Bullen-TV österreichweit über Antenne

  • Na Servus: Der Sender des Bullen- Bosses plant eine Talkshow aus der Bar ganz oben unterm Glasdach in seinem Salzburger Hangar 7.
    foto: apa/red bull/juergen skarwan

    Na Servus: Der Sender des Bullen- Bosses plant eine Talkshow aus der Bar ganz oben unterm Glasdach in seinem Salzburger Hangar 7.

Mateschitz' neuer Alpenraumkanal "Servus" bekommt den noch freien Digitalkanal der ORS - Dazu Regional-TV, und die Antenne bringt Auswahl - Über Satellit betreut die ORF-Sendertochter neu Disney-Sportkanal ESPN

"Öffentlich-rechtlich": Diese Chiffre kursiert im Red Bull Media House für das Programm von "Servus TV", Dietrich Mateschitz‘ Doku- und Talksender für den Alpenraum. 

Nach Infos des STANDARD mietet das Nachfolgeprojekt von Salzburg TV den letzten freien Senderplatz auf der zweiten Plattform der ORS für Digitalantenne. Sie deckt österreichweit Ballungsräume ab. "Servus TV" ist damit so weit verbreitet wie Puls 4, 3sat und Sport Plus, weniger flächendeckend als ORF 1, ORF 2, ATV. Vorerst letzter Stand für den Start: Mitte September. 

Im Frühjahr suchte der Sender wie berichtet Moderatoren für Sport-, Gesundheits- und Wissensmagazine, eine Kultursendung, einen Literaturtalk und ein Brauchtumsmagazin. Eine Talkshow soll ganz oben im Hangar 7 stattfinden.
Mit regionalen Anbietern wie Wien-TV, neuen Sendern für Graz und Linz kommt mehr Vielfalt in das digitale Antennenfernsehen.

Um bisher analog genutzte TV-Freqenzen rangeln ORF-Sendertochter und Mobilfunker. ORS-Chef Michael Wagenhofer warnt, Handysignale würden digitalen TV-Empfang stören. Alte Mobil-Frequenzen lägen brach. Zudem brauche das Fernsehen Kapazität etwa für HDTV über Antenne.

  • HDTV über Satellit übersiedelt die ORS nun auf Astra-Transponder 7 - offenbar kommt dort neben ORF 1 Servus TV. ORF 2 passt bisher - trotz Kulturübertragungen.
  • Mehr Unwettersicherheit verspricht die ORS durch einen zweiten Satelliten-Uplink in Graz.
  • Disney ist neuer ORS-Satkunde für ganz Europa mit ESPN
  • Bulgariens Sendernetz zu übernehmen, hat die ORS trotz Politwiderstands noch nicht aufgegeben.

(Harald Fidler, DER STANDARD; Printausgabe, 11/12.7.2009)

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