"Endeavour"-Start schon zum vierten Mal verschoben

13. Juli 2009, 05:52

Abflug zur ISS soll nun 24 Stunden später stattfinden

Cape Canaveral - Der Start der US-Raumfähre "Endeavour" ist wegen schlechten Wetters zum vierten Mal innerhalb eines Monats verschoben worden. Wegen eines Sturms in der Nähe der Startrampe von Cape Canaveral (US-Bundesstaat Florida) verschob die US-Weltraumbehörde NASA den Start am Sonntag (Ortszeit) praktisch in letzter Minute um 24 Stunden. Zuvor war der Start der Raumfähre schon drei Mal wegen Lecks im Tank und Blitzschlägen abgesagt worden.

"Sieht so aus, als sei die Besatzung bereit, aber das Wetter nicht", sagte der NASA-Einsatzleiter für den "Endeavour"-Start, Pete Nickolenko. In der Nähe der Startrampe hatte sich ein Sturm zusammengebraut. Die Schlechtwetterfront habe sich bis zu 16 Kilometer genähert. Die NASA gab die Hoffnung auf einen Wetterumschwung erst wenige Minuten vor dem geplanten Starttermin am Sonntag 19.13 Uhr Ortszeit (Montag 01.13 Uhr MESZ) auf und verschob den Abflug der sieben Astronauten auf Montag um 18.51 Uhr Ortszeit (Dienstag 00.51 Uhr). Kurz zuvor war berichtet worden, dass in der Nähe des Weltraumzentrums Cape Canaveral erneut Blitze eingeschlagen seien.

Der Einschlag von mindestens elf Blitzen nur 600 Meter von der Startrampe entfernt war der Grund, warum der Flug der "Endeavour" zur Internationalen Raumstation ISS bereits am Vortag verschoben worden war. NASA-Techniker prüften die elektronischen Systeme der Raumfähre "Endeavour" daraufhin gründlich und gaben schließlich grünes Licht für einen Start.

Wenn der NASA der "Endeavour"-Start nicht bis Dienstag gelingt, drohen Koordinationsprobleme, da demnächst eine russische Raumfähre Verpflegung zur ISS bringen soll. Wegen Lecks im Treibstofftank musste der Start der "Endeavour" Mitte Juni bereits zweimal verschoben werden. Am Sonntag verlief die Betankung nach Angaben der NASA aber problemlos.

Zu der "Endeavour"-Crew gehören sechs US-Astronauten und als einzige Frau an Bord die kanadische Astronautin Julie Payette. Sie war ebenso wie Kommandant Mark Polansky und ein weiterer Astronaut schon einmal im All, für die anderen vier Crew-Mitglieder ist es die erste Mission im Weltraum. Der 46-jährige Tim Kopra soll den Japaner Koichi Wakata als Besatzungsmitglied der ISS ablösen.

Bei ihrem 16-tägigen Einsatz soll die "Endeavour"-Mannschaft unter anderem die letzten Bauteile für das japanische Forschungsmodul "Kibo" anliefern, das in fünf Weltraumeinsätzen von insgesamt mehr als 32 Stunden Dauer vollendet werden soll. Zudem sind mehrere Reparaturen und Bauarbeiten an der ISS vorgesehen. (APA/AFP/Reuters)

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23 Postings
konfusius
00
13.7.2009, 23:39
Today we have good weather for a liftoff

Wobei wieder a paar Wölkchen rumziehen.

Also bis zur Mission STS 134 möchte ich schon mal dabei sein.
Muss man sich allerdings a bissl sputen, weil das bereits Herbst 2010 ist, danach haben die Space Shuttles ausgedient.
T Minus 20 minutes and holding.
Wird scho gut gehen, heute.
War gestern schon umsonst auf ;)

konfusius
00
14.7.2009, 00:42
und wieder umsonst

Lightning rule - no go
Windmill rule - no go
Ankle cloud rule - no go

00:39 Absage
Morgen oder Mittwoch und ich kanns mir ned anschauen...
Sollen paar Flieger raufschicken, die die Wolken zerstreuen...
Aber das geht ja leider nur umgekehrt, also abregnen lassen.

Martin Rosenkranz
00
14.7.2009, 15:19
Zuerst die Probleme mit der Dichtung und dem Knallgas

und jetzt das Wetter. Zum aus der Haut fahren.
Die Crew ist nicht zu beneiden - die Startprozedere sind ja nicht gerade simpel.

PS: Der Prototyp des Shuttle-Nachfolgers wächst schon im Assembly:
http://www.raumfahrer.net/news/raum... 0259.shtml
http://www.raumfahrer.net/news/raum... 0131.shtml

kann man Glück shorten?
03
13.7.2009, 09:51
11 Blitze !!

Die sollten mit einem Flux-Kompensator fliegen, 11x 1,21 Gigawatt ... da geht die Post ab.

Gregor JOHN
00
13.7.2009, 23:27
Aber jeweils nur ein paar hundert ms (Millisekunden)

Könnte man 11 Blitze speichen, könnte man ein E-Moped
vielleicht 2 oder 3 Stunden in der Ebene betreiben :-(

ghandi2000
00
13.7.2009, 03:32

und morgen ist der 5. anlauf. ich hoffe sie schaffens endlich, denn da ich alle bisherigen starts erfolgreich verpasst habe, wäre das dann wohl mein erster und letzter shuttle-start, den ich sehe.

Acheron2033
00
13.7.2009, 09:08
wahnsinn

viel Spass dabei, schon eindrucksvoll sowas!

Voronwe
00
12.7.2009, 10:41
Die NASA hat noch bis Dienstag oder möglicherweise auch Mittwoch Zeit, um die "Endeavour" ins All zu schicken. Danach ist das erst wieder Ende Juli möglich.

Warum? Immer dieses copy'n'paste...

Martin Rosenkranz
00
12.7.2009, 13:46
Warum?

Weil dann das Startfenster für ein Rendevouz mit ISS vorbei ist und erst Ende Juli die Umlaufbahn der ISS wieder für ein Treffen mit dem Shuttle passt.

Erich_1
00
12.7.2009, 20:01

So ein Schmarrn.
Die ISS umkreist die Erde zig-Mal pro Tag - Startfenster machen nur bei Planeten Sinn.

Martin Rosenkranz
09
12.7.2009, 21:51
Kein Schmarrn

Die ISS umkreist die Erde zwar 16 mal am Tag - da haben sie schon recht - und trotzdem passt es nicht immer fürs Shuttle.

ISS wird vom Shuttle nur angeflogen wenn die ISS Umlaufbahn - während das Shuttle angedockt ist - mind. 37 Min. durch den Erdschatten läuft.

Bei weniger oder keinem Schatten - wenn die ISS Umlaufbahn quer zum einfallenden Sonnenlicht läuft - da gibt es den "Beta Winkel" - kann das Shuttle nicht andocken, da es sonst überhitzt.

Solche Umlaufbahnen in permanentem Sonnenlicht kann das Shuttle nur frei schwebend durchführen, da es sich bei mehr als 53 Min. Sonnenlicht pro Umlauf zur Kühlung ständig um die Längsachse rollen muss.

Auch ISS wird bei solchen Umlaufbahnen speziell ausgerichtet.

conan der barbier
00
13.7.2009, 12:31

sehr sehr informativ! vielen dank

Martin Rosenkranz
00
13.7.2009, 14:19
Und des

ganz ohne F S 3 Plasma....

conan der barbier
00
13.7.2009, 21:21

blasphemie! Die erwärmung findet nicht durch sogenannte "wärmestrahlung" statt, sondern vielmehr dadurch, dass die ISS oder das shuttle ein leiter im elektromagnetischen feld der sonne (das widerum nichts anderes als ein dünnes plasma ist, mainstream-astronomen nennen es gerne sonnenwind..) ist, und durch seine erdgebundene rotation eine induktion hervorruft, die bekanntlich zur erwärmung des leiters führt.
Die nasa ist lediglich zu blöd um ihre shuttles aus isolierendem material zu bauen,weil nicht sein kann was nicht sein darf ;)

birka
013
11.7.2009, 19:18

die Rache des elektrischen Universums!

F S 3
22
11.7.2009, 22:18
:)) …eher ein Hinweis darauf, die Realitäten der Natur…

…besser zu beachten.

Chris Quast
01
12.7.2009, 16:54

die da wären ???

bei gewitter, nicht auf offenem feld mit einem aufgespannten regenschirm herumspazieren ??

birka
00
12.7.2009, 18:23

die Nasa hätte statt eines Blitzableiters einfach ein Doppelschicht-Plasma über das Shuttle spannen sollen!

living reef
01
11.7.2009, 09:16
die warten doch nur mehr auch jacko

der wird dann im orbit in einer eigenen kapsel richtung mond geschickt, damit er dort auf ewig seinen moonwalk aufführen kann und alle fans der erde täglich auf ihr idol hinaufblicken können ;-)

Mucosaprolaps
03
10.7.2009, 16:51
Tank-Leck ....

Eine der vielen "netten" Geschichten aus der Geschichte der Raumfahrt:

http://de.wikipedia.org/wiki/Nede... atastrophe

... "Chef, der Tank ist leck!"
- "Unsinn! Zünduuuuu ..."*boom*

Genauer: "ermutlich um die berechtigten Sicherheitsbedenken seiner Untergebenen wegen eines Treibstofflecks zu zerstreuen und Druck auf sie auszuüben, platzierte sich Nedelin am 24.10. gegen 18:40 Uhr demonstrativ acht Meter von der Rakete entfernt auf einen Stuhl.[1] Andere Militärangehörige und Techniker sahen sich dadurch gezwungen, den sicheren Bunker zu verlassen und sich neben ihn zu stellen." ...

Offiziell sind die 120 Techniker bei einem Flugzeugabsturz gestorben, die Story ist erst nach der Perestrojka bekannt geworden.

mkx
01
12.7.2009, 10:51

"Zum Zünden der Rakete war nur noch ein Drehschalter zu betätigen, der sich zu diesem Zeitpunkt wegen eines vorhergegangenen Tests in der Position Nach-Start befand. Ein Mitarbeiter versuchte, den Schalter auf die Position Vor-Start zu bringen und passierte dabei die Schalterstellung Manuelles Zünden der zweiten Stufe. ... Jetzt zündete das Marschtriebwerk der zweiten Stufe. "
Wow, das sollte auch nicht passieren...
Aber in Russland waren Menschenleben eher von nachrangiger Bedeutung, genauso wie in China:
http://de.wikipedia.org/wiki/Lang... ntwicklung

Martin Rosenkranz
00
13.7.2009, 10:16
Aber in Russland waren Menschenleben eher von nachrangiger Bedeutung

Die Folge ist aber, dass dabei unersetzbares Humanpotential auf der Strecke bleibt......und ala long gehen Diktaturen daran zu Grunde.

Kamine glühen leise
00
13.7.2009, 07:31

naja, auch in zeiten des kalten krieges waren für die amis menschenleben nicht an 1.prio. aber wohl nicht ganz so krass, wie in anderen ländern.

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