Sprachtalent in der Jugend schützt vor Alzheimer

9. Juli 2009, 18:47

Chance zu guter Gehirnleistung trotz Verfallsymptomen

Baltimore - Jugendliche mit guten Sprachkenntnissen haben gute Chancen auf ein "Superhirn" im Alter, auch wenn das Gehirn erkrankt. Das berichten Pathologen der John Hopkins University in der Zeitschrift Neurology. Alzheimer-Patienten haben im Gehirn bestimmte Ablagerungen der grauen Hirnzellen, sogenannte senile Plaques, sowie auch andere, faserige Ablagerungen. Jedoch nicht bei allen Menschen führen diese Anzeichen automatisch zu Gedächtnisstörungen. "Wir wollten wissen, ob die Sprachfähigkeit die Ausprägung der Krankheit bei entsprechenden Symptomen beeinflusst", so der Forschungsleiter Juan C. Troncoso.

Analyse von Schriftstücken

Untersucht wurden 38 verstorbene Nonnen der Kongregation der Schulschwestern von Notre-Dame. Ein Teil von ihnen litt in den letzten Lebensjahren an starken Gedächtnisproblemen bei gleichzeitigen Alzheimer-Symptomen, andere wiesen bis zuletzt ein normales Erinnerungsvermögen auf, obwohl die Pathologen bei ihnen teilweise ebenfalls senile Plaques im Gehirn vorfanden. Dann analysierten die Forscher alte Schriftstücke, die die Ordensfrauen als Jugendliche oder junge Erwachsene beim Eintritt in den Orden verfasst hatten. Besonders interessierte die Forscher, wie viele Gedanken die Frauen dabei pro zehn Wörter ausdrückten, als auch die Komplexität der dabei angewandten Grammatik.

Gute Sprachkenntnisse in der Jugend - seltner Demenz

Die Hypothese der Forscher erwies sich als Treffer ins Schwarze. Diejenigen, die schon in der Jugend bessere Sprachkenntnisse besaßen, litten am Lebensende nicht an Gedächtnisproblemen. Die gehobene Grammatik hatte hingegen keinen Einfluss auf die Ausprägung der Demenz. "Trotz der kleinen Anzahl der untersuchten Personen sind die Ergebnisse faszinierend", so Troncoso. "Ein Test, der junge Erwachsene im Alter von 20 bis 30 Jahren nach intellektuellen Fähigkeiten abprüft, könnte somit voraussagen, ob das Gehirn auch noch fünf bis sechs Jahrzehnte später gut funktioniert. Wer hier gut abschneidet, könnte später selbst Alzheimer-Symptomen im Gehirn widerstehen", so der Neuropathologe.

Darüber hinaus untersuchten die Forscher, wie das Wachstum von Gehirnzellen deren Reaktion auf Alzheimer beeinflusst oder wie sich diese Zellen vor einem Funktionsverlust trotz zahlreicher Verletzungen durch die Alzheimerkrankheit schützen. Bei den Klosterschwestern, die mit oder ohne Alzheimer-Anzeichen ihre Gedächtnisleistung bis zuletzt aufrecht erhielten, waren die Gehirnzellen größer ausgebildet als bei Menschen mit oder ohne Gedächtnisproblemen, ohne jedoch Alzheimer-Anzeichen zu besitzen. "Vermutlich zeigt die gute Gedächtnisleistung mit 20 Jahren, dass das Gehirn später besser mit Krankheiten umgehen kann", so Troncoso. (Ende)

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10 Postings
Clemens Schwarz
00
13.7.2009, 09:48
interessant dabei

die Fähigkeit neurotoxische Stoffe ausleiten zu können, oder gar nicht erst einzunehmen.
bei Alzheimer kommt eine Variante der Genmutation häufig vor, die im Zusammenhang abtransport von Schwermetallen wichtig erscheint. Die können nur erschwert das Schwermetall abtransportieren.
Auch steht ja Aluminium in Zusammenhang mit Alzheimer. Die Alumminiumgabe bei Impfungen und Auswirkungen Spätfolgen ist nie untersucht worden. Bei Raten macht es auf jeden Fall Löcher ins Gehirn und die Symptome gleichen Alzheimersymptome.

jemand der gut Ausleiten kann bzw wenig Neurotoxine in sich hat, ist auch nicht so schwer neurotoxisch belastet, sind die besten Voraussetzungen für gute Hirnleistung.

Ody Fry
11
10.7.2009, 08:48
hohe Grammatik und Sprachtalent

Da holt man doch gleich wieder die alten Ausgaben "Deutsche Rechtschreibung" unter dem Schreibtisch hervor!

pottery
00
11.7.2009, 09:04

Nein, nein, nein: nicht die alten Dinger! Wir hatten eine Rechtschreibreform. Bitte einen neuen Duden kaufen
;-))))

her wig
11
10.7.2009, 08:24

Und was schützt vor dem Informationsnonsens, dem man als sprachtalentierter Jugendlicher ausgesetzt ist?

coolio
00
11.12.2009, 15:50
mag zwar nonsens sein

was da heute alles auf handy- und computermonitor läuft, aber die quantität mit der sich heute ein jugendlicher mit text und sprachen befasst, könnte im gegensatz zu früher eher gestiegen sein.

pottery
00
11.7.2009, 09:05

Man tut sich als sprachtalentierter Jugendlicher aber sicher leichter, diesen Nonsens zu identifizieren und zu ignorieren. Alternativen kann man sich suchen.

Mucosaprolaps
00
10.7.2009, 15:58

Zum Beispiel?

her wig
00
10.7.2009, 19:04

Und Sie bemerken's garnicht. Wie auch.

subcore
00
10.7.2009, 16:35
na

alles im tv, zB

pottery
00
11.7.2009, 09:06

Der Fernseher hat einen Ausschaltkknopf.

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