UG-Novelle

Rektoren sehen Kapazitäts- und Finanzierungsprobleme ungeklärt

10. Juli 2009, 14:37

Unis können "vielfältige zusätzliche Verpflichtungen nicht ohne entsprechende Ressourcen umzusetzen"

Wien - Nach der Verabschiedung der Novelle zum Universitätsgesetz (UG) durch den Nationalrat am Donnerstagabend sind aus Sicht der Österreichischen Universitätenkonferenz (uniko) nach wie vor Grundsatzfragen der Hochschulfinanzierung und der Zugangs- bzw. Kapazitätsproblematik offen. Die uniko hat am Freitag an die politisch Verantwortlichen appelliert, sich diesen Fragen "offensiv zu widmen".

Bei den Gesprächen über die Leistungsvereinbarungen für die Jahre 2010 bis 2012 zwischen Hahn und den einzelnen Universitäten werde sich "relativ rasch herausstellen, dass die vielfältigen zusätzlichen Verpflichtungen der Universitäten nicht ohne entsprechende Ressourcen umzusetzen sind", heißt es in einer Aussendung. Im Gegensatz zu Wissenschaftsminister Johannes Hahn (V) sieht die uniko in der UG-Novelle keine wirkliche Weiterentwicklung der Universitätsautonomie.

Die Novelle sei vielmehr ein "Kompromiss aus gegensätzlichen Forderungen von politischen Parteien und Interessenvertretungen", wobei "gegenüber dem Erstentwurf noch weitergehende Einschränkungen der Autonomie reduziert worden sind", was die uniko auch auf ihre eigenen Interventionen zurückführt. (APA)

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