Bahnbedienstete müssen immer lächeln

12. Juli 2009, 16:00
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Smile-Scanner misst Freundlichkeit und soll Kundenzufriedenheit fördern

Tokio - Eisenbahn-Bedienstete in Japan werden es in Zukunft schwer haben, wenn sie schlecht gelaunt sind. Mehr als 500 Mitarbeiter der Keihin Electric Express Railway sind dazu verpflichtet, täglich vor Arbeitsantritt Scans von ihrem Gesicht anzufertigen und darin ihre gute Laune zu präsentieren. Damit soll die Freundlichkeit sichergestellt werden. Überprüft wird das Lächeln von einer eigenen "Smile Police", berichtet die japanische Zeitung Mainichi Daily News.

Gesichtsmerkmale werden bewertet

Der Smile Scan wurde vom japanischen Sensorentwickler Omron hergestellt. Gemessen werden anhand einer Gesichtsanalyse bestimmte Gesichtsmerkmale wie etwa Gesichtscharakteristik von den Lippenkurven über Augenbewegungen bis hin zu den Lachfalten. Nach dem Scannen beurteilt der Scanner den "Freundlichkeitsgrad" auf einer 100-teiligen Skala, die das gesamte "Lachpotenzial" des Betreffenden abgespeichert hat. Jene, die unter einem gewissen Wert sind, werden vom Computer zu einem freundlicheren Gesicht aufgefordert. Urteile wie "Sie sehen immer noch zu ernst aus" oder "Heben sie ihre Mundwinkel an" deuten darauf hin, dass es immer noch ein wenig freundlicher gehen kann.

Immer mehr japanische Unternehmen im Kundenbereich verwenden den Omron Smile Scan für ein "Freundlichkeitstraining" beim Dienstleistungspersonal. Für die Bahnbediensteten bei den Keihin Railway gibt es als besonderes Zuckerl allerdings noch eine Gratis-Beigabe. Sie erhalten einen Ausdruck ihres täglichen Ausdrucks - damit sollen sie inspiriert werden den ganzen Tag zu lächeln, berichtet die Medindia-Online News. (pte)

  • Verordnete Freundlichkeit in Japan
    foto: photodisc

    Verordnete Freundlichkeit in Japan

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