Wie die Schildkröten in ihre Panzer kamen

09. Juli 2009 20:06
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    grafik: standard/nagashima, kuratani

    Ein Teil des embryonalen Schildkrötenkörpers faltet sich in sich zusammen, zusätzlich entstehen neue Verbindungen und schließlich der Panzer.

    (>>> Grafik vergrößern - mit engl. Beschriftung)

Lange rätselte die Forschung, nun hat ein internationales Team den evolutionären Vorgang rekonstruiert: Schild entstand aus Rippen, nicht aus Knochenplättchen

Washington – Sie sind vor rund 250 Millionen Jahren aufgetaucht. Ihre mittlerweile 313 Arten leben zu Wasser und zu Land. Eines aber haben alle Schildkröten gemeinsam: ihren Panzer, der entweder hart oder lederartig sein kann. Dieser Schutzschild unterscheidet den anatomischen Bauplan dieser Reptilien so sehr von allen anderen Wirbeltieren, dass die Forschung lange rätselte, wie die Schildkröten zu ihrem Panzer gekommen sein könnten.

Ein internationales Forscherteam um Hiroshi Nagashima hat nun anhand von Vergleichsstudien an Embryos von Hühnern, Mäusen und Chinesischen Weichschildkröten rekonstruiert, wie das evolutionär passiert sein könnte (Science, Bd. 325, S. 193). Dabei zeigte sich, dass die Embryos der drei Tiere in ihren frühesten Stadien ein gemeinsames Entwicklungsmuster aufweisen, das sie mit ihrem letzten gemeinsamen Vorfahren geteilt haben dürften. Erst bei der weiteren Entwicklung des Schildkrötenembryos kommt es dann zu einigen radikalen Änderungen: Ein Teil des embryonalen Schildkrötenkörpers faltet sich gleichsam in sich zusammen.

Dabei erhalten sich zwar einige der Verbindungen zwischen den Knochen und Muskeln; zusätzlich entstehen aber auch ganz neue Verbindungen, die man weder von anderen Reptilien, Vögeln oder Säugetieren kennt. Als letzte Konsequenz dieser Faltung entsteht schließlich der Panzer der Schildkröten aus den sich vereinigenden Rippen – und nicht aus dem Zusammenwachsen von Knochenplättchen und der Haut, wie man bisher annahm. Dabei wandern auch die Schulterblätter an ihre völlig unübliche Position: Anstatt wie über den Rippen zu stehen, werden sie von diesen bzw. dem Panzer gleichsam eingeschlossen (siehe Grafik links). (Klaus Taschwer/DER STANDARD, Print-Ausgabe, 10.7.2009)

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Cereal Killer
 
10.07.2009 12:05

schildkröten formten einst aus der rippe den panzer - wir formten daraus die frau ;)

ich finde, wir haben uns richtig entschieden

Durch Blick
10.07.2009 23:53

ein Unverheirateter... ;)

meineMeinung1969
12.07.2009 21:23
Zumindestens ...

... ist er noch jung.

Schildkröten keppeln nicht ... :-)

mM

bin zuHause
10.07.2009 18:57
Sie kennen meine Nachbarin nicht.

;-))

coder24
10.07.2009 17:51

*lol* =:-)

Lichwellensurfer
10.07.2009 17:10
Naja...

... ein Panzer wäre manchmal auch nicht unpraktisch. Wegen der Frauen....

geek!
 
10.07.2009 15:07
achso?

das Kapitel muss ich bei der Origin of species überlesen haben

Philosophia
10.07.2009 08:49
Mich wundert der Artikel sehr, weil ich die Klarstellung des Panzers über eine Analyse vermutete!

Sind es verwachsene Hautschuppen, Haare oder Knochen?

Das sollte eine Materialuntersuchung bringen!

Karl Kraus meint "Der Schriftsteller gestaltet ein Material das jedem zugänglich ist das Wort. Analphabeten ausgenommen".

kmmm
10.07.2009 08:16
was soll daran neu sein?

dass der panzer entwicklungsmässig aus den rippen gebildet wurde, ist mir schon seit jahrzehnten bekannt. steht in jedem besseren buch der naturgeschichte. oder glaubt vielleicht jemand, darüber hätte sich früher niemand gedanken gemacht ?

Pi der Grieche
10.07.2009 09:45
das stimmt so nicht

Die Entwicklung des Panzers war bisher immer noch umstritten, zumal man erst 2008 eine Ur-Schildkröte entdeckt hatte, bei der nur der Bauchpanzer komplett entwickelt war und man auf Meeresbewohner schließen konnte (Gefahr von unten). Erst jetzt haben sich zwei Japaner aus Kobe die Embryonalentwicklung vorgenommen. Mit den heutigen technischen Bildverarbeitungsmittel konnten sie neue Erkenntnisse ans Licht bringen.
Vor allem untersuchten sie die Frage wie die Knochen von innen nach aussen wandern konnten, ohne die Bewegungsfreiheit der Muskeln einzuschränken?

mondaen
10.07.2009 02:50

danke für diese ansprechend große skizze.

Redaktion derStandard.at/Wissenschaft
10.07.2009 10:46
Grafik

wurde mit engl. Beschriftung vergrößerbar hinzugefügt.
beste Grüße

Lorenz Davis
 
10.07.2009 05:06

ja die ist schon verflixt klein. Ist vielleicht absicht - damit der standard in den schlechten zeiten auch noch ein paar gedruckte Exemplare verkauft (im Druck hat so eine Grafik sicher eine höhere Auflösung)

Queen of Sheba
 
09.07.2009 23:29
Je weniger Hirn, desto mehr Panzer.

h 90
10.07.2009 03:24

Wie beim Bundesheer.

Queen of Sheba
 
10.07.2009 09:11
Das haben die Rotstrichler nicht überzuckert.

x12r13
10.07.2009 09:49
Pazifistengeschwafel...

Der Krieg ist der Vater aller Dinge.

Ryan
10.07.2009 19:05
wieder einer

der Heraklit nicht versteht.

Queen of Sheba
 
10.07.2009 18:56
Melden Sie sich beim nächsten Krieg als Sanitäter/in.

Dann sind Sie vom "Vater aller Dinge" geheilt.

Queen of Sheba
 
10.07.2009 12:05
Und der Frieden ?

==McMurphy==
10.07.2009 12:25

allein-erziehende mutter?

Queen of Sheba
 
10.07.2009 12:55
Kriegerwitwe ?

==McMurphy==
10.07.2009 16:45

leider nicht.

Mein anderer Nick ist beeindruckender
10.07.2009 11:05
Militaristengeschwafel

Krieg ist eine Geißel der Menschheit. Wie Seuchen und Hungersnöte.

h 90
10.07.2009 09:18

Postens mal wo ueber das Gehirn eines Pferdes, hab ich mal gemacht...da gibts einen roten Tsunami....

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