Der Sender setzt in der neuen Saison auf etalbierte Fernsehgrößen
Auf etablierte Fernsehgrößen wie anschlusssuchende Landwirte, Nachwuchssänger, Supertalente, Restauranttester Christian Rach setzt RTL in der neuen Saison.
Mit der Wirtschaftskrise habe das indirekt zu tun, sagte Senderchefin Anke Schäferkordt bei der Präsentation: "Die Zuschauer rufen nach bewährten Formaten. Verlässlichkeit ist wichtig." Also scheuen nicht die Sender das Risiko des Flops, sondern die Zuschauer? Schäferkordt verneint: "Der Tod des Programmmachers ist die Angst vor dem Flop."
Dokusoaps
Begehrte Marktanteile sichern will sie mit gescripteten Dokusoaps: Von Laienschauspielern nachgestellte "echte" Geschichten. "Endlich wieder Arbeit!", antwortet da direkt auf die Krise. "Familien im Brennpunkt" und "Verdachtsfälle" sollen nachmittags konkurrierenden Gerichtsshows den Rang ablaufen. "Das große Abnehmen!" bleibt selbst in mageren Zeiten Dauerthema, ebenso wie "Nachbarschaftsstreit".
Wem das zu real ist, der kann auf Fiction ausweichen: "Der Vulkan" bricht als Zweiteiler mit Heiner Lauterbach in der Eifel aus. Helfen könnte "Der Flaschengeist": Er erfüllt Wünsche. (Doris Priesching aus Hamburg/DER STANDARD; Printausgabe, 10.7.2009)