RTR hat entschieden, 0720 und 0780 werden auch weiterhin in Österreich gelten, keine Festnetznummern für VoIP
In der heimischen VoIP-Landschaft wird es nun doch keine Vereinfachung oder weitreichende Änderungen geben. Die Telekomregulierungsbehörde RTR ist von dem Plan eine Liberalisierung bei der Vergabe österreichischer geographiscer Rufnummern durchzuführen, abgewichen. Die RTR: Kommunikationsparameter-, Entgelt- und Mehrwertdiensteverordnung 2009 - KEM-V 2009 sieht nun doch keine österreichischen Festnetznummern für VoIP vor.
Rufnummernblöcke
KritikerInnen sehen in diesem Schwenk eine Benachteiligung von netzbetreiberunabhängigen Voice-over-IP-Diensten. Anstelle der Möglichkeit nun bei ortsfesten Anschlüssen herkömmliche Festnetznummern nutzen zu können, müssen weiterhin die Rufnummernblöcke "0720" und "0780" genutzt werden.
Teuer erreichbar, wenn überhaupt
Laut einer Meldung von Heise bedeutet dies, dass AnwenderInnen, die diese Nummernbereiche nutzen müssen, aus "dem Ausland oft gar nicht, aus dem Inland bisweilen nur zu Mondpreisen erreichbar sind, was für die VoIP-Anbieter einen Wettbewerbsnachteil darstellt".
Die Änderungen waren in einem vor acht Monaten vorgestellten Konsultationspapier noch vorgesehen gewesen, sind aber in der KEM-V 2009 wieder verschwunden. "In der Branche wird dieser Rückzieher auf Lobbying von Telekom Austria und UPC (Chello, Inode, Telesystem Tirol) gegen die Lockerung der Bestimmungen zurückgeführt. Die ursprünglich vorgesehenen Änderungen hätten zu mehr Wettbewerb führen können", berichtet Heise.(red)