Organisatoren enttäuscht

Schwache Beteiligung bei Anti-G8-Demo

10. Juli 2009, 18:35
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    foto: reuters/max rossi

    Die Demonstranten mussten in der Mittagshitze einen Sechs-Kilometer-Marsch absolvieren.

Nur wenige Clowns pilgerten in die Abruzzen-Stadt

Wien - Zehntausende Demonstranten, die auf den Tagungsort zumarschieren, mit Wasserpistolen bewaffnete Clowns, die gegen die drakonischen Sicherheitsmaßnahmen protestieren: Das war einmal. Die Proteste gegen den G-8-Gipfel waren rar und im Vergleich zu vergangenen Jahren schlecht besucht. In Rom kamen vor Gipfelbeginn nur einige hundert Demonstranten zu einem Anti-G-8-Protest, eine Demo am Freitag in L'Aquila fiel kleiner als erwartet aus.

Von einer generellen Schwächung der globalisierungskritischen Bewegung will David Walch, Sprecher von Attac Österreich, aber nicht sprechen. Die G-8 haben an Bedeutung verloren, die Kritiker konzentrieren sich bereits auf den G-20-Gipfel im September in Pittsburgh, sagt Walch.

Schwergetan haben sich die Gipfelgegner aber auch im Umgang mit dem Austragungsort: Viele Organisationen verzichteten auf Protest in der Nähe der Ruinenstadt und überließen das Feld den Anwohnern von L'Aquila, die mehr Aufbauhilfe nach der Erdbebenkatastrophe verlangten ("Yes we camp"). Hinzu kommt schließlich ein weiterer lokaler Faktor: die Schwäche der italienischen Linken. Im Gegensatz zu früheren Gipfeln gab es diesmal keine einheitliche Protestmobilisierung. (szi/DER STANDARD, Printausgabe, 11./12.7.2009))

 

Suppentrulli
11
11.7.2009, 09:06

Das Feindbild Bush ist nicht mehr da und gegen den Messias wollen verständlicherweise nur wenige demonstrieren.

Stachanow, Mitarbeiter des Monats!
 
15
11.7.2009, 07:38
Man sollte nicht vergessen ...

... dass die Grenzen geschlossen wurden und beim letzten G8-Gipfel in Genua ein Demonstrant ermordet wurde.

Von den Massenverhaftungen und Folterungen (Voxtheaterkaravane) gar nicht zu sprechen.

Wozu sollten die Menschen das auf sich nehmen um sich dann in der werbeabhängigen Presse als Randalierer und Vandalen denunzieren lassen zu müssen?

Der Kapitalismus hat vorerst den Kampf gegen Demokratie und Meinungsfreiheit gewonnen.

dr.no3
01
11.7.2009, 10:13
gute zusammenfassung

winstonS
02
10.7.2009, 20:07
ironisch...

ein bericht über globalisierungsgegner bzw. deren aktionen und drüber ne wunderschöne, tolle mcdonald's werbung...

Stachanow, Mitarbeiter des Monats!
 
00
11.7.2009, 07:40
Das ist nicht "ironisch" ...

... das ist die Meinung des Herausgebers!

NONE
00
10.7.2009, 21:38

Auch die müssen essen! :>

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