Facebook: Wem gehören die UserInnen-Daten?

12. Juli 2009, 11:07
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    montage: archiv

    In Anlehnung an die Apple-Spots gegen Microsoft sind im Netz Montagen aufgetaucht, die auf der gleichen Ebene Google und Facebook vergleichen.

Power.com hat die BetreiberInnen des sozialen Netzwerks in San Francisco verklagt, um diese Frage geklärt zu wissen

Power.com, ein US-Unternehmen mit Sitz in San Francisco, dass sich auf das Datensammeln beziehungsweise den Datenaustausch in sozialen Netzwerk spezialisiert hat, hat nun Klage gegen die BetreiberInnen von Facebook eingereicht.

Wem gehören die Daten?

In diesem Fall geht es nun einmal nicht um Urheberrechte oder Plagiate was die Webseite oder den Dienst selbst betrifft, sondern um die Frage: Wem gehören die Daten auf Facebook? Facebook oder den AnwenderInnen? Power.com meint den AnwenderInnen und möchte mit seiner Klage diese Frage geklärt haben. In einer Aussendung teilte das Unternehmen mit, dass man sich zu der Klage entschlossen habe, damit die "AnwenderInnen ihr Recht bekommen und die uneingeschränkte und absolute Kontrolle und Besitz an ihren Daten haben".

Gegenklage

Ganz so uneigennützig ist Power.com dann aber doch nicht. Es ist vielmehr (auch) als eine Antwort und daher Gegenklage auf eine Klage von Seiten Facebooks gegen die Firma zu verstehen. Facebook hatte Power.com wegen Urheberrechtsverletzungen, Betrug und unrechtmäßigem Wettbewerb verklagt. Umgekehrt geht es nun um unfairen Wettbewerb, die Schaffung eines Monopols und Marktverzerrung.

Hin und Her

Beide Untenrehmen haben die Vorwürfe des Anderen bereits heftig dementiert. Facebook erklärte, dass man vor der Klage sehr wohl versucht habe mit Power zusammenzuarbeiten, "aber sie haben weiterhin ständig mit den Daten der Facebook-AnwenderInnen ein riskantes Spiel betrieben. Die Vorwürfe entbehren jeder Logik und wir werden diese aggressiv bekämpfen." Power ermöglicht es UserInnen über ein Portal eine Vielzahl sozialer Netzwerke benutzen zu können. Power erklärte in seinem Statement, dass man "an ein grenzenloses Internet glaube, in dem die AnwenderInnen das Recht haben über ihre Daten zu bestimmen und wo diese auch ihnen gehören."(Reuters/red)

 

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 32
1 2
ausgestiegen.com
00
17.7.2009, 20:05
Datenmissbrauch vermeiden...

und aussteigen :)

Leech
00
13.7.2009, 14:22
allen!

nachdem das Internet mittlerweile sowiso eine Urheberrechtsfreie zone darstellt gehören die Daten weder Facebook noch den Usern, sondern sie gehören ALLEN!

;)

Markus KA
00
13.7.2009, 14:36

Tun sie auch.

Darum bin ich nicht bei Facebook oder einer anderen Social Network Site.

so go
00
14.7.2009, 10:56

Damit sie ihre Daten nicht mit dem Rest der Welt teilen müssen?

DerMarkus2
00
13.7.2009, 10:29

Das Binnen-I wird nur noch verwendet, weil sich die Leute dann darüber aufregen können und die Postingsanzahl dadurch steigt. (Manchmal wird hier mehr über das Binnen-I diskutiert, als über den Artikel) :-D

Pool Snoopy
 
16
13.7.2009, 09:42

Waaah! "UserInnen"!

Ich bin gerne für jeden stichhaltigen Beweise dankbar, der zeigt, dass die Verwendung dieser Unform schon irgendetwas poitives für die Gleichstellung der Frau bewirkt hat.
Bis dahin halt ich das Binnen-I für genauso passend, als wollte ich gegen Hundekot am Gehsteig dadurch protestieren, indem ich vor Tierhandlungen scheiße.

just-beat-it
00
13.7.2009, 10:32

Achtung! EinE GeisterfahrerIn kommt ihnen bei ...

trace route
00
12.7.2009, 23:34
Eigenartig, dass es in diesem Forum so wenig Postings gibt.

Diese Nachricht ist doch von gewaltiger Bedeutung! Ich kann nur hoffen, dass bei dem Prozess letztendlich herauskommt, dass die UserInnen selbst die Rechte an den Daten haben! Aber selbst wenn Facebook alle Rechte an den Daten haben sollte, so wäre es wichtig, wenn dies klargestellt wäre - in diesem Fall kann man von einer Verwendung von Facebook nur abraten.

Übrigens: Facebook verstößt beispielsweise gegen das österreichische Datenschutzgesetz, weil es UserInnen nicht möglich ist, Einsicht in alle Daten zu bekommen, die gespeichert sind bzw weil UserInnen gar nicht die Möglichkeit haben, wirklich alle Daten zu löschen. Aber was nützt das beste nationale Datenschutzgesetz gegen Verstöße gegen dasselbige im Ausland?!?


Peitschenknaller2009
00
21.7.2009, 23:43
Hahahaha

Zitat:
Facebook verstößt beispielsweise gegen das österreichische Datenschutzgesetz

Österreich selbst verstößt gegen das österreichische Datenschutzgesetz massiv.
In gefährlicher, weltweit einzigartiger Weise.
Und sie kommen mit Facebook daher ;)

trace route
00
22.7.2009, 11:58
Da schließe ich mich Ihrer Kritik an. Es ist schon skandalös, dass die Repubublik in vielen Bereichen das eigene Datenschutzgesetz missachtet. Ich habe sehr oft den Eindruck, dass Datenschutzgesetzt dient in keinster Weise dem Schutz von ...

personenbezogenen Daten, wofür es eigentlich vorgesehen wäre, sondern bloß als Vorwand, der sich praktisch missbrauchen lässt, um irgendwelchen Leuten, die etwas mitunter durchaus berechtigt kontrollieren wollen, Einsicht in irgendwelche Daten zu verwehren. Ich erinnere zB daran, dass ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss kürzlich nur "geschwärzte" Akten bekam. Also berechtigte Kontrollen zu erschweren, dafür ist das DSG eigentlich nicht vorgesehen. Sondern für den Schutz personenbezogener Daten. Genau um letzteres geht es allerdings auch bei facebook. Daher denke ich, dass die Kritik an facebook durchaus berechtigt ist. Ich habe den Eindruck, dass die meisten Menschen die Gefahren unterschätzen, siehe Ehefrau des MI6 Chefs ;-)

Beiddenker
01
13.7.2009, 06:50
Wie die meisten hier so und so ein gespanntes Verhältnis ...

... zum Urheber- und Nutzungsrecht haben. Und wenn schon alle kreuz und quer alles kopieren, warum denn nicht auch die Daten der User - Achtung! Ironie.

= 8-b......
00
13.7.2009, 02:47
stimmt.

ist doch auch den meisten zu kompliziert.

solange es musik gratis gibt und man irgendwo reinschreiben kann, dass man grad auf einen kaffee ist, ist die diskussion um die frage, ob man in einem wort englischen ursprungs ein binnen-i verwenden darf, doch viel spannender.

hellsbells
31
12.7.2009, 22:16
Die Redakteure sind schon arme Würschte

Werden von ihrer Firmenpolitik gezwungen das Binnen I zu verwenden. Nicht einmal die Wahl haben sie.

Bissl diskriminierend oder ?

sylvia29
11
13.7.2009, 12:42
würschtln

sind leute wie sie, die die foren unter solchen interessanten artikeln mit fehlplatzierten und inhaltsleeren postings zuspammen.

Roman Bichler
 
00
12.7.2009, 22:10
na dann versuch mal "deine" daten bei facebook zu löschen ......

viel erfolg !!!:)

Knattlhuber
00
13.7.2009, 00:02

Geht uebrigens, ist aber muehsam. Aber versuch mal dein Profil und die Postings fuer dieses Forum hier zu loeschen :-)

Die Zensur gibt nach langer Beratung frei:
01
12.7.2009, 15:53

Klingt wie der Streit unter Fallenstellern um ein Biberfell.

angehender Medientechniker
 
220
12.7.2009, 11:15
UserInnen

Von mir aus sollen sie das Binnen-I verwenden, auch wenn mir davor graut, aber User ist ein englisches Wort.

Mosmo
31
12.7.2009, 20:30
ein englisches Wort vom URSPRUNG

aber in der deutschen Sprache - wie in anderen auch - gibt es sehr viele Worte, die ihren Ursprung in anderen Sprachen haben. Früher wars Griechisch und Latein, später Französisch und jetzt ists Englisch. Wenn die Wörter nicht unter Anführungszeichen gesetzt werden, betrachte ich sie als eingedeutscht. Die Anwendung der deutschen Grammatik (wie auch immer die dann im Detail auch ausschaut) ist dann auch adäquat. Sie werden wohl auch nicht davor zurückschrecken die deutsche Grammatik auf Fremdwörter anzuwenden?

aceFruchtsaft
21
12.7.2009, 20:58

"User" ist noch lange nicht so weit, ein eingedeutschtes Wort zu sein, nicht mal ein Lehnwort. In einer seriöseren Publikation würde es nicht mal verwendet werden, es gibt ja deutsche Pendants.

Außerdem erfolgt die Flexion vieler Fremdwörter oft genug eben nicht nach der deutschen Grammatik (oft sind auch beide Varianten zulässig).

trace route
01
13.7.2009, 03:11
Kuckste Duden, siehste: User, der; -s, -

Somit ein männliches Substantiv mit Genetivbildung "des Users" und Pluralbildung "die User". Somit zweifelsfrei ein deutsches Wort. Was zu beweisen war.

Oder wollen Sie mit dem Herausgeber des Duden herumstreiten, was Ihrer Meinung nach ein deutsches Wort zu sein hat? Sie könnten ja einen Leserbrief schreiben, dass User wieder rausgestrichen wird aus dem Duden und dass es keine deutsche Genetivbildung geben darf und kein männlicher Artikel verwendet werden darf, weil es sich um ein englisches Wort handle ;-)

Mosmo
20
12.7.2009, 21:04

wenn es nicht unter Anführungszeichen verwendet wird oder sonstwie gekennzeichnet wird, wird es als deutsches Wort verwendet. Ob, dass jetzt voreilig ist oder nicht, steht nicht zur Debatte. Der/die AutorIn hats für sich entschieden. Aber abgesehen davon: Die Tatsache, dass es ein deutsches Pendant (Gegenstück) dafür gibt, heißt doch noch lange nicht, dass nur dies verwendet werden darf/muss/soll.
Und wie sie selber schreiben, die Flexion orientiert sich nicht zwangsläufig an der Ursprungssprache.

cHL
21
12.7.2009, 20:51

wo wird hier bitte deutsche grammatik angewendet??

ich sehe hier nur eine gleichberechtigungsschimäre für leute die es nicht schaffen ihr verhalten im richtigen leben entsprechend zu gestalten.

ganz plumb:

was den impotenten der bmw ist dem chauvinist das binnen-I

Mosmo
00
12.7.2009, 21:09

ich darf Sie darauf hinweisen, dass "angehender Medientechniker" das Binnen-I nicht an sich kritisiert hat, sondern nur, dass deutsche Grammatik (wie sie von dem/der AutorIn angewendet wurde) bei einem englischen Wort angewendet wurde. Ihre Kritik läuft also vollends ins Leere - abgesehen davon, dass sie sehr abgeschmackt ist.

und wenn wir schon von Grammatik sprechen bzw. schreiben: Dativ! ;)

Auch ich poste jetzt anonym
00
12.7.2009, 23:43
Re: und wenn wir schon von Grammatik sprechen bzw. schreiben: Dativ! ;)

in Anbetracht ihres vorhergehenden Postings wollen Sie vielleicht nicht allzu kleinlich sein ("Ob, dass jetzt voreilig ist oder nicht, steht nicht zur Debatte.").

Aber von Kleinigkeiten abgesehen - finden Sie es wirklich erstrebenswert, Information mit Formulierungs-Ungeheuern wie 'Der/die AutorIn' zu verschleiern?

Ich denke, sobald sich das Leben zu stark an eine Szene aus 'Das Leben des Brian' annaehert, sollte man kurz inne halten, und das ganze hinterfragen.

... vorrausgesetzt die Bewegung vergisst niemals, dass es das unveräußerliche Recht eines jeden Mannes ist... - Oder Frau. - Oder Frau. Dass er sich selbst frei macht. - Oder sie sich selbst. - Oder sie sich selbst. - Einvestanden - Danke Bruder. - Oder Schwester....

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