Nächste Reform

Kommissarin, Konkurrenten zu ORF-Enquete geladen

10. Juli 2009, 08:14

Parteien einigten sich nun auf Programm für 17. September

Die fünf Parlamentsparteien haben die Enquete zur nächsten ORF-Reform am 17. September abgesegnet: Erst kommen die Medienpolitiker zu Wort, dann Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes und europäische Sendermanager von der BBC über SRG und ZDF bis RTL. Schließlich ORF-Chef Alexander Wrabetz und Zeitungsverbandspräsident Horst Pirker, Wissenschafter, Mitbewerber, weitere ORFler. Im Herbst will die Koalition ihr neues ORF-Gesetz in Begutachtung schicken. (fid, DER STANDARD; Printausgabe, 11./12.7.2009)

Das Programm im Detail

Folgende Personen werden zur Teilnahme eingeladen:

Themenblock I: Grundsätzliche Statements

KO Abg.z.NR Dr. Josef Cap
KO Abg.z.NR Karlheinz Kopf
Mediensprecher/in bzw. Vertreter/in FPÖ
Mediensprecher/in bzw. Vertreter/in BZÖ
Abg. Dieter Brosz

(Statements à 5 Minuten)

Dr. Josef Ostermayer, Staatssekretär für Medien und Koordination im BKA
Dr. Reinhold Lopatka, Staatssekretär im Bundesministerium für Finanzen

(Statements à 10 Minuten)

Themenblock II: Zukunftschancen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks aus europäischer Sicht

Impulsreferat (15 Minuten):

Neelie Kroes, EU Kommission (Kommissarin für Wettbewerb)
(im Falle ihrer Verhinderung: Philip Lowe, Generaldirektor, Wettbewerb)

Panel (Statements à 10 Minuten):
Armin Walpen (Generaldirektor SRG SSR)
Ross Biggam (Director General ACT)
Fritz Pleitgen (Präsident EBU)
Markus Schächter (Intendant ZDF)
Tobias Schmid (RTL, Bereichsleiter Medienpolitik)
Horst Bachmann (Vorsitzender KEF)
Hans Hege (Präsident Berlin-Brandenburg Landesmedienanstalt)
Mark Thompson (Generaldirektor BBC)

Diskussion ./.

Themenblock III: Rahmenbedingungen für Medienvielfalt in Österreich

Impulsreferate (à 15 Minuten):

Alexander Wrabetz (Generaldirektor des ORF)
Horst Pirker (Präsident des VÖZ)

Panel (Statements à 10 Minuten):

Christian Stögmüller (Präsident VÖP)
Ludwig Bauer (CEO ATV)
Danny Krausz (WKÖ-Obmann Fachverband FAVF)
Michael Holoubek (Universitätsprofessor an der Wirtschaftsuniversität Wien)
Peter Drössler (WKÖ-Obmann der Bundesweiten Fachgruppe Werbung)
Matthias Karmasin (Universitätsprofessor an der Universität Klagenfurt)
Hannes Ametsreiter (CEO Telekom)
Fritz Hausjell (Universitätsprofessor an der Universität Wien)
Fritz Wendl (Vorsitzender des Redakteursrats)
Wolfgang Burtscher (Sprecher der ORF-Landesstudios, Landesdirektor Landesstudio Vorarlberg)
Armin Thurnher (Plattform „Rettet den ORF")

Diskussion

Schluss-Statements (à 5 Minuten):

Mediensprecher/innen bzw. Vertreter/innen der Parteien

Teilnehmer/innenkreis:

1. die Referent/innen
2. die Fraktionsexpert/innen, wobei von jeder Fraktion zwei Experten/-innen nominiert werden
3. Mitglieder des Nationalrates im fraktionellen Verhältnis 8 SPÖ : 8 ÖVP : 5 FPÖ :3 BZÖ : 3 Grüne
4. Mitglieder des Bundesrates im fraktionellen Verhältnis 6 SPÖ : 6 ÖVP : 4 Fraktionslose
5. je ein/e Vertreter/in
des Bundeskanzleramts
des Bundesministeriums für Finanzen
des Bundesministeriums für Wirtschaft, Familie und Jugend
des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur

Weiters je ein/e Vertreter/in

6. der Bundesländer, nominiert durch die Verbindungsstelle der Bundesländer
7. des Österreichischen Rundfunks
8. des Verbands Österreichischer Zeitungen (VÖZ)
9. des Verbands Österreichischer Privatsender (VÖP)
10. des Verbands freier Radios Österreich (VFRÖ)
11. der Austria Presse Agentur (APA)
12. der Gewerkschaft Kunst, Medien, Sport, freie Berufe
13. der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier
14. der Arbeiterkammer
15. der Wirtschaftskammer Österreich
16. der Österreichischen Industriellenvereinigung
17. der Landwirtschaftskammer
18. des Kuratoriums für Journalistenausbildung
19. der Journalistenausbildungsinstitute
20. des Österreichischen Filminstituts
21. der KommAustria
22. der Rundfunk- und Telekomregulierungs GmbH, Fachbereich Rundfunk
23. des ORF-Stiftungsrats (Vorsitzender)
24. des ORF-Publikumsrats (Vorsitzender)
25. des Bundeskommunikationssenats
26. sowie der Vorsitzende des Zentralbetriebsrats des ORF

derfleischhacker
00
11.7.2009, 00:48
was soll da rauskommen

was werden die wohl alle quasseln

Knut Ogris
00
10.7.2009, 23:29
Eine wirklich herausragend interessante Ansammlung von Fachleuten und solche die es waren - ein Filmproduzent, und dutzende Mitbewerber undsonstige dem ORF nicht freundlich gesinnte österr. Interessensklügler des VÖZ!

Wirlich eine gelungene Vorstellung!

Danke für diese Vielfalt an österr. Programmkompetenz - wie von Pirker und Konsorten, und Bauer als ausgewiesener ORF-Freund - anstatt jemanden von der britischen OFCOM.COM einzuladen, das sind diejenigen die den Rundfunk jedweder Art in England wirklich unter allen Umständen kennen und Neuerungen wirklich durchsetzen konnten.
Denn BBC THompson dagegen hätte man sich sparen können, nicht nur weil den niemand versteht, sondern weil der schon ein Auslaufmodell ist! Oder wurde der deswegen....ich wags ja nicht zu glauben, soviel Weitblick...

Und warum Lopatka als STS teilnimmt - ? - das ist überhaupt der Gipfel, sorry, nur weil der den US Wahlkampf mal beobachtet hat, im TV?

Na ja, am 17.abends wirds Herr Fidler ja wissen, was los war - Stögmüler, was das mit öff. rechtlichen Rundfunk zu tun hat - ....

reservebuddha
01
10.7.2009, 11:47
Ich freue mich ja so

daß es wie in vielen anderen öffentlichen Bereichen jetzt bald auch im Bezug auf den ORF endlich zu gelingen scheint, durch geschickte Privatisierungspläne vorhandene Probleme auszuweiten und den letzten Rest, der noch immer einigermasen funktioniert, endgültig zu versauen.

Das Hochschulsystem haben sie ja bereits so weit. Desgleichen die Bahn, die Post, und andere Institutionen, die ja bekanntlich Aufgaben von rein privatem Interesse abwickeln.

Wann wird endlich das Parlament privatisiert? Die 2/3-Mehrheit für die notwendigen Verfassungsänderungen sollte kein Problem darstellen, und wenigstens 18% aller Staatsbürger möchten ohnehin lieber ohne die mühsame demokratische Legitimation regiert werden.

Philosophia
01
10.7.2009, 08:40
ORF verschlüsselt für Kunden OK - aber ein Empfangsverbot für alle Sender bei ORF-Verweigerung ist sicher bald ein Wahlkampfthema!

Die Einkommen beim ORF übersteigen die Schwachleistungseinkommen der Lehrerschaft bei weitem und unterbieten deren Pisaleistung heftig.

Hr. Betriebsrat hat das zu lasten der Bevölkerung so geregelt.

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