
Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 71
1 2
Nowotila
03
14.7.2009, 14:43
Telepolis: Politische Morde der Militärjunta in Honduras

http://www.heise.de/tp/blogs/8/141942

Ernst Guevara
04
14.7.2009, 11:41
wenn in lateinamerika

irgendwelche faschisten gegen demokratisch gewählte regierungen, die die menschen zum thema einer verfassungsgebenden versammlung befragen wollen, putschen, dann können sie sich dabei des beifalls ihrer gesinnungskameraden in österreichischen zeitungsforen sicher sein. die jubelperser wie sternchen100 platzen schon vor freude, dass in lateinamerika endlich wieder die zeit der militärdiktaturen angebrochen ist. das sind die gleichen freaks, die auch in österreich einen militärputsch befürworten würden, sollte sich irgendwann rot-grün auf bundesebene ausgehen.

Com Pirx
51
14.7.2009, 13:14

Da ist Chavez' Jubelperser genau der Richtige, um über andere zu lamentieren.

Ernst Guevara
01
15.7.2009, 09:35
com pirx,

retter der enterbten faschisten, fühlt sich offenbar zu 100% angesprochen und weiss sich wie üblich nicht anders zu helfen als argumentbefreit wild um sich zu schlagen und geifer zu spucken.

Com Pirx
11
15.7.2009, 11:59

Sie wissen ja noch nicht mal, was das Wort Faschismus bedeutet. Sie verwenden es nur zur Maximierung des Gruselfaktors.

karim massoul
03
14.7.2009, 17:48

Sind Sie eigentlich nicht auch ein "Jubelperser" ,nur in einer leider falschen Richtung??

Easy Rider89
10
14.7.2009, 09:32
Wieso Sanktionen seitens der USA?

Die Stürtzung eines sozialistisch orientierten Präsidenten in LA sollte doch ganz im Interesse der USA/ CIA sein.

Alf von Melmak
 
02
14.7.2009, 06:41
Papst Benedikt XVI. zeigte sich "tief besorgt" über die Entwicklung in dem streng katholischen Land


Das glaub' ich gern, muß die Kirche dort doch befürchten, der Putsch könnte erfolglos bleiben.

E. Wart.
27
13.7.2009, 23:30
Der standard kanns nicht lassen...auch wenn darunter "reuters" steht

"Übergangsregierung", "Übergangspräsident" ist eine grenzenlose Verharmlosung und den Intellekt der LeserInnen beleidigende Umschreibung einer faschistischen Diktatur.
Seit der politische Enkel von Franco, Aznar (damals als EU-Ratspräsident) das venezolanische Putschregime 2002 von Diktator Carmona als "Übergangsregierung" anerkannte, scheint diese Diktion in der assoCIAted press für Faschisten hoffähig geworden zu sein.
Apropos standard: man sollte sich eher bei TELESUR erkundigen als die putschfreundliche Desinformation der ap, reuters & Co nachzuplappern.
Zu den "Sanktionen": Wenn uncle Sam will, steht Honduras still. Aber CIA & Co bilden ein Schattenregime in der US-Außenpolitik - wenn man noch an Obama glauben möchte ........

miguel 12
 
03
13.7.2009, 22:29
RICHTIGSTELLUNG

Übergangsregierung=DIKTATUR
Konfliktparteien=Putschisten gegen das Volk
Sagte der DIKTATOR Micheleti

Sternchen100
51
14.7.2009, 09:24

Das stimmt doch gar nicht, die wollen in ein paar Monaten Neuwahlen. Und in der Zeit zwischen aus dem Amt geworfenen Zelaya und den Neuwahlen muss ein anderer einspringen.

Zelaya wusste ganz genau, dass es nur eine Amtszeit geben darf, um eine Diktatur zu verhindern, und wollte dennoch länger im Amt bleiben.

Was dabei rauskommt, wenn Präsidenten ihr Amt eigenmächtig beliebig verlängern, sieht man an Hugo Chavez.

Nowotila
01
14.7.2009, 14:25
eigenmächtig, beliebig

konkret: durch Referendum.

Das ist natürlich eigenmächtig, beliebig.

..-..
00
14.7.2009, 11:26
"Zelaya wusste ganz genau, dass es nur eine Amtszeit geben darf (..) und wollte dennoch länger im Amt bleiben." -- Schwachsinn hoch 2!

Wie Sie selbst schreiben hätte es ja bald Neuwahlen gegeben, und zwar OHNE Zelaya als Kandidaten. Das alles ist doch nur eine (schlechte) Ausrede, um die Weltbevölkerung zu täuschen und den Putsch zu rechtfertigen. Es geht den Rechten ja immer nur um die Blockade einer verfassungsgebenden Versammlung. Mehr nicht. Die haben einfach Angst, dass sie die Macht verlieren.

Marcus H.1
02
14.7.2009, 10:10
Chavez eigenmächtig???

Was Sie da machen ist ja Geschichtsfälschung!

Es gab eine Volksabstimmung, die trotz der aufwendigen Propaganda der Rechten mit "JA" ausging.

Es wurde dabei nicht nur über das Präsidentenamt abgestimmt sondern über alle Ämter!

as asdad
30
13.7.2009, 21:05
das ging aber schnell mit den Sanktionen!

Und bei den richtigen Diktaturen und Tyranneien braucht die internationale Gemeinschaft immer ewig um zu handeln. Beim Iran bspw. traut man sich nichtmal etwas zu sagen, weil das Regime sonst beleidigt sein könnte...

groebben
42
13.7.2009, 17:18
Egal, wo man politisch steht...

... so eine Art von Sanktionen sollen immer verurteilt werden. So etwas trifft immer die Befoelkerung (vor allem die arme) und nicht die Herrscher, die sich nach wie vor vollfressen koennen. Das sieht man schon alleine an Kuba (auch den die wirtschaftliche Misere von Kuba nicht alleine an den Saktionen liegt, sie macht die Lage aber noch schlimmer!).
Ich persoenlich bin auch gegen diese Putschregierung und man sollte wieder Demokratie in Honduras zurrueckbringen, aber Sanktionen sind der falsche Weg.

karim massoul
03
14.7.2009, 17:50

Nur eine Frage an Sie,was hat dies mit Cuba zu tun,wäre auch nett diess einmal zu erklären,aber nur wenn Sie Zeit haben.Danke.

Nowotila
03
14.7.2009, 09:46
Welche Sanktionen?

Wenn Obama heute abend beschließt, daß das Vermögen der Putschisten in USA eingefroren wird, ist morgen früh der Putsch vorbei.

Alf von Melmak
 
04
14.7.2009, 06:50
bin auch gegen diese Putschregierung und man sollte wieder Demokratie in Honduras zurrueckbringen, aber Sanktionen sind der falsche Weg.


Na, was hätten'S denn gerne? Einmarsch a la Afghanistan?

In diesem Fall haben Sanktionen gute Aussichten, in kurzer Zeit Erfolg zu haben. Diese Machthaber sind nämlich alle dick drinnen in der honduranischen Wirtschaft und diese Typen trifft es härter, wenn Sie einmal nicht mehr mit dem dicken Geländewagen am Blvd. Morazán auf und ab dröhnen können, weil der Treibstoff knapp wird, als die ohnehin gebeutelte Bevölkerung, wenn sie einige Zeit lang noch härter drum kämpfen müssen, die Tortillas für den nächsten Tag aufzutreiben...

groebben
00
14.7.2009, 10:05

Wenn ich eine Antwort auf diese Frage haette, waere ich sicher nicht hier, sondern in der Politik ;). Sanktionen sind jedoch (fast) immer der falsche Weg. Sagen Sie mir mal, wo Sanktionen etwas bewegt haben. Irak unter Saddam? Ging es ihm oder der Befoelkerung danach schlechter? Iran? Kuba? Nord Korea? Am Ende leidet IMMER die Zivilbefoelkerung waehrend die oberen 1000 (in den meisen Faellen ist das Militaer hier dabei) weiterhin im Honig leben.

Der Eier Toller
 
00
16.7.2009, 05:34
Sagen Sie mir mal, wo Sanktionen etwas bewegt haben. Irak unter Saddam? Ging es ihm oder der Befoelkerung danach schlechter?


Südafrika zum Beispiel.

Und zur Frage zum Irak und Saddam Hussein: Ich würde sagen, sowohl als auch.

In Kuba macht es nicht viel Unterschied, da der allergrößte Teil der Misere durch die eigene Wirtschaftspolitik verschuldet wird...

Parkaboy
33
14.7.2009, 16:07
Stimmt schon, aber Gegenfrage:

Was sollen OAS, EU, UN und wie sie alle heißen denn sonst tun? Ein Putschregierung mit offenen Armen aufnehmen und so tun, als wär nichts gewesen?
Außerdem - "Sanktionen" finde ich etwas übertrieben formuliert. Die Streichung der militärischen Unterstützung wird der Bevölkerung kaum die Tortilla aus der Hand nehmen. Und die Aussetzung von Krediten in so einer Situation ist ja wohl das gute Recht der sog. "Geberländer".
Der einzige gangbare Weg, Druck auf eine Regierung auszuüben, die gegen ethische und moralische Prinzipien immun ist, ist nun mal ein wirtschaftlicher. Welche Signale soll die internationale Gemeinschaft sonst senden?

Com Pirx
00
14.7.2009, 16:23

Ich würde ein bißchen stärker zwischen den Zeilen lesen. Um auch mal was gegen die "Putschregierung" zu schreiben: Micheletti hat einen US-amerikanischen PR-Berater engagiert.

Die Meldung über die verweigerten Auslandskredite mit der Verknüpfung 'Jetzt leiden die Armen' stammt von der Regierung. Da will jemand den internationalen Sanktionsdrohungen vorbeugend den Wind aus den Segeln nehmen.

Sternchen100
80
14.7.2009, 09:25

Die verteidigen gerade ihre DEMOKRATIE gegen einen Präsidenten, der sein Amt eigenmächtig verlängern wollte! Und nicht umgekehrt.

Alf von Melmak
 
00
16.7.2009, 05:09
Die verteidigen gerade ihre DEMOKRATIE


Sternchen, jetzt hätte ich doch fast vergessen, Ihnen ein rotes Stricherl zu geben.

Aber zum Glück nur fast - kommt vom Herzen!

;-)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 71
1 2

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.