Unis können "vielfältige zusätzliche Verpflichtungen nicht ohne entsprechende Ressourcen umzusetzen"
Wien - Nach der Verabschiedung der Novelle zum
Universitätsgesetz (UG) durch den Nationalrat am Donnerstagabend sind
aus Sicht der Österreichischen Universitätenkonferenz (uniko) nach
wie vor Grundsatzfragen der Hochschulfinanzierung und der Zugangs-
bzw. Kapazitätsproblematik offen. Die uniko hat am Freitag an die
politisch Verantwortlichen appelliert, sich diesen Fragen "offensiv
zu widmen".
Bei den Gesprächen über die Leistungsvereinbarungen für die Jahre
2010 bis 2012 zwischen Hahn und den einzelnen Universitäten werde
sich "relativ rasch herausstellen, dass die vielfältigen zusätzlichen
Verpflichtungen der Universitäten nicht ohne entsprechende Ressourcen
umzusetzen sind", heißt es in einer Aussendung. Im Gegensatz zu
Wissenschaftsminister Johannes Hahn (V) sieht die uniko in der
UG-Novelle keine wirkliche Weiterentwicklung der
Universitätsautonomie.
Die Novelle sei vielmehr ein "Kompromiss aus gegensätzlichen
Forderungen von politischen Parteien und Interessenvertretungen",
wobei "gegenüber dem Erstentwurf noch weitergehende Einschränkungen
der Autonomie reduziert worden sind", was die uniko auch auf ihre
eigenen Interventionen zurückführt. (APA)