Hamburg - Die internationale Finanzkrise trifft die osteuropäischen
Länder laut einem Pressebericht stärker als bisher erwartet. Mindestens zehn
Staaten verhandelten mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) über
milliardenschwere Hilfsprogramme, erfuhr das "Handelsblatt" (Freitag) aus dem
Umfeld des Währungsfonds. Über die Anträge werde so schnell wie möglich
entschieden. Angesichts der anhaltenden Wirtschaftskrise sei eine Mehrheit in
der IWF-Führung für die Genehmigung weiterer Hilfsanträge.
Zu den Ländern, die beim Währungsfonds erstmals um finanzielle
Unterstützung angefragt haben, gehören dem Bericht zufolge Bulgarien, Kroatien
und Mazedonien. Auf eine schnellere Auszahlung oder Aufstockung der IWF-Hilfen
spekulierten die Ukraine, Serbien, Rumänien, Weißrussland und Lettland. Ungarn
habe sich noch nicht entschieden, ob es mehr Geld von dem Fonds benötigt. Den
Antrag von Bosnien hat der IWF kürzlich genehmigt, wie der bosnische
Finanzminister am Donnerstag mitteilte. Vom IWF erhält Bosnien- Herzegowina eine
Kreditlinie von 1,57 Milliarden Dollar (1,13 Mrd Euro). (APA/dpa)